Erstprojekt Wild13

Begonnen von McSmart, Mär 17, 2016, 11:14

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McSmart

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Hallo Jochen,

weil ich nichts unversucht lassen wollte, habe ich alle Röhren eben nochmal ganz vorsichtig und nur durch hin und her wackeln (nicht mehr mit einer ganz leicht kreisförmigen Bewegung) aus den Sockeln gezogen. Alle Beinchen sind noch vollkommen gerade, aber das heißt natürlich nicht, dass die Röhren nicht doch durch den Zug bzw. Druck irgendwie beschädigt sind.

Bei dieser Gelegenheit habe ich einfach mal die beiden Vorstufenröhren getauscht (sind ja beides ECC83), und siehe da, der Amp gibt wieder Töne von sich. Jetzt ist mir aber aufgefallen, dass der Ton-Regler den Ton nur zwischen 7 Uhr (Anschlag-Stellung) und 9 Uhr verändert. Jenseits von 9 Uhr bis 5 Uhr bleibt der Ton gleich. Kann es sein, dass nur eine der Röhren einen Defekt hat? Ich habe den Amp und besonders die Ton-Regelung zuvor noch nicht genauer getestet. Der Ton-Regler stand erstmal immer auf 12 Uhr.

Gruß,
Jens

Dirk

Dirk M.
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Hallo,

gehe mal davon aus, dass die Röhren OK sind und der Fehler irgendwo anders zu suchen ist. Kalte Lötstelle, Kabelbruch, irgendwo etwas abgerissen... Such also eher mal in den Bereichen in denen Du gearbeitet hast.

Gruß, Dirk
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McSmart

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Okay, mache ich. Danke Dirk.

Gruß,
Jens

cca88

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Zitat von: McSmart am Apr 03, 2016, 06:59
Okay, mache ich. Danke Dirk.

Gruß,
Jens


...seh ich genauso wie Dirk


Grüße

Jochen

Dirk

Dirk M.
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Es ist Usus, dass wenn am Verstärker etwas nicht (mehr) geht, wie wild Spekulationen über mögliche Hardwaredefekte geäußert werden. Dass der Verursache des Problems in den meisten Fällen aber (mit dem Lötkolben in der Hand) vor dem Verstärker sitzt, wird immer gerne ausgeblendet. Ist zwar menschlich, aber das führt zu nichts.
Daher immer erst einmal an seinem eigenen Werk zweifeln und Fehler systematisch suchen.

Gruß, Dirk

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mceldi

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Jetzt wäre es interessant, ob es sich reproduzieren lässt, daß der Amp mal tönt, und mal nicht, wenn man die beiden ECC83 gegeneinander tauscht.

Just my Senf ...
John

cca88

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#36
Zitat von: Dirk am Apr 03, 2016, 08:01
Es ist Usus, dass wenn am Verstärker etwas nicht (mehr) geht, wie wild Spekulationen über mögliche Hardwaredefekte geäußert werden. Dass der Verursache des Problems in den meisten Fällen aber (mit dem Lötkolben in der Hand) vor dem Verstärker sitzt, wird immer gerne ausgeblendet. Ist zwar menschlich, aber das führt zu nichts.
Daher immer erst einmal an seinem eigenen Werk zweifeln und Fehler systematisch suchen.

Gruß, Dirk


....auch das seh ich genauso wie Dirk...


...und der Finger geht sofort auch  zur eigenen Nase - es ist wurscht, wie lange man schon an solchen Teilen rumfrickelt... Zu 95% sitzt meines Erachtens der Fehler vor dem Gerät...

Grüße

Jochen

PS: und Röhren halten normalerweise viel mehr aus, als man ihnen zutraut... Bloß Luft mögen sie nicht im Inneren

McSmart

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Zitat von: Dirk am Apr 03, 2016, 08:01
Es ist Usus, dass wenn am Verstärker etwas nicht (mehr) geht, wie wild Spekulationen über mögliche Hardwaredefekte geäußert werden. Dass der Verursache des Problems in den meisten Fällen aber (mit dem Lötkolben in der Hand) vor dem Verstärker sitzt, wird immer gerne ausgeblendet. Ist zwar menschlich, aber das führt zu nichts.
Daher immer erst einmal an seinem eigenen Werk zweifeln und Fehler systematisch suchen.

Gruß, Dirk

Hallo Dirk,

meintest Du mich damit? Eigentlich hatte ich klar zum Ausdruck bringen wollen, dass das neue Problem erst aufgetreten ist, nachdem der Verstärker bereits funktioniert hat und ich nochmal an vier Stellen nachgelötet bzw. die Röhren entfernt und wieder eingesetzt habe. Das hat nichts damit zu tun, dass ich einen Hardwaredefekt bei den gelieferten Teilen unterstellt habe. Ganz im Gegenteil. Wenn ein Hardwaredefekt vorliegen sollte, dann ist er höchstwahrscheinlich von mir verursacht worden.

Nun aber zurück zum Thema.

