Bass-Amp Opamp mit Class-D Endstufe brummt

Begonnen von chaccmgr, Aug 10, 2016, 03:04

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chaccmgr

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YaBB God
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Hi,

ich habe gerade einen Bass-Amp fertig, der leider bei höheren Lautstärken brummt (brummt immer nur wenn er leise ist hört man es kaum). Der Preamp über DI ins Pult ist rel. sauber, über die Endstufe/Box brummt es so, dass es nicht tolerabel ist. Habt Ihr Ideen, woran es liegen kann?

Topologie
- Netzteil Hypex SMPS400-180
- Poweramp-Modul: Hypex UCD 180 HG
- Aux Versorgung Preamp von diesem Netzteil aus, auf der Preamp Platine werden die Rohspannungen aus dem Netzteil (+-21V) für den Preamp stabilisiert auf +-15V
- Preamp auf Basis Opamps:
Eingangsstufe - Contour-Schaltung (analog Ultra Low bei Ampeg) - Gain - Treiber Tone-Stack - Baxandall-Tone-Stack passiv - aktive Mittenregelung à la Ampeg mit TL016 als Spule - Aufholstufe - Master Vol - Aufspaltung Signal zu bal. Out zu Endstufe über Opamps und zu balanced Out über einen Line-Trafo mit Pegel-Regler davor zum Pult.

Massekonzept:
Alle Massen im Preamp gehen zu GND des Preamp Netzteils, von dort weiter zum Hauptnetzteil. Die Hypex-Modulmasse geht auch zum Hypex Netzteil gem. Manual

Schirm bal. Out zur Endstufe an der Endstufe angeschlossen
Schirm bal. Out nach dem Line-Trafo über GND-Lift Schalter zu Anti-Brumm-Netzwerk (10R/100n) an Chassis

ein Aufdrehen des Gain-Reglers verändert den Brumm nur minimal
ein Aufdrehen des Master sehr stark.

Eigene Ideen:
- Der Signal-input ist nicht geschirmt, könnte ich noch probieren
- um den Master sind einige Leitungen nahe beieinander: Master Vol., DI-Level, LED, Line-Out, PE-Verbinung der Frontplatte zum eignetlichen PE. Wie wahrscheinlich ist es, dass hier Brumm einstreut? Wo sollte der herkommen?
- Layout Hypex-Module. Sind die zu nah beieinander? Der gleiche Aufbau mit einer anderen Vorstufe lief schon mal brummfrei. Im Hypex Manual sind die beiden auch nahe beieinander.

Mehr Ideen habe ich nicht.
Ich freue mich über Euren Input

Danke und Grüße
Robert
Liebe Grüße
Robert

chaccmgr

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YaBB God
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Tja, im Tube-Town Forum über Transenamps schreiben.... :(

Vielleicht erbarmt sich noch einer mit einer Idee?

Folgendes habe ich selbst mittlerweile unternommen:
- Input geschirmt, etwas weniger Brumm aber immer noch zu stark.
- Preamp von Endstufe abgelötet und gelauscht: Die Endstufe ist mäuschenstill, der Brumm kommt aus dem Preamp.

Grüße
Robert
Liebe Grüße
Robert

loco

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YaBB God
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hallo,

hast du alle In-Out-Buchsen in isolierter Ausführung verwendet und lediglich eine
Verbindung von Schaltungsmasse zum Chassis?

Gruß, loco

chaccmgr

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YaBB God
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Hi loco,
ja, Buchsen sind isoliert.

Die Stromversorgung nutzt einen Aux-Ausgang des Netzteils des Class-D Moduls. Dieses liefert +/- 21V und GND, die Rohspannungen werden auf der Preamp-Platine auf +/-15V stabilisiert/geregelt. GND zieht sich von der Aux-Versorgung durch um die Referenz zu den Betriebsspannungen zu erhalten.

GND des Class-D-Modul-Netzteils liegt einmal auf Chassis.

Grüße
Robert
Liebe Grüße
Robert

chaccmgr

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YaBB God
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Frage zum Massekonzept auf der Preamp-Platine:

bei Effekten habe ich gerne eine umlaufende Masseleitung (wie ein Rahmen um die Schaltung), wo das auch gut funktioniert und kurze Wege von den Bauteilen zur Masse ergibt.

Das Gleiche habe ich auch hier gemacht, wobei das Gehäuse geerdet ist. Könnte ich mir damit eine Brummantenne gebaut haben? Wenn ja, reicht es dann aus, den Loop an einer Stelle zu durchtrennen, solange links und rechts jeweils eine funktionierende Masse bleibt?

Grüße
Robert
Liebe Grüße
Robert

loco

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YaBB God
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hallo,

ein vollständig geschlossener Rahmen ist ungünstig.

Gruß, loco

chaccmgr

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YaBB God
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Hi,
die Baustelle existiert leider immer noch. Ich habe eine neue Platine machen lassen ohne umlaufenden Rahmen für die Masse, leider ohne Veränderung.

