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der kleine TonPrinz

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Alex78:
Hallo Martin!

Sorry, dass ich dich hier so von der Seite anquatsche.
Ich bin in diesem Forum seit über einem Jahr als Schmarotzer unterwegs und habe durch das lesen der jeweis aktuellen Beiträge und durch Links oder Verweise auf andere Seiten sehr viel gelernt.

Jetzt hab ich gerade von deinem Gleichrichter gelesen und dabei sind mir zwei Dinge aufgefallen, die mir schon woanders aufgefallen waren, für welche ich aber noch keine Erklärung gefunden habe:
Wahrscheinlich sind es für den gelernten Elekroniker Grundlagen, für mich leider nicht.
1. Du verwendest (wie manche anderen auch) UF4007 Dioden anstelle von 1N4007. (Manchmal werden auch 1N4007 mit Kondensatoren überbrückt. Warum?)
Wo sind die Unterschiede?
2. Du schaltest jeweils 3 Dioden in Reihe obwohl mit einer Spannungsfestigkeit von 700V doch schon eine ausreichen würde. Oder doch nicht?

Schonmal vielen Dank im Voraus für deine Antwort.

Gruß Alex

El Martin:
Hi Alex!

Die Dioden UF... sind sogenannte UltraFreds. Sie sperren schneller und machen weniger "Schaltgeräusche" beim Wechsel von "leitend" zu "sperrend". Diese Schaltgeräusche stören bei normalen Dioden. Etwas reduziert wird das Geräusch mittels kleinen (kleine Werte) Kondensatoren über die Diode/nach Masse. Auch bei UFs gibt es Geräusche,aber weniger.
Besonders bei HiGain stört es. Da die UFs nicht so teuer sind, nehme ich fast immer diese.

Ich habe auch schon Gleichrichter mit jeweils nur einer Diode gebaut, aber sicher ist sicher. Durch die induktiven Lasten und merkwürdige Betriebszustände könnte mal schnell eine zu hohe Spannung (>>700V) entstehen. Vom Pfennigsartikel UF daher lieber drei in einer Richtung.

Im Artikel FOX for me haben sind ein paar Tipps zu Dioden/Freds.
guckstu hier:
http://www.tube-town.de/ttforum/index.php?topic=6382.30

Ciao
Martin

Alex78:
Danke für die schnelle Antwort.

Da die Dioden ja nicht im Signalweg liegen, hab ich das mit den Schaltgeräuschen in deiner Antwort zuerst nicht richtig verstanden.
Ich versuch mir das jetzt so vorzustellen:
Da die UFs (oder mit Cs überbrückten Ds) eine "sauberere" Gleichspannung liefern, kann sich in den Vorstufenröhren weniger Brummen (oder Knacken?) in den Signalweg übertragen. Richtig?

In dem verlinkten Thred sind sich die Jungs ja gar nicht so einig, ob man den Unterschied nun hört oder nicht.
Da es aber finanziell und vom Aufwand her keinen Unterschied macht, werd ich die UFs auch mal ausprobieren.

So, jetzt les' ich noch das PDF von Hans.
Der wohnt übrigens ganz in meiner Nähe. Kenn' ihn aber leider nicht persönlich.

Einen schönen Tag noch...

Alex


El Martin:
Hi Alex!

Die meisten hier sind freundlichen Fragern gegenüber nicht abgeneigt und ziemlich nette Menschen ;-)

Das mit dem Hören vom bzzzz ist sone Sache...

Im Prinzip sind Störungen der Gleichspannung nicht wünschenswert sach ich ma.

Ciao
Martin


Joachim:
n' Abend Martin,


--- Zitat von: El_Martin am 24.07.2008 11:27 ---Ja, Bernd, die kompensiert das Erdmagnetfeld. Vermutlilch muss ich sie vor dem Spielen nachbiegen, wenn die Ausrichtung des Amps nicht genau nach Mokka erfolgte.
--- Ende Zitat ---

Für's nachjustieren gibt es recht praktische Hilfsmittel. Mit ein paar Stellrädchen an der Außenseite und etwas Mechanik kannst Du jede Komponente deines Gleichrichters beliebig justierbar machen. Anbei ein praktisches Beispiel aus der Röhrenzeit: die immer noch eindrucksvollen Reste der 100.000W Sendeanlage von Norddeich Radio. Mit den handlichen Stellrädchen ;D kannst Du jede Komponente, egal ob Spule oder Kondensator prima abstimmen. Heute kann man damit allerdings nur noch Radio empfangen ... :headphone:

Grüße,
Joachim



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