Neues Amp Projekt - HoSo 56 (65amps SoHo inspiriert)

Begonnen von darkbluemurder, Nov 27, 2009, 09:40

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darkbluemurder

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YaBB God
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Hallo Röhrenfans,

das nächste Amp Projekt steht kurz vor der Geburt: der HoSo 56, dessen Vorbild deutlich wird, wenn man den Namen rückwärts liest ...

Der grundsätzliche Aufbau ist AC30-ähnlich mit folgender Besonderheit: in der ersten Stufe sitzt statt der üblichen 12AX7 eine 5879-Pentode. Also Input - 5879 - Gainregler - V2 mit Kathodenfolger - TMB-Tone Stack - (Pre-PI Master) - PI - (Post-PI Master+Cut) - 2 x EL84-Endstufe. Detaillierter Schaltplan folgt.

Bei den Klammerzusätzen bin ich mir noch nicht sicher, ob ich sie einbaue. Auch bin ich noch nicht sicher, ob und wie ich die Bump-Section einbaue. Ich weiß nur soviel, dass sie die Klangregelung umgeht, aber in der Lautstärke und Ton regelbar ist. Mal sehen.

Aufgebaut habe ich das ganze auf einem 18-Watt Chassis. Als Trafos verwende ich das 18W-Set von Ingo. Anstelle einer Choke habe ich einen 1k/5W Widerling eingebaut.

Es ist schon fast alles verdrahtet bis auf die Regler an der Frontplatte sowie die Signalzuleitungen zu den Röhren.

Mehr dann demnächst.

Kommentare und Hinweise sind gerne gesehen.

Viele Grüße
Stephan
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Kramusha

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YaBB God
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Osoh? xD

Ich glaube, dass ein PPIMV bei dieser Schaltung nicht verkehrt wäre.

Lg :)

El Martin

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YaBB God
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ja, nee Stephan...nur die einzelnen Teile umdrehen, dann ergibt sich eine Stadtteil von Londinum!  :devil:
Gerne werden ITler auch an Small office/home office denken.
Rot ist schwarz und plus ist minus...

Rote Litzen sollst Du küssen, denn zum Küssen sind sie da.

darkbluemurder

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YaBB God
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#3
Hallo zusammen,

und er lebt! Anbei der Schaltplan nach dem Stand vom Wochenende (handschriftliche Zeichnung). "Pre" und "Post" PI Master sind eingebaut, allerdings bisher kein Cut. Den vermisse ich bisher auch nicht.

Ich habe auch eine handschriftliche Skizze des Layouts, die ist aber nicht mehr aktuell und wird noch angepasst. Ich hatte Glück und konnte das ausgebaute erste Board aus dem Club Deuxe mit einigen Änderungen und zusätzlichen Turrets wieder verwerten - passt im 18W-Chassis ganz hervorragend. Der Amp läuft sehr stabil.

Zum Sound: ganz anders, als ich erwartet hatte. Beschrieben war der Amp ja als Overdrive Amp. Ich finde allerdings, dass seine Stärken eher im Clean-Bereich liegen, das aber mit einem Sustain, das ich von den anderen Amps nicht kenne. Der Plan zeigt den Tonestack mit Fender Werten. Vorher hatte ich Marshall Werte drin (33k Slope-R, 500pf Treble-C, 22nf Mallory Bass-C und Mid-C. Das war mir aber zu dumpf. Ich musste den Treble Regler fast ganz aufdrehen, um genug Höhen zu haben. Jetzt glänzt es dagegen wunderschön im Clean.

Der Overdrive ist dagegen eher gewöhnungsbedürftig. Es fängt zwar bei mittleren Einstellungen schon an zu singen (insb. mit Humbuckern), aber er braucht doch einiges an Lautstärke, um sich zu entfalten. Bis 3/4 des Gainpotis ist alles normal, danach scheint aber die zweite Röhre schon in den Bereich des Gitterstroms zu kommen - der Sound dünnt in den Mitten aus, wird krätzig in den Höhen und furzig im Bass. Das werde ich aber in den Griff kriegen. Ich mache mal eine Spannungsmessung und stelle sie hier rein.

