Technik > Tech-Talk Fender
Fender Princeton Klon mit schwachem Vibrato
Meikel:
Mahlzeit Thomas,
ich blixgradnicht, daher meine Nachfrage:
> Warum werden hier zwei verschiedene Röhrenhälften für den PI verwendet?
PI? Meinst Du damit 'Phasen-Inverter'. Ja warum sollen nicht zwei Röhrenhälften verwendet werden? Ganz normaler Long-Tailed PI. Entweder stimmt das Schaltbild hinsichtlich der Benamsungen nicht, oder man hat wg. der Aufteilung der Doppeltrioden das so komisch gemacht. Was mich hier wundert, ist, dass man die 6AQ8-Röhre verwendet hat, die lt. Vergleich einer ECC85 entsprechen soll, also eigentlich eine rauscharme UKW-Doppeltriode mit der Beschaltung einer ECC81. Ist ja fast HiFi. ;)
> heißt jetzt so ein Vibrato oder der normale Sinusoszillator Phasenschieber
habe auch diese Frage nicht ganz verstanden, daher der Versuch einer Antwort:
DIESER in der Schaltung verwendete Sinusoszillator ist nach dem Phasenschieber-Prinzip aufgebaut (im Gegensatz z.B. zu Wienbrücken-Generatoren).
Er wird als Tremolo-Generator verwendet, kein Vibrato.
> Wird die Modulationsspannung an einem oder zwei versch. Punkten zugefügt?
an zwei Punkten.
???
Gruß Michael
Ramarro:
Hallo Leute,
eigentlich habe ich ja im Moment gar keine Zeit, aber ein paar Worte hierzu muss ich doch loswerden ... :)
Die übliche Fender Tremoloschaltung ist ebenso ein Phasenschieberoszillator, absolut nichts anderes. Hängt eben nur noch eine Treiberstufe für die Glimmlampe dahinter. Mit Stabilität hat das alles gar nichts zu tun, die optische Variante ist lediglich nebengeräuschärmer.
Grüße,
Rolf
Meikel:
Hallo Rolf,
> Mit Stabilität hat das alles gar nichts zu tun, die optische Variante ist lediglich nebengeräuschärmer.
sehe ich nicht ganz so. Habe noch keinen dieser Phasenschieber in der obigen Schaltungsvariante gesehen bzw. aufgebaut, die ihre Frequenz anhand der rechnerisch zu dimensionierenden Werte auf Anhieb im Sollbereich bringen.
Sie ist ziemlich stark abhängig von den Wertetoleranzen der RC-Kette und allein nur der Tausch der Röhre gegen eine andere gleichen Typs ändert schon die erzeugte Frequenz. Und gerade bei so einem "Tieffrequenz"-Generator ist das nicht so ganz ohne.
Gruß Michael
Ramarro:
Wie gesagt, Leo verwendet die gleiche Schaltung mit einer ebensolchen RC-Kette, von da her gibt es überhaupt keinen Unterschied. Dass es stabilere Oszillatoren gibt, ist klar. Aber m.W. nicht in Gitarrenverstärkern, dafür reicht das Phasenschieberprinzip auch völlig aus und hat sich doch vieltausendfach bewährt. Schau mal bei Aiken, da gab es, glaube ich, einen Artikel über solche Oszillatoren.
Grüße,
Rolf
Meikel:
Hallo Rolf,
> Wie gesagt, Leo verwendet die gleiche Schaltung mit einer ebensolchen RC-Kette, von da her gibt es überhaupt keinen Unterschied....
oha, da habe ich mich nicht gerade mit Ruhm bekleckert... Habe die Fender-Schaltung eben umgezeichnet und tatsächlich - das gleiche Prinzip :P
Aber ich seh' da schon noch Unterschiede, z.B. die Frequenzänderung (Anschaltung des Potis + Werte), die Ein-Ausschaltung (gsart mit oder ohne Widerstand) des Generators, Auskopplung des Sinus (wenngleich auch weniger relevant). ;)
Gruß Michael
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