Allround-Zweikanaler mit Fender-Clean und Marshall-Lead

Begonnen von Nils H., Mai 02, 2010, 09:31

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Firebird

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Hallo Nils,

ich habe ganz kurz über deinen Plan geschaut, zwei Sachen sind mir aufgefallen (ohne Anspruch auf Vollständigkeit):

- kein Ableit-R für V3A
- die 47u Filter-C sind wohl etwas übertrieben

Firebird

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Die Spannungen für den 2203 Kanal sind auch etwas hoch, aber da du den ja sowieso modifizierst kannst du erst mal damit anfangen denke ich. Beim Orginal 2203 wäre E+ ungefähr 290V und F+ ungefähr 280V.
Beim Design der Hochvoltversorgung solltest du da vielleicht daran denken, denn wenn du die beiden Spannungen auf die Orginalwerte absenken wolltest, würde bei der aktuellen Schaltung auch G+ mit absinken. Der Clean-Kanal hingegen könnte ohnehin ein paar Volt mehr vertragen. Deswegen würde ich G+ parallel zu D+ auskoppeln, dann kannst du die Spannungen für die beiden Kanäle getrennt einstellen (wenn schon diskret aufbauen, dann richtig  ;) )

Nils H.

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Moin,

Zitat von: Firebird am Mai 03, 2010, 08:33
- kein Ableit-R für V3A

äh, ja. Den hab ich wohl weggemogelt ;). Danke.

Zitat von: Firebird am Mai 03, 2010, 08:33
- die 47u Filter-C sind wohl etwas übertrieben

mhhh, naja. Nach den Marshall-Plänen ziehen die bis hinten 50µ durch. An F+ und G+ würden aber 22µ auch reichen, ist wohl wahr, schaden tut's aber nicht, gerade weil auch vorne keine Drossel am Start ist.

Zu den Spannungen: Nach guter wissenschaftlicher Praxis soll man ja immer seine Quellen nennen - Ehre, wem Ehre gebührt. Da in den Marshall-Plänen keine Spannungen drin stehen, habe ich mir die Spannungen woanders besorgt. Der Cleankanal ist mit der Tonestack-Bestückung und mit ca. 320V Betriebsspannung bewährt, das bleibt so ;D - so ist er nämlich im Moment im Amp auch schon drin.

Gruß, Nils

Nils H.

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Zitat von: Eddy Current am Mai 02, 2010, 11:03
Von der Schaltung wäre da ein Dumble gar nicht so daneben.

Offtopic:
Holladiewaldfee, das hab ich heute mal erlebt, wie ein D-Style-Amp rotzen und rocken kann. Kurze Anekdote dazu: Ich versteh mich ja als klassischer Stratspieler. Mit der Strat ist mein D' ... brav. Glockiges Clean, zivilisierter Crunch, schön anzuhören mit der Strat. Nach längerer Abstinenz habe ich heute bei der Probe mal wieder die hier:



gespielt. Damit ist der D' ein ganz anderes Biest und macht auch gerne 'n gepflegten Azze Dazze :guitar:. Fast 'ne Schande, dass über Dumbles und ähnliches nur immer so Intellektuellengedudel gespielt wird :devil:.

Gut's Nächtle.

Firebird

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Zitat von: NilsH am Mai 04, 2010, 12:38
Zu den Spannungen: Nach guter wissenschaftlicher Praxis soll man ja immer seine Quellen nennen - Ehre, wem Ehre gebührt. Da in den Marshall-Plänen keine Spannungen drin stehen, habe ich mir die Spannungen woanders besorgt. Der Cleankanal ist mit der Tonestack-Bestückung und mit ca. 320V Betriebsspannung bewährt, das bleibt so ;D - so ist er nämlich im Moment im Amp auch schon drin.

Naja, ich habe problemlos Marshall-Pläne gefunden, die die Spannungsangaben so enthalten wie ich sie gemacht habe. Außerdem wurden die Werte hier im Forum mal von Larry bestätigt. Aber egal, das kannst du natürlich machen wie du willst, ich wollte nur drauf hinweisen   ;)

Aber bei meiner Empfehlung, die Hochvolt-Versorgung der beiden Kanäle unnabhängiger zu machen bleibe ich. Ich habe mir vor einer Weile mal ziemlich einen abgebrochen, als ich das in einem Eigenbau nachträglich umbauen mußte...

