Unterschiede bei TL072 Op Amps???

Begonnen von matchboxracer, Jan 29, 2010, 09:24

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matchboxracer

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Sr. Member
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Hallo!

Ich wollte wohl meinen ADA MP-1 Preamp modifizieren und zwar mit dem "Noise Mod". Hierbei werden eigentlich nur die Filter-Caps im Netzteil und in der Vorstufe getauscht und drei kleine Op Amps gegen "Low Noise" Op Amps ersetzt.
In der Stückliste des Mods stehen 3x TL072IN. Diese finde ich leider nirgends - nicht bei Conrad, Pollin, Musikding etc. nur bei Mouser und da sind die nicht Lieferbar (Lieferzeit 30 Wochen ab Werk). Nun wollte ich mal fragen, ob ich die TL072IN auch gegen TL072IP oder TL072CN tauschen kann?

Gruß
Julian

Hans

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YaBB God
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Hallo

du kannst alles nehmen wo TL072 draufsteht. Der erste Buchstabe nach der Zahl ist für den Temperaturbereich, der zweite für die Bauform des Gehäuses. Elektrisch unterscheiden sie sich nur in der Temperaturdrift von 10mV - 3mV. Die ist aber im Gitarren Preamp irrelevant.

Salu Hans

matchboxracer

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Sr. Member
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Danke für die schnelle Antwort  ;)...

phosgen

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YaBB God
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hi julian

du kannst eigentlich jeden TL072 kompatiblen op amp verwenden. allerdings würde ich in diesem falle dir empfehlen, die op amps nicht direkt auf's brett zu löten, sondern ic-sockel einzubauen. dann kannst du unterschiedliche op amps aussuchen. ich habe beispielsweise bei meinem mp-1 burr-brown op amps (brand des TI konzerns) verbaut, die besonders rauscharm sind.

diesen mod habe ich auch gemacht, gebracht hat's, dass der sound tatsäächlich straffer wurde. das systemrauschen brachte ich jedoch damit nicht vollständig weg. dazu hätte ich vermutlich jeden elko im mp1 ersetzen müssen, wie es andere auch getan haben.

cheers
/ martin

loco

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YaBB God
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Hallo
Inzwischen gibt es deutlich besseres. Ich würde anstatt der TL072  OPA2604  einbauen.  Gruß --.-loco

phosgen

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YaBB God
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genau - loco

dieses teil hatte ich verbaut ! danke dir

gruss nach HH
/ martin

Thisamplifierisloud

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YaBB God
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Der NE5532 ist auch als sehr rauscharm mit ordentlichen Audio-Eigenschaften bekannt.
Und kost´ nicht viel.

:bier:
Der den Argumentenverstärker trägt.

matchboxracer

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So, hab mir jetzt alle drei Typen bestellt. Natürlich mit IC Sockel  ;).
Werde dann mal durchtesten, welche mir am besten gefallen...

mc_guitar

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YaBB God
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Hallo,

Wie sieht es mit den Typen im Tubescreamer aus? Der NE5532 wird ja auch manchmal dort eingesetzt, geht auch der von Loco vorgeschlagene OPA 2604 dort ordentlich? Müßten ja austauschbar sein.

Grüße Micha
Zwei Dinge sind unendlich, das Universum und die menschliche Dummheit, aber bei dem Universum bin ich mir noch nicht ganz sicher...(Albert Einstein)

Thisamplifierisloud

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YaBB God
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Rein technisch ja.
Soundmässig .... vodoo ...

Versuch macht kluch.

:bier:
Der den Argumentenverstärker trägt.

mc_guitar

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YaBB God
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Ja, Ja, der Voodoo!  :devil:

Ich will demnächst sowieso meine TS-Clones nochmal überarbeiten, da teste ich das mal und werde auch berichten!


