Gridstoper vor Gitterableitwiderstand?

Begonnen von _peter, Jan 27, 2013, 02:25

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Hardcorebastler

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Hallo Peter,
wie viel dB Dämfung hast du raus bei 20kHZ und einem R4 (Innnenwiderstand Treiber) von 10k,
GS 5k, GA 100 k ?

Gruss Jörg

Stefan_L_01

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Zitat von: Hardcorebastler am Feb 01, 2013, 11:02
zur Lage des Gridstopper ,
das Ganze ist ein frequenzabhängiger Spannungsteiler , bestehend aus dem Innenwiderstand der Treiberröhre (RT), dem Gitterableitwiderstand (GA), parallel dazu wirkend die Kapazität (C) der Röhre und der in Reihe zum Innenwiderstand der Treiberröhre liegenden Gridstopper (GS) .
Je kleiner der Innenwiderstand des Treibers zur Last ist (hier gebildet aus C und GA), desto später setzt der Frequenzabfall ein .
Liegt der  GS in Reihe mit dem Innenwiderstand des Treibers vor dem GA, so erhöht sich unnötigerweise der Innenwiderstand des Treibers,
hätten wir keine kapazitive Belastung wäre es ein ganz normaler , frequenzunabhängiger Spannungsteiler
Gruß Jörg
Entscheident düfte für die Verstärkung der Röhre aber doch nur die Spannung am Gitter sein (Strom spielt doch eher keine Rolle), insofern müsste es doch dort auch zu einem ganz normalen RC Spannungsteiler Effekt kommen?

btw: Wie lötet ihr den Widerstand an den Sockel (Endstufe, Vorstufe)? Einseitig freihängend? Wenn ja, kann der nicht durch Schwingungen irgendwann mal abbrechen?


Nils H.

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Moin,

Zitat von: Stefan_L_01 am Feb 03, 2013, 01:09
btw: Wie lötet ihr den Widerstand an den Sockel (Endstufe, Vorstufe)? Einseitig freihängend? Wenn ja, kann der nicht durch Schwingungen irgendwann mal abbrechen?

ich mach das an Oktal- und Novalfassungen gleich. Erst mal nehme ich einen mechanisch belastbaren Widerstand - normalerweise Beyschlag 1W, obwohl hier 0,6 oder 0,25W ausreichen. Das obere Bein kürze ich etwas und biege es mittels einer Rundzange zu einer kleinen Öse, die später die Zuleitung aufnehmen kann. Das andere Bein biege auf passender Länge zu einem "V", kürze den überstehenden Rest des Beins so ein, dass man das "V" später zusammen kneifen kann und fädele es durch den Lötstützpunkt an der Fassung und - genau - kneife es mit einer Zange zusammen. So hat der Widerstand schon mal eine gute mechanische Verbindung zum Fassungspin. Anschließend verlöte ich den Widerstand mit der Fassung, dann überziehe ich den gesamten Fassungspin bis etwas auf die Hälfte bis drei Viertel mit einer oder zwei Lagen festem Schrumpfschlauch - die Sorte, die nach dem erhitzen relativ hart wird. Die Verbindung zwischen Fassung und Gridstopper ist auf diese Art sehr stabil, und (leider) muss man schon ziemlich rabiat zur Sache gehen, um den wieder ab zu bekommen - doof, wenn man den Gridstopper tauschen muss, weil man sich im Wert vertan hat oder den Frequenzfilter (zusammen mit der Millerkapazität) verändern will.

Gruß, Nils

async

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Zitat von: Stefan_L_01 am Feb 03, 2013, 01:09
btw: Wie lötet ihr den Widerstand an den Sockel (Endstufe, Vorstufe)? Einseitig freihängend? Wenn ja, kann der nicht durch Schwingungen irgendwann mal abbrechen?

Mit sowas zB.:

http://www.tube-town.net/ttstore/product_info.php/info/p919_Loetleiste-2-1-Kontakte.html

Einfach an den Halteschrauben der Röhrenfassung anbringen und den Widerstand zwischen
Fassung und Lötleiste einlöten...

Doublecut

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Hi,
genau wie async sagt
Grüße, Robert

jacob

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Hi,

es geht halt nun mal nichts über solch eine "Elektro- mechanische", saubere Lösung... und es kostet ja auch wirklich nur ein paar Cent mehr  ;D

Gruß

Jacob
Der Unterschied zwischen Theorie und Praxis ist grundsätzlich in der Praxis größer als in der Theorie. (Unbekannt)

Ein Mensch, der spürt, wenn auch verschwommen, er müsste sich, genau genommen, im Grunde seines Herzens schämen, zieht vor, es nicht genau zu nehmen. (Eugen Roth)

Nils H.

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Zitat von: jacob am Feb 03, 2013, 11:38
Hi,

es geht halt nun mal nichts über solch eine "Elektro- mechanische", saubere Lösung... und es kostet ja auch wirklich nur ein paar Cent mehr  ;D

Gruß

Jacob

Machanisch ist das die beste Lösung, aber sie kostet Platz. Nicht dass ich mich verteidigen müsste (obwohl in Deinen bewusst provokativen Antworten immer ein Stück "wer's nicht so macht stinkt und wählt FDP" mitschwingt ;D ), aber in meinem Dreikanaler mit seinen sechs Vorstufenfassungen und entsprechend vielen Gridstoppern hätte ich keine Lötleiste unterbringen können. Mechanisch ist meine Lösung absolut stabil, allerdings würde ich sie auch nicht in einem hängenden Chassis verwenden. In der typischen Topteilmontage, wo die Gridstopper dann noch nach unten hängen, ist das aber unproblematisch. Die auftretenden Momente sind meiner Einschätzung nach zu vernachlässigen.

Meine Methode hat einen weiteren Vorteil: Sie nutzt die dritte Dimension aus, um die empfindlichen Gitterleitungen weg von Störenfrieden zu bekommen, z.B. am Chassisboden verlegten AC-Heizleitungen.

Gruß, Nils

jacob

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Moin Nils,

nur keine Panik!
Ich will Dir mit meinen Antworten wirklich kein schlechtes Gewissen machen  :angel:

Es geht doch hier im Forum nur darum, verschiedene Methoden einer "Problemlösung" aufzuzeigen.
Jeder kann und wird das letztendlich doch so machen, wie er es für richtig hält  :topjob:

Gruß

Jacob 
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Nils H.

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Zitat von: jacob am Feb 03, 2013, 12:03
Ich will Dir mit meinen Antworten wirklich kein schlechtes Gewissen machen  :angel:

kannste gar nich... ich hab sowas nicht  :devil: .