British Sound für 12" Princeton

Begonnen von ferdi, Apr 25, 2013, 12:00

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ferdi

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Aloha.

Mein 12" Princeton klingt mit dem WGS G12C zwar sehr fendrig, aber er gefällt mir insgesamt deutlich besser mit einem G12H30 Anniversary. Ist einfach mehr "mein Sound" ... der G12H ist sozusagen mein Leib- und Magenspeaker. Bitte keine Grundsatzdiskussionen der Sorte "wie kannst du in einen Princeton was anderes als nen Jensen ..."   ihr sprecht mit jemandem, der in die 2x12 seines Marshall 18W Türmchens zu einem G12H (nach Dirks Rat) einen Jensen Electric Lightning gesetzt hat (Live-Test steht noch aus).

So - der G12H, der im Princeton so gut geklungen hat ist also in genannter 2x12 verbaut und ich suche einen neuen Brit-Speaker für den Prinzen. Mit dem WGS G12C habe ich die Bässe immer voll auf (Richtung Vollgas muss ich sie zurücknehmen) und die Höhen maximal in Mittelstellung. Mit dem G12H war ich flexibler. Höhen und "sparkle" hat der Amp von sich aus genug, untenrum fehlt es etwas.
Ich dachte daher insgesamt an den Reaper 55.

Hm?

Gruß, ferdi

jacob

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Rote Amps klingen besser!
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Hi Ferdi,

kann ich verstehen, ich habe auch mal einen G12H30 (55Hz) in einen Deluxe Reverb eingebaut- Hammersound! War allerdings kein neuer, sondern ein originaler "Pre Rola".

Was ich nicht so ganz verstehe:
wenn Dir der Sound des Speakers doch so gut gefällt, weshalb kaufst Du denn nicht einfach noch einen für Deinen Princeton?
Da weisst Du doch schon im Vorfeld, was Du bekommst und musst nicht endlos rumprobieren / vergleichen ;)

Gruß

Jacob
Der Unterschied zwischen Theorie und Praxis ist grundsätzlich in der Praxis größer als in der Theorie. (Unbekannt)

Ein Mensch, der spürt, wenn auch verschwommen, er müsste sich, genau genommen, im Grunde seines Herzens schämen, zieht vor, es nicht genau zu nehmen. (Eugen Roth)

ferdi

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Darauf, jacob, habe ich keine gute Antwort, nur eine schlechte bzw Standard-Antwort: das ewige Suchen nach Quäntchen "noch besser". Der G12H, der drin war, war ein 75Hz. Ob ein 55Hz besser und wenn ja wieviel besser und geiler, ja, das ist die Frage.

Nils H.

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Das ist doch reine Geschmacksfrage, das kann Dir keiner befriedigend beantworten. Da gibt's nur zwei Möglichkeiten: Ausprobieren oder lassen.

Zitat von: ferdi am Apr 25, 2013, 12:54
das ewige Suchen nach Quäntchen "noch besser".

Um mal etwas philosophisch darauf zu antworten: Ein Problem unserer Zeit, wie ich finde. Wir verschwenden zu viel Zeit mit Detailfragen unseres Equipments und der Technik im Allgemeinen und zu wenig darauf, mit dem, was wir haben, kreativ gute Musik zu machen. In vielen Bereichen haben wir zu viele Möglichkeiten, die uns in der Kreativität mehr behindern als fördern.

Mein Fazit: Einfach mal einen Paradigmenwechsel machen, eine Entscheidung treffen, damit leben und dann sich auf das beschränken, was man kennt und hat, und damit die beste Musik machen, die man kann  ;) .

Oder halt einen Speaker nach dem anderen kaufen, ausprobieren und wieder verkaufen, um dann am Ende doch den zu nehmen, den man die ganze Zeit haben wollte  ;D .

Gruß, Nils

ferdi

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Hi Nils, im Grunde ja, in meinem Fall nein.
Ich verwende deutlich mehr Zeit mit Gitarre üben und spielen und proben und auftreten als mit Erquickment-Feintuning. Am meisten Zeit verbringe ich mit Üben von Neuem, neue Licks, tiefere Checkung von Theorie usw.

Ich bin "nur" dabei, für verschiedene Giggrößen jeweils passende Anlagen zu haben. Die dazugehörigen Amps klingen aber alle anders und bei jedem Pegel hört man auch anders. Ich möchte ungern in verschiedenen Location völlig anders klingen, und die "ein Amp für alles"-Lösung ist keine ... zu weit zugedreht klingt immer scheiße. Nach einem Vierteljahrhundert Ausprobiererei weiß ich das ganz sicher. Also:

JTM45 + REX2x12 für groß (mit zwei G12H)
18W TMB Top + Brit 2x12 für mittel (zZt ein G12H, ein Jensen EL)
Princeton für klein und leise. Es wäre toll, bei erhöhter Gesprächslautstärke einen möglichst satten Sound zu erzielen, die Frage ist nun: G12H oder Clone in 75 oder 55Hz. Und die Antwort ist wohl "ausprobieren".

ferdi

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jacob

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Bin mal gespannt, wie der sich im Princeton im Vergleich zu Deinem G12H / 75Hz Anniversary macht!

Gruß

Jacob
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ferdi

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Hi, der WGS Reaper 55 klingt weniger warm und rund und nur ein Stück bassiger als der G12H Anniversary. Dass die Höhen milder sind, kann ich nicht sagen, weniger prominent sind sie, aber DA sind sie auch :) Alles Eindrücke der ersten halben Stunde Gedudel zu Hause, mit fast voll aufgedrehtem Prinzen. Da verändert sich bestimmt noch deutlich was. Mal gucken, wie er sich in der Band macht.

ferdi

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Ich habe nun seit einigen Tagen einen WGS Blackhawk in dem kleinen Princeton. Die beiden passen sehr gut zueinander, "perfect match" mit meiner maple neck Strat, wobei beim Prinzen Bass&Treble in Mittelstellung bleiben, Volume etwa auf 1 bis 2 Uhr ... der Prinz hat ja nur 12W.
Für kleine, leise Kneipengigs bestimmt eine gute Kombi. Im Vergleich zum Reaper 55 sind die warmen Mitten, die da fehlten, wieder da, dazu auch sehr volle Bässe und betontere Höhen. Betont schöne Cleansounds - das konnte der Reaper nicht so gut - und bei festem Anschlag ne Schippe britischer Schmutz.