Extrem lautes Störgeräusch bei erstem Amp

Begonnen von Rockin High Voltage, Dez 31, 2013, 04:19

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Rockin High Voltage

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Hallo Profis,

mein Vater und ich haben einen Marshall 2204 geklont.
Mein Vater ist Elektriker und sehr technisch fit, jedoch ist Tontechnik Neuland.

Leider haben wir folgendes Problem. Beim Umschalten des Standbyschalters kommt ein extrem lautes Brummen aus der Box.
Allerdings ohne angeschlossenes Instrument.

Fehlerverlauf:

1) Erstes Einschalten ohne Instrument. Lautes Brummen mit Box. Kurven am Oszilloskop sichtbar.

2) Die beiden schwarzen Kondensatoren auf C19/C20 ausgelötet und umgedreht. Vermutung Pole falsch herum.

3) Lastwiderstand an Ausgang montiert, paralell mit Box. Dann klang der Amp schon sehr ordentlich. Dann Lastwiderstand abgeklemmt und nur über Box betrieben. Wieder ein sehr ordentlicher Klang. Wobei auffällig war, dass die rechte EL34 Röhre mehr glühte als die linke.
Die Freude war groß.

4. Nächster Tag: Eingeschaltet. Brummen wieder da. Die linke EL34 war defekt. Röhren getauscht. Brummen immer noch da.
Dann kurzzeitig Brummen weg, jedoch kommt beim Spielen nur ein ganz dünner, krächziger, höhenlastiger Ton.
Außerdem kommt kein Signal am Oszilloskop an.

5. Brummen wieder da.

Wär cool wenn ihr ne Ahnung hättet, wo der Fehler liegen könnte. ;)


Alex78

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Hi!

Sind möglicherweise die beiden erwähnten Kondensatoren (Elkos?) beschädigt worden?
Was an der heller glühenden Endröhre hat denn heller geglüht? Der Heizfaden oder die Anode? Ist die Röhre vielleicht jetzt defekt?
Wie war denn der Ruhestrom eingestellt? Wie ist der Ruhestrom jetzt?

Gruß
Alex

Striker52

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Hallo "Namenloser Neuling, der sich nicht vorstellt",
Ahnung hätten hier wahrscheinlich viele, aber unsere Jedi-Kräfte, die uns auf magische Weise und über größte Entfernungen Einblick in den Aufbau und die Verdrahtung von fremden Verstärkern gewähren, scheinen zurzeit aufgrund einer massiven Störung der Macht blockiert zu sein.
Möge dieselbe trotzdem mit dir sein,
Axel

Rockin High Voltage

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Hallo,

na dann hol' ich das doch mal nach. Ich bin der Chris. ;)

@Alex

1) Dass das was mit den Elkos zu tun hat ist fraglich. Wir haben sie jetzt öfters umgedreht.
    Außerdem gings zwischendurch ja und der Fehler trat von Anfang an auf.

2) Bei den ungleich heißen Röhren, waren die Heizfäden optisch gleich. Das Anodenblech glühte allerdings rechts sehr viel mehr.
    Am nächsten Tag war die linke defekt. Röhren haben wir aber dann getauscht. Fehler immer noch da.

3) Wie der Ruhestrom eingestellt ist, weiß ich morgen mehr

Habe hier mal zwei Bilder von unserer Konstruktion angehängt. Vllt. fallen optisch schon mal ein paar potentielle Fehlerquellen auf. 
 

Alex78

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zu 1: Elkos können kaputt gehen, wenn man sie falsch rum unter Spannung setzt.

zu 2: Anodenbleche sollten überhaupt nicht glühen. -> Ruhestrommessung.

"Potentielle Fehlerquelle" sind die viel zu langen Kabel, die alle mehr oder weniger parallel verlaufen.
Stichworte Übersprechen, Schwingen (nicht mechanisch).
Ob etwas falsch angeschlossen ist, kann man mit diesen Bildern und dieser Art der Verdrahtung nicht beurteilen. 