Has du praktische Erfahrungen mit der Loop? Daß der Send-Regler Einfluß auf die Gesamtlautstärke des Amps hat fände ich für meine Zwecke unpraktisch, ist aber auch eine Frage von persönlichenen Präferenzen.

Nils H.

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#20
Zitat von: Firebird am Mai 04, 2010, 01:45
Naja, ich habe problemlos Marshall-Pläne gefunden, die die Spannungsangaben so enthalten wie ich sie gemacht habe. Außerdem wurden die Werte hier im Forum mal von Larry bestätigt. Aber egal, das kannst du natürlich machen wie du willst, ich wollte nur drauf hinweisen   ;)
nana, nich gleich beleidigt sein ;D, und keine Sorge, ich bin nicht beratungsresistent. Ich wollte lediglich klar machen, wo die Spannungen herkommen. Wenn man das mal nachrechnet, scheinen mir die Spannungen aber auch nicht unrealistisch, wenn man von  ~470V B+ zurück rechnet. Der Plan von Mark Huss war wie gesagt der einzige Plan vom JCM 800 / 2204, in dem ich überhaupt Spannungsangaben gefunden habe. Vielleicht kannst Du mir ja mit einem anderen Plan mal auf die Sprünge helfen. Ich habe irgendwo(?) gelesen, dass Marshall bei den Netztrafos relativ inkonsistent war, und wenn B+ dann halt mal 10 oder 20V geringer war, wirkt sich das ja auch auf die Spannungen im Preamp dramatisch aus.

Dem Larry-Hinweis bin ich auch mal nachgegangen; im 800er-Mod-Thread zitiert Olaf ihn wie folgt:
Zitat von: Duesentrieb zitiert Larry am Aug 21, 2008, 12:47
Assuming that your amp is a Mastervolume model with two Inputs and it's a bluesy tone you want to obtain with it, I'd recommend you a complete adjustment of your circuitry [...].

The supply voltages on the preamp tubes shouldt be:

- 290V...300V on V1
- 320V...330V on V2
- 345V...360V on V3

Ich lese das so, dass für einen "bluesy tone" die Spannungen in diesen Bereich gebracht werden sollen. Egal, wahrscheinlich werd ich mit den Spannungen eh ein wenig rumspielen müssen.

Zitat von: Firebird am Mai 04, 2010, 01:45
Aber bei meiner Empfehlung, die Hochvolt-Versorgung der beiden Kanäle unnabhängiger zu machen bleibe ich. Ich habe mir vor einer Weile mal ziemlich einen abgebrochen, als ich das in einem Eigenbau nachträglich umbauen mußte...

Vom Aufbau her nimmt sich das nicht viel so wie ich mir bisher das Layout vorstelle. Es ist aber sicherlich von Vorteil, wenn die Spannung im Clean-Kanal von den Verhältnissen an V2 und V3 unabhängig sind, von daher: D'Akkordeon, wie der Lateiner sagt ;D.

Zitat von: Firebird am Mai 04, 2010, 01:45
Has du praktische Erfahrungen mit der Loop? Daß der Send-Regler Einfluß auf die Gesamtlautstärke des Amps hat fände ich für meine Zwecke unpraktisch, ist aber auch eine Frage von persönlichenen Präferenzen.

Jepp, habe ich. Die Loop ist in der Ausführung in meinem D-Style-Amp drin. Dass der Send Einfluss auf die die Gesamtlaustärke des Amps hat, lässt sich bei einer seriellen Loop doch gar nicht vermeiden... Die Pegelanpassung am Send beeinflusst doch immer die Lautstärke des ganzen Amps. Mit dem Regler an Stelle eines festen Spannungsteilers bin ich halt flexibler und kann den Pegel, abhängig von den Einstellungen im Preamp, optimal an die Geräte im Loop anpassen. Für mich kein Problem. Wenn man die Loop schaltbar machen wollte, müsste man halt vor dem Send Level umschalten. Ich hab die Loop nicht schaltbar gemacht, weil ich das nicht brauche.

Gruß, Nils

Firebird

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Hi Nils,

bin nicht beleidigt, keine Sorge, so schnell geht das nicht  :bier:

Hier ist der Plan mit den Spannungsangaben:

http://www.drtube.com/schematics/marshall/jcm800pr.gif

Lustig, dass bei der 50 Watt Version niedrigere Spannungen verwendet wurden  ::)

Den Beitrag von Larry den ich meinte habe ich auch wieder gefunden:

http://www.tube-town.de/ttforum/index.php/topic,9449.msg84065.html#msg84065

Grüße
Fb

Nils H.

