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Deluxe Reverb länger clean

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Fender_Düsenberg:
Hallo Jungs,
ich wollte nicht diese Frage an die Speakerfrage hängen, ich glaube das würde doch noch mehr verwirren.
Auf meine Frage mit dem Cleansond am DR hatte ich mit einem netten Menschen neben den Forum Kontakt.
Er hat seine Endstufen 6v6 gegen 6L6 getauscht und die Bias Einstellung geändert. Mir ist auch fast so, als hätte ich das schon mal gehört - aber das Gehirn ist schwach.
Bringt es was, diesen Tausch zu vollziehen ??? Was muss ich beachten ?
Nächster Vorschlag war, um den Cleansound länger zu erhalten, von der Röhrengleichrichtung sich zu verabschieden und via Dioden zu fahren. Ich freue mich über jede
Meinung / Erfahrung
Gruß Jörg









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Dirk:
Hallo,

es stellt sich die Frage wo die Übersteuerung entsteht. Wenn in der Endstufe wäre ein Wechsel auf die 6L6 möglicherweise eine Lösung. Wenn in der Vorstufe, dann natürlich nicht. Besonders bei den Fenders werden sehr gerne 5851er Röhren in der Eingangsstufe verwendet um diese länger "clean" zu halten. Teilweise wird auch mit 12AT7 oder sogar 12AU7 gearbeitet - sowohl in der Eingangsstufe als auch in der Treiberstufe.
Ein weiterer Ansatz wäre den Eingangspegel abzusenken oder die entscheidenden Verstärkerstufen abzuschwächen. Um dies zu erreichen ist aber ein Eingriff im Verstärker notwendig - Stichwort Anodenwiderstände. Das einfachste und problemloseste ist aber sicherlich erst einmal der Umstieg auf eine 5751er Röhre in der V1er Position.

Gruß, Dirk

Volka:
hallo Jörg,
freut mich schon etwas, dass Dirk an der gleichen stelle (vorstufe/5751) ansetzt. das mit den großen kolben 6l6 ist nicht unbedingt der bringer: ok, bias auf 6l6 einstellen und schon kann dir die anodenspannung immer mehr absinken. da beißt sich die katze dann selbst in den schweif  :'(  überleg mal wieviel höher der ruhestrom einer 6l6 ist...
wenn du auf die gleichrichterröhre ( 5U4? GZ34? falls 5U4, könntest du oder dein tech mit einer GZ34 in diesem bereich der schaltung eine gewisse "verbesserung/änderung" -weniger SAG- erzielen )verzichtest, solltest du wg der zu erwartenden höheren b+ die netzteil elkos und Rs checken... die können dann schon mal meutern.
man kann aus 'nem esel kein rennpferd machen (wobei das keineswegs abwertend dem DR gegenüber gemeint ist -ich liebe diese kleinen 6v6-amps!) ob das mit der entstehenden fehlanpassung (ausgangsübertrager) viel ausmacht ...schwer zu sagen.
ein gutes mikro vor den brüllwürfel oder selbst 'ne palmer pdi-09 und alles wird gut  ;D
gruß, volka

dukesupersurf:
Hallo,
wenn Du eh nen neuen Speaker brauchst,kannst Du hier zwei Fliegen mit einer Klappe schlagen.
Nimm einfach einen total überdimensionierten,der auch noch doppelt so laut ist.Dann hast Du auch den Cleansound,ohne den Amp zu verändern doppelt so laut.
Ich hab nämlich zufällig mal einen Deluxe Reverb mit 100W Jensen Keramikspeaker angespielt und mich total gewundert,wie laut das wird,bevor es mulmig klingt.
Evebtueller Speakerverzerrungen erübrigen sich natürlich auch.
Weitere Maßnahmen:
Brightcap mit Vorwiderstand,für mehr Brillianz ohne kratzig zu werden
220K vor V4A verkleinern (wirkt sich aber auch auf Reverb aus)
Anodenwiderstände im Treiber auf 47k verkleinern
Mit Diodengleichrichter und größerem Ladecap setzt die Zerre vermutlich später aber  aprupter und kratziger ein
6.8K kurzschließen,für weniger Mitten

tschüß,Thomas

darkbluemurder:
Bei meinem Fender Deluxe Reverb II habe ich folgendes gemacht:

1. Anderer Speaker (Celestion G 12 100W - der Original Fender Speaker war eine üble Prothese)
2. JJ 6V6 Röhren in der Endstufe - ich wollte nicht auf 6L6 umsteigen
3. Verkleinern der Netzteilwiderstände, um die Spannungen für Vorstufen und Phasentreiber zu erhöhen
4. Ausgangsübertrager für einen Bandmaster/Pro eingebaut (hatte ich noch von einem anderen Umbau übrig) - hat etwas mehr Klarheit gebracht, aber nicht viel.

Ich spiele das Ding in unserer Country-Rock Band und habe damit keine Probleme.

Mit dem Speaker und der 5751 hast Du schon die richtigen Tips bekommen - diese Modifikationen kann jeder machen und wieder rückgängig machen. Der Tip mit dem 6,8k Widerstand in der Klangregelung ist auch gut - ich würde ihn durch 2,7k oder 3,3k für weniger Mitten ersetzen. Dadurch arbeiten Bass und Treble Regler auch effektiver. Diese Modifikation kann auch leicht rückgängig gemacht werden. Der größere AÜ braucht andere Bohrlöcher, d.h. diese Modifikation wird für immer ihre Spuren hinterlassen, was mir für meinen Amp egal war - ist aber nicht zu empfehlen für einen Vintage oder Custom Shop Amp.

Viel Glück!
Stephan

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