Grüße Micha
Zwei Dinge sind unendlich, das Universum und die menschliche Dummheit, aber bei dem Universum bin ich mir noch nicht ganz sicher...(Albert Einstein)

Tube_S_Cream

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YaBB God
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Hi zusammen!
Das einzige, was den NE5532 und den TL072 verbindet, ist das Pinning und die Tatsache, daß es OP-Amps sind.
Der NE5532 liegt zwar von seinen Rauschzahlen mit etwa 3,5nV/root Hz Faktor 5 unter dem TL072 aber VORSICHT!
Dieser Wert wird nur bei sehr niedrigen Eingangsimpedanzen und recht niederohmiger Aussenbeschaltung erreicht.
In hochohmigen Schaltungen dominiert nicht die äquivalente Rauschspannung, sondern der Rauschstrom (zu deutsch noise current :) )
Bei Impedanzen ab 100KOhm verhält sich der BiFet-Opamp TL072 ruhiger. Zudemt verhält er sich in Punkto Versorgungsspannungsentkopplung deutlich gefälliger. Also: Niemals einen Bipolar-Op-Amp als Ersatz für einen FET-Op-Amp nehmen. Viele High-End-OPs sollten nicht nur nach ihrem Rauschverhalten beurteilt werden. Oft sind diese Burschen etwas divenhaft, was Schwingneigung angeht und vor allem der Mindestverstärkungsfaktor (Stichwort Unity Gain Stable).

Bei batteriebetriebenen Geräten tritt ein weiteres Problem auf.... Wenn jemand z.B. in einem Instrumenten Preamp den TL062 gegen einen TL072 austauscht, muss sich damit abfinden, daß die Lebensdauer des 9V-Blocks auf ein 1/10 sinkt! So ein Schätzchen schnuckelt sich schon mal locker 10mA weg...
Falls Standby-Strom keine Rolle spielt, könnte ich hier noch den OP2134 in die Schale werfen, das ist ein BiFet-Op-Amp mit etwa 5nV/root Hz...

Gruß

Stefan



Thisamplifierisloud

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YaBB God
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Ich denke, es zählt nur der Sound.
Wenn Sockel drin sind, kann man leicht experiemtieren.

O0
Der den Argumentenverstärker trägt.

DocBlues

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YaBB God
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Hallo,

den OPA 2604 würde ich nicht unbedingt im TS einsetzen - dafür ist er zu transparent, zu schnell und bringt zu viele Details. Das macht nur Sinn, wenn man den TS mehr auf Metal trimmen will oder die Mittenbetonung des TS abmildern will. Der OPA2604 kommt aber gut in anderen Effektgeräten von Boss und Ibanez - ebenso der OPA 2134. Der wird der Effektweg gleich viel klarer und dynamischer.
Ein guter OP-Amp für Batteriebetrieb aber auch sonst gut einsetzbar ist der AD820 bzw AD822 - 8 mA / OP-Amp Einheit, Rail to Rail und passable Slew Rate. Den würde ich mal im TS testen.

Gruß,
DocBlues

Stephan G.

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YaBB God
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Yeah!!
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Hi, Folks!

Wollte nur noch einen allgemeinen Hinweis in die Runde werfen - eignet sich aber weniger zum "Noise-Modden", d. h. direkten Austausch eines OP's ...

In der Industrie übliches Verfahren zur Rauschminderung ist die Verwendung mehrerer OP's PARALLEL....
... Z. B. einen Vierfachen nehmen, alle Pins entsprechend parallel schalten (natürlich die adäquaten...) und ab die Luzie!
In der Messwertaufbereitung / Sensorik bewirkt das wahrlich wahre Wunder! Clou dabei ist die Tatsache, dass sich die "Rauschen der einzelnen OP's" in der Summe gegenseitig auslöschen - und das noch temperaturstabil, da alles auf dem gleichen Chip passiert.

Hab's in (Pre-)Amps allerdings noch nicht probiert, ich nehm' meistens die LM833 oder die NE5532, OPA2134 hab ich auch schon mal in die engere Wahl genommen, aber noch nicht verwendet. Wenn man seinen alten Fachlehrern  :danke: glauben darf, sollte man immer die Impedanzen - wo möglich - runterdrücken (wurde in einem Beitrag ja auch schon angesprochen) und für Stromfluss sorgen (Stichwort: 0/4 ... 20 mA). In der Summe bringt das enorme Verbesserungen. Für Batteriebetrieb aber ungeeignet!

PLAY LOUD!!  :guitar:
Forget TRIAL AND ERROR!  BURN AND LEARN!