Ich habe die beiden ECC83-Röhren nochmals zurückgetauscht, und der Verstärker funktioniert nun auch so wieder. Ich verstehe es nicht, was da zwischenzeitlich falsch war, weil die Röhren immer bis zum Anschlag und ganz gerade in den Sockeln steckten. Aber dem kann man sicher auch nur schwerlich auf den Grund gehen. Wie dem auch sei, zum Glück verstärkt der Verstärker wieder  :guitar:

Leider habe ich die Ursache für das vermeintliche Problem mit der Tonregelung noch nicht finden können. Das Ton-Poti schein korrekt zu funktionieren: zwischen den beiden äußeren Pins hat es 423 kOhm. Zwischen dem Pin, an dem der Kondensator angelötet ist, und dem mittleren Pin ändert sich der Widerstand über den ganzen Regelbereich von 1,4 Ohm bis 423 kOhm. Den Kondensator habe ich (bei Ton-Poti auf 7 Uhr) mit 0,0288 Mikrofarad gemessen. Ich habe auch alle Kabel/Lötstellen an und um die Ton- und Volume-Potis auf Durchgang geprüft. Da konnte ich auch keinen Fehler feststellen.

Hat noch jemand einen Hinweis für mich?

Gruß,
Jens

Striker52

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Hallo Jens,
die Funktion der Tonregelung in diesem Amp ist wie folgt:

1.) Ton-Poti gemäß Schaltplan auf Linksanschlag: Der Kondensator ist zwischen die beiden Signalleitungen zu den Endröhren geschaltet. Der Kondensator ist für Höhen durchlässig. Da die beiden Signale in den Zuleitungen gegenphasig sind, löschen sich die Höhen aus.

2.) Ton-Poti auf Rechtsanschlag: Jetzt liegt der Widerstand des gesamten Potis (500k) zwischen den beiden Signalleitungen, und es wird nichts ausgelöscht.

Der Wert des Kondensators ist laut Schaltplan 0,0022µF = 2,2nF. Dein Messwert ist um Faktor 14 zu hoch. Entweder hast du falsch gemessen/abgelesen oder der C hat den falschen Wert. Dann wäre der Ton bei Linksanschlag aber ziemlich dumpf. Die gemessenen 423k für das Poti sind zwar 15% zu niedrig, aber das ist noch in Ordnung.

Wenn mit dem richtigen Wert des C der Regelweg unbefriedigend ist, kannst mal ein Poti mit logarithmischer Regelkurve probieren.

Gruß Axel

McSmart

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Hallo Axel,

vielen Dank für Deine Erklärungen!

Ich denke(!), dass ich richtig gemessen habe, denn auf dem Kondensator lese ich ".022 µF" (beigefügtes Bild). Da alle anderen Kondensatoren aus dem Bausatz genau wie im Schaltplan waren, habe ich hier beim Einbau des letzten Kondensators vielleicht nicht richtig hingeschaut und geprüft  ???

Viele grüße,
Jens



Striker52

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Hallo Jens,
der C auf dem Foto ist laut Beschriftung um Faktor 10 größer als er laut Schaltplan (Version 1.12 hier im Shop) sein sollte. Besorg dir den richtigen C mit der gleichen Spannungsfestigkeit und bau den ein. Du solltest einen drastischen Unterschied bemerken.
Gruß Axel

McSmart

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Dann habe ich die Beschriftung richtig verstanden :)
Ich werde mir den richtigen morgen besorgen und dann hier berichten.

Danke und viele Grüße,
Jens

Dirk

Dirk M.
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Zitat von: McSmart am Apr 04, 2016, 05:56
meintest Du mich damit?

Wenn du Dich angesprochen fühlst, dann meine ich auch Dich damit.

Ich zitiere aus einem vorhergehenden Posting:
"Jenseits von 9 Uhr bis 5 Uhr bleibt der Ton gleich. Kann es sein, dass nur eine der Röhren einen Defekt hat?!"

Hier geht gleich die Spekulation los in Richtung Röhre.

Mir scheint aber eher ein Problem am Sockel vor zu liegen, weshalb ich diesen mal näher untersuchen würde ob vielleicht auch ein Kontakt im Inneren des Sockels verbogen ist.

Und ja, die Röhren sitzen straff in den Sockel. Das ist richtig so und das ist auch gut so.

Gruß, Dirk
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Zitat von: McSmart am Apr 04, 2016, 07:21
Dann habe ich die Beschriftung richtig verstanden :)
Ich werde mir den richtigen morgen besorgen und dann hier berichten.

Danke und viele Grüße,
Jens

Hi, gibt's schon einen neuen Stand?
Gruß Axel

McSmart

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#44
Hallo Axel,

jein. Ich habe gestern dem Verkäufer bei der blauen Elektronikkette die Daten des benötigten Kondensators genannt und einen bekommen. Allerdings hat er eine andere Bauform und ist wohl nur für 600V statt 630V. Ich habe ihn aber trotzdem eingebaut wie auf dem angehängten Foto zu sehen.

Das Ergebnis ist allerdings, dass die Tonregelung nun überhaupt keine Änderung mehr am Ton bewirkt.

Da ich nicht weiß, ob an dem Kondensator, den ---- mir verkauft hat, etwas anders ist als erforderlich, habe ich heute Tube-Town gebeten, mir den zum Bausatz gehörenden korrekten C10 nachzuschicken. Das machen sie natürlich auch gerne.

Gruß,
Jens