Ein überschaubareres Projekt wäre für den Anfang -trotz Elektrikervater- sicher sinnvoller gewesen.

guitarthunder

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#5
Hi
Ich finde das ganze hat so einen Provisorum-Charakter.Trafos von Ingo,Kondensatoren aus der Apotheke aber Plastepotis und Schlabberchassis. Da wäre es auf die paar Euros nicht angekommen. Auch ein Eyelet-oder Turretboard kostet kein Vermögen.Ein paar Distanzbolzen ins Chassis und man kann die Leitungslänge optimieren. Der Schutzleiter muss an eine eigene Schraube und nicht an den Trafo. Heizungsleitungen gehören verdrillt.Verschiedene Leitungsfarben machen den Salat übersichtlicher. Kopf nicht hängen lassen.Wird schon.

Gruß Michael

chipsatz

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Hm.. mal ne dumme Frage:

wo ist denn eigentlich der AÜ? Oder hab ich schon zuviel Silvester-Sekt...

Gruß mike

cca88

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Zitat von: Rockin High Voltage am Dez 31, 2013, 05:46
Hallo,

na dann hol' ich das doch mal nach. Ich bin der Chris. ;)

@Alex

1) Dass das was mit den Elkos zu tun hat ist fraglich. Wir haben sie jetzt öfters umgedreht.
    Außerdem gings zwischendurch ja und der Fehler trat von Anfang an auf.

2) Bei den ungleich heißen Röhren, waren die Heizfäden optisch gleich. Das Anodenblech glühte allerdings rechts sehr viel mehr.
    Am nächsten Tag war die linke defekt. Röhren haben wir aber dann getauscht. Fehler immer noch da.

3) Wie der Ruhestrom eingestellt ist, weiß ich morgen mehr

Habe hier mal zwei Bilder von unserer Konstruktion angehängt. Vllt. fallen optisch schon mal ein paar potentielle Fehlerquellen auf. 


Chris,

ich bin im Moment nicht sicher, ob das Ganze ein Spaßposting ist, oder nicht...

Auf jeden Fall stellt es mir alle Haare zu Berge...

Abgesehen von dem Provisoriumsaufbau - der geht gar nicht. Wollt Ihr euch umbringen?

Nur kurz so was ähnliches wie Fakten:
Mir scheint das unterschiedliche "Leuchten" der EL34. Die Anodenbleche sollen GAR NICHT glühen. Schon gar nicht wie eine Supernova. Ihr habt die erste gehimmelt, die zweite war wahrscheinlich nicht weit davon weg.

Bei den Kabellängen und dem Aufbau ist es reiner Zufall, daß da überhaupt was halbwegs vernünftiges rauskommt. Die Leitungsverlegung ist bei unseren hochohmigen Schaltkreisen das A & O

Elkos mal so "Umpolen", zeigt leider dass die Basics fehlen. Falsch einbauen und Fehler korrigieren - OK; aber "Rumprobieren". :o
Da sollte laut Schaltplan negative Spannung sein. der Minuspol gehört dann wo hin?


In eurem Fall zu helfen das Projekt weiterzutreiben. Ich weiß nicht...

Mein Rat - ein Kit kaufen; viel lesen - Sicherheitsaspekte lernen, alte Amps analysieren, Sinn und Unsinn von Aufbauten (und Gehäusen) verstehen. Vielleicht erstmal einen Champ oder ein LoW-Kit bauen. Wenn die Grundlagen verstanden sind, dann weiter

Nix für Ungut -

Grüße

Jochen

Alex78

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Zitat von: chipsatz am Jan 01, 2014, 02:35
Hm.. mal ne dumme Frage:

wo ist denn eigentlich der AÜ? Oder hab ich schon zuviel Silvester-Sekt...

Gruß mike

Ach du dickes Ei!
Nee, Mike, hast du nicht.
Das fällt mir ja jetzt erst auf. Hab beim ersten hinsehen die Drossel für den AÜ gehalten. Aber in der Größe wär's ja bestenfalls ein 18W AÜ. Und mit nur zwei Anschlussdrähten....