Viele Grüße
Stephan
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Han die Blume

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YaBB God
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Hi, mach doch ein paar Gridstopper rein, oder sone Wizardkonstruktion, die müsste helfen:

http://www.freewebs.com/valvewizard1/dccf.htm

LG!

Kai
Der frühe Vogel kann mich mal!

darkbluemurder

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YaBB God
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Hallo Kai,

vielen Dank für den Hinweis. An Gridstopper hatte ich auch gedacht, aber direkt vor V2a - so ca. 10k.
Alternativ/kumulativ könnte ich das 1MA Gainpoti (es ist ein Dual Pot) als 500kA verdrahten.

VG Stephan
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DocBlues

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YaBB God
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Hallo Stephan,

leider ist Dein Schaltplan nur sehr schwer lesbar. Nach meiner Erfahrung sollte man eine Höhenanhebung zwischen erster und zweiter Stufe einbauen oder den Kathodenkondensator an der ersten Stufe kleiner wählen. Von Anode der ersten Stufe auf 1 MEG Poti ohne Höhenanhebung (oder Bassabsenkung) führt ab Gain 7 - 8 eigentlich immer zu unschöner Zerrung (nach meiner Erfahrung). Anschließend kannst Du ggf. auch wieder die 33K mit 500pF für den Treble Regler enbauen.

Gruß,
DocBlues

darkbluemurder

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YaBB God
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#7
Hallo DocBlues,

ich habe mal einen dunkler kopierten Plan beigefügt, ich hoffe, der ist besser lesbar. Ansonsten schon mal vielen Dank für den Hinweis.

Im Hoffmann-Forum gibt es in der Tat auch eine Version mit einem 4700pf Koppel-C nach der ersten Stufe, ebenfalls in ein 1MA-Poti. Das müsste ja etwa denselben Basscut geben wie 10nf in ein 500kA-Poti. Mit der zweiten Lösung hätte ich aber mehr Höhen in niedrigeren Stellungen des Potis, da weniger Serien-R. Falls der Amp dann zuwenig Bässe haben sollte, kann ich immer noch die 10nf Koppel-Cs am PI-Ausgang auf 22nf erhöhen.

Für Overdrivesounds ist es vermutlich besser, einen Kathoden-C an der zweiten Stufe zuzuschalten. Hier habe ich Versionen mit 2,2uf und 22uf gesehen.  

Ich habe gestern auch mal das Effektboard davor geschaltet und ich muss sagen, die Pentoden-Vorstufe mag Pedale, wenn man den Gainregler auf ca. 1/4 aufdreht. Das scheint sogar besser zu funktionieren als bei den Triodenstufen, denn der Amp bleibt auch mit zugeschaltetem Boost clean - es wird halt lauter.  

Viele Grüße
Stephan
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darkbluemurder

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Zitat von: DocBlues am Nov 30, 2009, 09:53
Anschließend kannst Du ggf. auch wieder die 33K mit 500pF für den Treble Regler enbauen.

PS: ich finde die Fender-Werte eigentlich ganz praktisch, weil sie die Mitten etwas aushöhlen. Dadurch wird der noch geplante Bump-Schaltkreis (der Mittenboost) effektiver.
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WiderGates

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Zitat von: darkbluemurder am Dez 01, 2009, 09:45
ich habe mal einen dunkler kopierten Plan beigefügt, ich hoffe, der ist besser lesbar.

Hallo Stephan,
so richtig besser ist der leider nicht.
Scanne den Plan mal in 256 Graustufen und nicht wie jetzt in s/w dann wird er normalerweise viel, viel besser lesbar.

