Technik > Tech-Talk Fender
der kleine TonPrinz
Fwänk:
Hi Forum,
in der Gk den 22µ gleich auf 470nF verringern, ist das nicht eine ordentliche Verschiebung der Grenzfrequenz nach oben. Gilt auch hier 1/2xpixCxR?
Grüße, Frank
DocBlues:
Hallo Frank,
iDie Grenzfrequenz liegt dann dort bei 225 Hz . Das bedeutet aber ja nicht, dass die Frequenzen darunter radikal und progressiv rausgefiltert werden wie bei einem kleinen Koppelkondensator. Bei tieferen Frequenzen arbeitet die erste Stufe so als ob kein Kathodenkondensator drin ist. Ab der Grenzfrequenz gibt es dann eine Anhebung mit Deckelung nach oben - durch den Verstärkungsfaktor der Röhre.
Jedenfalls funktioniert es gut und das ist wohl den Entwicklern bei Mesa Boogie auch mal aufgefallen.
Im Gegensatz zur verbreiteten Marschall-Kombination 2,7K / 680nF klingt es deutlich feiner und transparenter und paßt von daher wesentlich besser zum "Fender Sound".
Gruss,
DocBlues
Fwänk:
Hi DocBlues,
vielen Dank für die Erklärung. Das die Grenzfrequenz bei 225Hz liegt hätte ich nicht gedacht. Wenn man aber mal die Eingangs C´s von Effektgeräten betrachtet sind die auch recht klein dimensioniert. Je nach Schaltung eines OD´s oder Boosters kommt am Ende aber doch ne ganze Menge Bums. Für meinen 5e3/e5 werde ich das mal im Hinterkopf behalten.
Grüße, Frank
DocBlues:
Hallo Frank,
im Vergleich zu typischen Treble-Boostern und Verzerrern liegt die Grenzfrequenz ja noch sehr weit unten. Der Urvater der Booster (Dallas Rangemaster) hat die Grenzfrequenz bei ca. 720 Hz - ebenso der Ibanez Tubescreamer, als Prototyp zahlloser aktueller Verzerrer. Außerdem schneiden typische Booster/Verzerrer in den Bässen zunehmend ab (6dB pro Oktave), wogegen die 1,5K/470nF Kathodenkombination zu den Bässen hin wieder in einen waagerechten Frequenzgang übergeht.
Es bleiben also viel mehr Mitten und Bässe übrig als bei den typischen Treble-Boostern und Verzerrern.
Das nur noch als Nachtrag.
Gruss,
DocBlues
MeineZ:
Hallo,
angeregt durch die Diskussion über den Kathoden C der ersten Stufe des Prinzen, hab ich heute in meinem PrinceClone verschiedene ausprobiert. Mit 470n klingt er mir unten rum zu dünn und kehlig, auf 1µF bipolar erhört passte es mir immer noch nicht in die Ohren, es fehlt irgendwie an Bauch.
Als letzten Versuch kam ein ganz normaler Elko 10µF/50V zum Einsatz und der bleibt jetzt drin.
Jetzt klingt er so richtig schön voll und knurrig nach 7ender, mit etwas Hall und Tremolo dazu, traumhaft. Gegenprobe wieder mit dickem TAD 25µF bipo der ursprünglich drin war, machte es untenrum zu fett und mulmig. Aber mit 10µF - die leere E angeschlagen und in den hohen Lagen drüber soliert da bleibt alles schön sauber und klar, mit vorgeschaltetem TS Clone klingt es auch super.
Wenn ich mal ein Micro mein eigen nenne, ich hatte nie vor zu singen, gibt es bestimmt auch mal ein paar Soundfiles.
Gruß
Adi
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