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Doku Nachbau Princeton

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Meikel:
Hallo Stephan,

> Wie wird die Tasche samt Inhalt im Amp befestigt ?

Gar nicht.  ;)

Nimm den Reverb-Tank und setze ihn pappeunterlegt und gummi- oder schaumgummigepuffert auf den Boden des Amps. So ist es beim Kustom-Defender auch "nur" industriell gemacht und gut ist. Der Reverb-Tank hat doch schon ein solides Gehäuse.
Und sollte sich der Hall aufschaukeln im Betrieb, dann muss man an anderer Stelle schaltungstechnisch schauen.

Gruß Michael

Vintage_Man:
Ich schraube das Täschlein schon am Gehäuseboden fest.
Dazu niete ich vier Ringösen in die Ecken der Tasche, wodurch ich dann die Tasche mit Schrauben fixiere.
Geht natürlich auch ohne die Ringösen!

/Bernd

stephan61:
Hallo Frank, Rolf, Bernd & Michael,

vielen Dank für eure Antworten!  :danke:
Jetzt ist mir klar, wie es zu tun ist: Schönes Täschchen, etwas füttern (Schaumstoff), und Filzunterlage zu Vibrationsdämpfung. Dann die Tasche im Amp unten fixieren, damit sie beim Transport nicht in der Gegend rumfliegt. Entweder Öse und Schraube durch oder zwei Klettstreifen am Boden festtackern (hab ich eh, will ja die Tasche mit Klett zumachen).

Kleine Info zum derzeitigen Stand:
Gehäuse ist auch gekommen, nachdem ich aber kein großer Holzbearbeiter bin habe ich vorgezogen das ganze fertig aus GB zu besorgen. Ist eine Mojo-Kiste, und zusammen mit Jensen C10Q immer noch billiger als bei na ihr wisst schon.

Als AÜ werde ich wohl - auch nach Studium der Beiträge hier im Fred - den größeren für den Deluxe nehmen.

Gedanken mache ich mir momentan nur noch um die Verwendung der Röhrenhälfte für den Tremolo. Das habe ich die letzten 25 Jahre praktisch nicht mehr benutzt (mein kleiner Dynacord hat einen!), also werde ich es wohl beim Prinzi auch nicht verwenden. Folgende Möglichkeiten habe ich gedanklich schon mal erfasst:

a) leer lassen (nur Anodenspannungsmäßig anschließen)
b) als zuschaltbare Stufe a la Boogie MK II (so hat R. Smith ja auch mal angefangen)
c) wie b), nur mit Anfeuern durch Halltreiber (wie Rivera-Princeton mit Boost)

Mal guggen, was es noch so wird. Aber b) und c) sind irgendwie schon 70er mäßig etwas out... ;)

Bis dahin

Grüße
Stephan

Meikel:
Hallo PR-Bauer,

die ganzen mechanischen Arbeiten wie Rückwände aus 6mm-Sperrholz sägen + schleifen, Lüftungsöffnungen sägen (mit der Laubsäge!) + schleifen, Schallwand Lautsprecheröffnung sägen (Stichsäge mit feinem Sägeblatt) und Schrauben für die Befestigung des Speakers einkleben, sind getan. Als Schallwand verwende ich übrigens 12mm-MDF und keine Sperrholzplatte. MDF wirkt ja dämpfend und ich erhoffe mir dadurch eine Bedämpfung im Bass (wobei die Hasenkiste (Ampgehäuse) eh' relativ klein ist). Die Bespannung möchte ich direkt auf die Schallwand aufleimen.

Das Ampgehäuse hat nun auch alle Leisten und Bohrungen, so dass ich mich demnächst ans Tolexen und Bekleben der Schallwand wagen muss / werde.  :)

Anbei ein Bild vom Chassis, speziell zum Thema Folie. Ich habe zunächst eine dicke Suppe Spüli mit etwas Wasser auf dem zuvor mit Alkohol gereinigten Chassis verschmiert. Dann habe ich die Folie draufgetan. Sie liess sich etwas schwer, aber noch gut verschieben, so dass ich die Folie anhand der mit einer druntergelegten Lampe gut ausgeleuchteten Bohrungen fixieren konnte. Den Rest besorgte der Rollenquetscher.

Die Folie klebt gut auf der Bedienseite des Chassis und gut auf der Chassisoberkante. Aber so gut wie gar nicht auf der Chassisunterkante und an der unteren Chassisbiegung /unteren Chassisknick. Was mache ich falsch? Muss man erst eine Weile (x Stunden) warten, bis die Folie ihre volle Klebkraft bringt und dann richtig anliegt?

Oder muss man beim Spüli natürlich aufpassen, ja keines mit irgendwelchen Hautpflege-Inhaltsstoffen zu erwischen (Öle, Silikon, was weiß ich), fällt mir gerade eben siedendheiss ein?

Links an der Lampe ist etwas Toner abgegangen beim Reiben, ebenso an der Chassisunterkante bei der Eingangsbuchse. Die Lage der Ziffern an den Reglern ist etwas eierig. Das liegt daran, dass die Beschriftung etwas zu tief liegt, so dann ich die ganze Folie höher schieben musste. Aber anders gings nicht, denn sonst läge die Beschriftung im unteren Chassisknick. Herbert, ich muss wohl bei den Entwürfen der Folien gepennt haben...

Aber dennoch - es sieht doch schon ganz schön ordentlich aus, oder?

Gruß Michael

stephan61:
Hi Meikel,

sieht echt gut aus! Die nicht ganz koaxialen Zahlenkreise um die Knöpfe geben den gewissen Kick 8)
Das mit der Folie draufpappen flößt mir noch sehr viel Respekt ein! Da werd' ich jetzt schon nervös...

>> Die Bespannung möchte ich direkt auf die Schallwand aufleimen. <<

Kleine Anmerkung zum Thema LS-Bespannung:
Aufleimen? Die Bespannung soll schon etwas straff gezogen werden, sonst siehts eher leierig aus. Ob das mit Leimen so funkt ???
Ich hab die Bespannung bisher immer aufgetackert, d.h. auf einer Seite aufgelegt (Webrichtung parallel ausrichten), auf der Schmalseite festgetackert und dann auf der gegenüberliegenden Seite schön straff gezogen und dann auch getackert. Und dann noch links und rechts draufgetackert. Ging easy und sieht gut aus. Beim Einschneiden der Kanten halt aufpassen, müssen etwas überlappen (so ähnlich wie beim Tolexen) und drauf getackert.
Brauchen tut man einen guten Tackerer (nich den vom Schreibtisch! ;)) und die für die Spinnereien des Mannes verständnisvolle Ehefrau fürs Straffziehen und die Ecken einschneiden und umfalzen - ist angeblich beim Nähen ähnlich. 8)
Und wichtig ist auch noch auf der bespannten Seite kleine Leistchen rahmenförmig als Abstandshalter unterlegen, damit beim Lostoben später die Bespannung nicht auf der Schallwand scheppert. Und natürlich ein ausreichend großer Spalt zwischen Schallwand und Gehäuse, die Bespannung trägt schon etwas auf, besonders an den umgelegten Ecken.

Schöne Grüße und weiterhin viel Erfolg!

Stephan

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