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Doku Nachbau Princeton
Kurt:
Hallo Herbert,
gerne. Erstmal von den Teilen, die mir einigermaßen gelungen sind, z.B. Holzgehäuse (gedübelt, nicht fingerverzinkt).
Der Lautsprecher tanzt für einen PR ziemlich aus der Reihe: kein Jensen C10Q oder C10R, sondern ein Eminence RF10C, die Keramikvariante des Red Fang 10, der wg. des Alnico-Magneten sündhaft teuer ist. Der RF10C ist dagegen bezahlbar, aber in EU noch nicht erhältlich, ich hab ihn direkt aus USA importiert. Ich hab mir alle Soundbeispiele auf der Eminence-Website angehört, von den bezahlbaren gefiel er mir am besten.
Aber zurück zu meinem Kurzschluß. Kann es am Hall- oder am Ausgangstrafo liegen? Was müssten die Trafos denn so an Ohm'schen Widerständen haben? Könnte es sein, dass da im OT sekundär ein Kurzschluß ist?
Danke + Gruß
Kurt
cca88:
--- Zitat von: Kurt am 19.07.2015 21:20 ---Hallo Herbert,
gerne. Erstmal von den Teilen, die mir einigermaßen gelungen sind, z.B. Holzgehäuse (gedübelt, nicht fingerverzinkt).
Der Lautsprecher tanzt für einen PR ziemlich aus der Reihe: kein Jensen C10Q oder C10R, sondern ein Eminence RF10C, die Keramikvariante des Red Fang 10, der wg. des Alnico-Magneten sündhaft teuer ist. Der RF10C ist dagegen bezahlbar, aber in EU noch nicht erhältlich, ich hab ihn direkt aus USA importiert. Ich hab mir alle Soundbeispiele auf der Eminence-Website angehört, von den bezahlbaren gefiel er mir am besten.
Aber zurück zu meinem Kurzschluß. Kann es am Hall- oder am Ausgangstrafo liegen? Was müssten die Trafos denn so an Ohm'schen Widerständen haben? Könnte es sein, dass da im OT sekundär ein Kurzschluß ist?
Danke + Gruß
Kurt
--- Ende Zitat ---
Hallo Kurt,
zum "sekundärseitigen Kurzschluß"....
Selbst wenn Du die Sekundärseite "extern" kurzschließt, fließt in Ruhe kein zusätzlicher Strom durch die Röhren.... Die Sekundärseite kommt erst bei Ansteuerung ins Spiel.
Meßwerte auf der Ausgangsseite sind immer im Zehntel bis OhmBereich....
du kannst als Erstes mal kurz die Vorstufenröhren einsetzen... Da raucht maximal ein Widerstand ab.
Meine Vermutung sind eher die Endstufenröhren...
...Oder der Bias - Diese Sicherung - die fliegt nicht?
Grüße
Jochen
Nils H.:
Moin,
--- Zitat von: Kurt am 19.07.2015 14:36 ---Nun hab ich ihn fertig zusammengelötet. Die erste Inbetriebnahme habe ich gemäß Bernds Tipp mit der vorgeschalteten 100-W-Glühbirne durchgeführt. Sie leuchtet, Mist! :(
--- Ende Zitat ---
nur mal zur Klärung: Was heißt "sie leuchtet"? Von welcher Intensität reden wir hier?
Dass die Glühbirne ein wenig vor sich hin glimmt ist normal, "aus" ist sie eigentlich nie. Bei meinen Amps ist es so, dass die Birne beim Einschalten kurzzeitig aufblitzt, um dann gemächlich vor sich hin zu glimmen.
Ich würde die Röhren eine nach der anderen einsetzen und vermutlich mit der vordersten (V1) anfangen.
Gruß, Nils
Kurt:
Hallo Jochen, hallo Nils,
die Feinsicherungen brennen nicht durch.
--- Zitat von: Nils H. am 20.07.2015 09:44 ---Dass die Glühbirne ein wenig vor sich hin glimmt ist normal, "aus" ist sie eigentlich nie. Bei meinen Amps ist es so, dass die Birne beim Einschalten kurzzeitig aufblitzt, um dann gemächlich vor sich hin zu glimmen.
--- Ende Zitat ---
So ist es auch. Sie glimmt mal kurz auf, vielleicht so hell wie eine 15 W Birne, dann läßt sie wieder nach.
Ich hab nun mal eine Röhre nach der anderen eingesetzt, angefangen mit der GRR, dann zusätzlich die V1, dann V1+V2 etc. bis V1-V4, dann alle Röhren (die Endstufenröhren hab ich gleich beide eingesetzt). Vor jedem Röhren-Einsetzen hab ich die Filterkondensatoren entladen.
Mit jeder weiteren Röhre ist das anfängliche Aufglimmen etwas stärker, es glimmt sogar immer in 2 Stufen auf, erst leicht, dann etwas stärker, dann geht sie auf ein niedrigeres konstantes Niveau zurück. Dauerhaft glimmen tut sie erst mit allen 4 Vorstufenröhren, aber nur extrem schwach. Setze ich dann auch noch die Enstufenröhren ein, glimmt sie nach den ersten beiden Aufleuchtern dauerhaft, etwa wie eine 5-10 W Birne.
Ich habe dabei jedesmal die HV-Spannungen gemessen. Mit allen Röhren (und vorgeschalteter 100-W-Birne) sind die Gleichspannungen viel zu niedrig:
A: 304 V (Soll: 420 V)
B: 295 V (Soll: 400 V)
C: 239 V (Soll: 320 V)
D: 184 V (Soll: 240 V)
Natürlich sind auch die Spannungen an Pin 1 der Vorstufenröhren entsprechend zu niedrig, z.B. an V1 Pin 1: 115 V (Soll: 160 V).
Schließt man eine Gitarre an, kommen aus dem Amp zwar Töne, aber von Verstärkung kann dabei keine Rede sein.
Liegt das alles an der 100-W-Birne? Kann der Amp mit der vorgeschalteten Birne gar nicht richtig ausprobiert werden? (Dann hätte ich Bernd Brieskorns wertvollen Tipp hierzu ziemlich mißverstanden) Kann ich eurer Meinung nach die Birne ohne großes Risiko einfach mal weglassen?
Danke + Gruß
Kurt
Kurt:
Ach ja, Nachtrag:
GRR Heizspannung lag bei 4,75 V, die Heizspannung der übrigen Röhren bei ca. 6,1 V.
Biasstrom von V6 lag (mit vorgeschalteter Glühbirne) bei rund 90 mA! Bisschen hoch oder? Normal sind doch so 18 mA!? Liegt das auch an der zu geringen Anodenspannung (wegen der 100-W-Birne)?
Gruß
Kurt
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