Ciao
Hawadääre, freundliche Grüße & fröhliches Schaffen
Dieter

darkbluemurder

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Hallo Dieter,

habe ich eben gemacht und in beiden Posts die Dateianhänge geändert. Ist wirklich viel besser, vielen Dank für den Tip!

Viele Grüße
Stephan
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WiderGates

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Hallo Stephan,
noch ein kleiner Tip:
In Deiner Scan-Software gibt es sicher einen Befehl wie AutoTonwertkorrektur oder so ähnlich. Wenn Du den anwendest  wird der dunkelste Grauwert des Scans auf schwarz und der hellste Grauwert auf weiß gesetzt. Dann wird es noch viel besser lesbar.

Probier's mal aus.



Ciao
Hawadääre, freundliche Grüße & fröhliches Schaffen
Dieter

darkbluemurder

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#12
Hallo Dieter,

leider gibt es den Befehl nicht. Bis ich dazu komme, den Plan in s.plan zu erstellen, muss der Vorhandene ausreichen.

BTW: ich habe die verwendeten Röhren noch nicht aufgelistet.

V1: NOS RCA 5879
V2: JJ ECC83S
V3: JJ ECC83S
V4: T*D EL84Cz
V5: T*D EL84Cz
V6: EZ81

VG Stephan
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DocBlues

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Hallo Stephan,

zu Deinem Kommentar "PS: ich finde die Fender-Werte eigentlich ganz praktisch, weil sie die Mitten etwas aushöhlen. Dadurch wird der noch geplante Bump-Schaltkreis (der Mittenboost) effektiver."

Die Fender Klangregelung funktioniert sehr gut für Clean-Sounds und für Amps, in denen der Tone-Stack zwischen 1. unsd 2. Stufe liegt (eben Fender-Klassik - wenn man von Bassman und 5E3 absieht). Die Klangregelung liegt dann vor dem Bereich, in dem der Overdrive wesentlich entsteht.
Wenn der Tonestack weiter hinten im Signalweg liegt, paßt es wesentlich besser, wenn der Höhenkondensator größer ist und der "Höhenwiderstand" nicht 100K , sondern höchstens 56K groß ist.
Dafür sollte man bei Amps mit hinten liegender Klangregelung vorn die Bässe absenken (oder Höhen anheben).
Das gilt nach meiner Erfahrung immer dann , wenn man auch gute Crunch und Overdrive-Sounds will.

Gruß,
DocBlues

P.S. Nimm doch mal als "Klassiker": 470K II 470pF in Reihe mit 470K Poti zwischen 1. und 2. Stufe. In der Klangregelung wäre passend 56K bis 33K und entsprechend 220pF bis 470pF.
Zu berücksichtigen wäre noch, wieviel Output die Penthoden-Eingangsstufe im Vergleich zu einer Trioden-Eingangsstufe bringt.


darkbluemurder

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YaBB God
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Hallo DocBlues,

na ja, der AC30 und Derivate haben auch einen 100k Slope-R und sind für guten Crunch bekannt. Das Helle am Fender-Ton kommt m.E. durch das Zusammenwirken des hohen Slope-Rs von 100k und des hohen Mid-Cs von 47nf zustande. Ein 22nf als Mid-C macht den Sound schon wesentlich dunkler und fetter. Das habe ich in verschiedenen Dumble-Schaltungen auch schon festgestellt.

Ein niedrigerer Slope-R macht den Amp nach meiner Erfahrung ebenfalls dunkler. Das kommt den Overdrivesounds natürlich entgegen. Und richtig, für gute High Gain Sounds müssen am Anfang die Bässe raus, sonst matschts. Der Klassiker 470k II 470pf in Reihe mit dem Poti wäre sozusagen ein Spannungsteiler für die Bässe, während die Höhen wegen des Kondensators ungehindert durchkommen - die klassische Bassabsenkung.

VG Stephan
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