Striker52

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Autsch! Aus der Nummer halt ich mich raus. Da fehlt's an mehr als an Basics!

Robinrockt

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Zitat von: Rockin High Voltage am Dez 31, 2013, 04:19

3) Lastwiderstand an Ausgang montiert, paralell mit Box. Dann klang der Amp schon sehr ordentlich. Dann Lastwiderstand abgeklemmt und nur über Box betrieben. Wieder ein sehr ordentlicher Klang.

??? ??? ??? ohne OT, war das jetzt schon die Lösung des Neujahrsrätsel oder wann wird aufgelöst?

Frohes Neues Jahr,
Robin
Gefangen vom Ton

guitarthunder

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Zitat von: chipsatz am Jan 01, 2014, 02:35
Hm.. mal ne dumme Frage:

wo ist denn eigentlich der AÜ? Oder hab ich schon zuviel Silvester-Sekt...

Gruß mike

Der ging nicht mehr aufs Bild,weil die Kabel so lang sind ;D.Prost Neujahr

Rockin High Voltage

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Ui, da gibts Anschiss! :-/

Wir werden uns in jedem Fall um einen Neuaufbau kümmern und die Verkabelung ordnungsgemäß anzulegen.
Über Tipps, Links ect. hierzu freuen wir uns sehr.
Unsere kabanisch improvisierte Testumgebung sollte halt für den Smoketest genügen, ob das Ding gleich abraucht oder sowas.

Zum Fehler...Es scheint sich etwas hochzuschaukeln. Das Brummen kommt auch wenn die Lautstärke ganz unten ist und nichts angeschlossen ist. Soeben haben wir es wieder geschafft einen ordentlichen Ton aus dem Amp herauszuholen. Doch dann kam das Brummen und Pfeifen wieder.

Ja auf jedenfall manchen wir uns jetzt daran, dass ganze neu aufzubauen.

cca88

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Zitat von: Rockin High Voltage am Jan 01, 2014, 02:48
Ui, da gibts Anschiss! :-/

Wir werden uns in jedem Fall um einen Neuaufbau kümmern und die Verkabelung ordnungsgemäß anzulegen.
Über Tipps, Links ect. hierzu freuen wir uns sehr.
Unsere kabanisch improvisierte Testumgebung sollte halt für den Smoketest genügen, ob das Ding gleich abraucht oder sowas.

Zum Fehler...Es scheint sich etwas hochzuschaukeln. Das Brummen kommt auch wenn die Lautstärke ganz unten ist und nichts angeschlossen ist. Soeben haben wir es wieder geschafft einen ordentlichen Ton aus dem Amp herauszuholen. Doch dann kam das Brummen und Pfeifen wieder.

Ja auf jedenfall manchen wir uns jetzt daran, dass ganze neu aufzubauen.

Bitte schafft Euch vorher wirklich die Basics drauf. Das "hochschaukeln" hat mir eher Ähnlichkeit mit dem letzten Aufbäumen bei der Behandlung mit einem Defibrilator.

Verpolte Kondensatoren können ganz übel explodieren.

möge Euer Leben auch in 2014 andauern und beschwerdefrei sein.

Grüße

Jochen

chipsatz

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Zitat von: cca88 am Jan 01, 2014, 02:55

Verpolte Kondensatoren können ganz übel explodieren.

Macht sich doch prima als Neujahrs-Böller ;D.

Im Ernst:
wenn ihr wirklich einen 2204-Klon bauen wollt, sollte auch der mechanische Aufbau 1:1 geklont werden. Dann funktionierts auch.
Ob die Elkos nach mehrmaligem Umpolen noch zu gebrauchen sind, wage ich zu bezweifeln.

Auf dem Bild fehlt mir aber immer noch ein Trafo, aber ich vermute mal der liegt irgendwo ausserhalb.

Beste Neujahrsgrüße,
mike