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Alles klar, jetzt wird mir klar, wo die Unterschiede herkommen. Im dem von Dir verlinkten Plan sind nach der Choke 2x 10k eingezeichnet, der JCM im Plan von Mark Huss (und den '88er Plänen auf drtube.com) hat dort nur einmal 10k, das macht natürlich ordentlich was aus. Kein Wunder, dass da 60V Unterschied am PI herrschen.

Gruß, Nils

Nils H.

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Moin,

da ich keinen Platz für zwei Eingangsbuchsen (Low Gain / High Gain) habe, kam mir die Idee, das per Relais zu schalten. Ich habe mal in meinen Plan ein Relais (plus einen 2M2, damit das Gitter von V2A nicht in der Luft hängt) eingezeichnet, dass den Input entweder auf den GS der ersten Stufe oder vor das 470k/470p Netzwerk vor der zweiten schaltet. Jetzt ist ja wohl der Hi Input lauter als der Low, oder? Wie mache ich am Besten die Anpassung? Funktioniert das mit 'nem einfachen Widerstand vorm Channel Volume, der im "Low-Modus" kurzgeschlossen wird (siehe Anhang, R70)?

Gruß, Nils

zu4lu

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Zitat von: Eddy Current am Mai 02, 2010, 11:14
Tops stapeln sich besser und sind Familienkompatibler. Alles schwarz und einige im Proberaum. Dann merkt sie nicht, wenn mal wieder Zuwachs ist.  ;)

;D ;D ;D ;D ;D ;D ;D ;D ;D ;D ;D ;D ;D
lg Michael

Joachim

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Servus!

Zitat von: Firebird am Mai 04, 2010, 03:33
Lustig, dass bei der 50 Watt Version niedrigere Spannungen verwendet wurden  ::)

Ja, deswegen klingen die 50er auch anders :). Der 2204 ist tendenziell weicher als ein 2203. Mir gefallen da die 100 Watter (beim 2203/04) deutlich besser, ist aber Geschmackssache. Vielleicht probierst Du mal alternativ aus, was Du lieber magst. Das kriegt man ja durch austauschen von 1-2 Widerständen ganz gut hin.

Viele Grüße,
Joachim
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Joachim

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Zitat von: Joachim am Mai 05, 2010, 08:13
Das kriegt man ja durch austauschen von 1-2 Widerständen ganz gut hin.

Eins muss ich hier noch anmerken, weil das Anpassen der Spannungen über Widerstände auch weiter oben schonmal angesprochen wurde. Natürlich macht man das Netzteil durch einen Vorwiderstand weicher. Wenn Du einen Trafo verwendest, der direkt die niedrigere Spannung liefert, ist das Netzteil natürlich immer stabiler. In der Vorstufe ist das nicht ganz so dramatisch, aber trotzdem hörbar. Auch werden die Elkos über Vorwiderstände natürlich langsamer geladen, bzw. je nach Vorwiderstand nicht vollständig geladen. Ich bevorzuge da eher stabilere Netzteile. Aber auch das ist Geschmackssache :)

Grüße,
Joachim
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Nils H.

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Moin,

ich denke, das wird bei meinem Netzteil einigermaßen im Rahmen bleiben. Ich muss von den Schirmgittern zum PI nicht ganz so heftig runter wie beim Original, so dass meine Widerstände im Netzteil kleiner ausfallen; ich muss ca. 25V loswerden, beim 2204 sind das immerhin 130V. Insofern mache ich mir über die Weichheit des Netzteils (noch) keine Sorgen.

Demnächst fange ich an mit dem Layout für das vorhandene Chassis, paralell dazu werde ich wohl am WE den Lötkolben schwingen und den Organspender-Amp preamp- und netzteilmäßig entkernen.

Gruß, Nils

darkbluemurder

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Hallo Nils,

ist das eigentlich dieser Amp hier, der jetzt umgebaut werden soll?

http://www.tube-town.de/ttforum/index.php/topic,10350.0.html

Viele Grüße
Stephan
Bauten
Chieftain, HoSo56, Cleartone, Dirty Shirley, CJ 11, Junior Chief, Peggy 40

Conversions
Marshall 1959 SLP RI zu Minimalist HRM, Fender Bassman zu Mark Overdrive Special, Marshall 100W JMP zu Fat BE100, Marshall JTM 45 Reissue zu Dirty Daisy; Guyatone Bassman zu Basstonemaster

Nils H.

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