Der Schirm des Gitarrenkabels geht nahe der Input-Buchse auf Signalmasse des Preamps. Ich habe mal versucht, den Schirm direkt an's Chassis zu legen, wie das bei Röhrenamps üblich ist: extrem lauter Brumm, also wieder zurückgebaut.

Seltsam ist, dass sich der Brumm quasi aufbaut, also von moderat zu nervend ansteigt bis zu einem gewissen Pegel. Wenn ich dann kurz an's Chassis fasse, wird es besser, kommt dann aber wieder.

Ich bin mir ziemlich sicher, dass es ein Masseproblem ist, komme aber nicht auf die Ursache/Lösung.

Hat noch einer eine Idee?

Danke und Grüße
Robert
Liebe Grüße
Robert

chipsatz

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YaBB God
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Hallo,

was passiert denn wenn du den Eingang des Poweramp-Moduls kurzschließt?
Also In+ und In- verbinden, vorher aber vom Preamp abhängen.
Brummt es dann immer noch?

Gruß
mike

chaccmgr

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YaBB God
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Hi, werde ich testen, komme aber erst am WE wieder dazu.

schon ausprobiert:
- wenn der Preamp nicht am Endstufen-Modul hängt (ohne kurzgeschlossene Inputs) ist alles ruhig
- wenn der DI-Ausgang an ein Pult geht, brummt's auch, daher tippe ich auf ein Problem in der Vorstufe

Danke schon mal.
Grüße
Robert

PS:
Liebe Grüße
Robert

chipsatz

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Zitat von: chaccmgr am Mär 09, 2017, 12:35
- wenn der Preamp nicht am Endstufen-Modul hängt (ohne kurzgeschlossene Inputs) ist alles ruhig

Ok, dann kannst du dir das Kurzschließen sparen.

Zitat von: chaccmgr am Mär 09, 2017, 12:35
- wenn der DI-Ausgang an ein Pult geht, brummt's auch, daher tippe ich auf ein Problem in der Vorstufe

und ohne DI-Ausgang ans Pult? Brummts dann auch?
Welchen Einfluss hat das Gain- und Masterpoti?

Ich würde, bis auf die Eingangsbuchse, konsequent Sternmasse fahren.

Gruß mike

chaccmgr

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einen unbalanced Ausgang habe ich gar nicht eingebaut....aber ich kann ja vom Master Volume abgreifen und eine Buchse improvisieren

ob Gain UND Master das Brummen lauter machen prüfe ich sicherheitshalber nochmal

Sternmasse mache ich sonst auch immer, wenn ich keine Module verwende.
Der Gedankengang war, dass GND für die Symmetrische Spannungsversorgung des Preamps hier vom Schaltnetzteil kommt (ungeregelte +-21V + GND, die dann auf dem Preampboard noch durch U-Regler auf +-15V gebracht werden).
GND läuft also vom SMPS-Modul auf die Preamp-Platinie. Schaltungsmasse ist damit verbunden, GND der Inputbuchse ebenso. Das Schaltnetzteil hat über einen mit GND verbundenen Metall-Abstandshalter Kontakt zum Chassis (mit Kontaktscheibe).

Das Ganze steckt in einem aus Einzelteilen bestehenden Chassis aus Alu von Gietec. Bis auf die Winkelprofile, die alles zusammenhalten, haben alle CHassispanel eine Verbindung zum PE.

Ich habe mal ein Blockbild gezeichnet, um Missverständnisse zu verhindern.

Grüße
Robert
Liebe Grüße
Robert

chaccmgr

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die beiden roten Kreise zeigen die beiden alternativ versuchten Verbindungen der Verbindung des Input-Kabelschirms. sind natürlich nicht gleichzeitig verbunden
Liebe Grüße
Robert

rail2rail

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Hallo,

erstmal cooles Projekt.

Hier ein paar Denkanstöße:

1.) Das Differential Signal am Ausgang zur Endstufe auf dem Oszi ansehen.
Sollten in Amplitude gleich sein, nur invertiert.

2.) Der DI Trafo benötigt folgendes:
- Niederohmigen Eingangsbuffer der auch Strom liefern kann
- Primäre Terminierung
- Bevorzugt auch sekundäre Terminierung
- Kurzschließen über das Poti am Primäreingang definitiv verhindern.

Die auf ihn induzierte Brummspannung aus der Umgebung kann jetzt quasi ungehindert über den Signalweg direkt zur Endstufe.
Ich würde den Trafo mal primärseitig abhängen, am besten auch beide Pins um zu testen, ob das Brummen dann weg ist.

Aufgrund der Tatsache, dass du vermutlich die Auxspannung des Endstufenmoduls oder auch des Netzteils verwendest, welches ja SMPS ist, solltest du theoretisch garkein Brummen im Gerät haben.
Ergo, es kann nur ein äusserer Einfluss des DI Trafos sein. Zumindest nach dem hier bekannten Projekt.

Ein Bild wäre vielleicht noch recht hilfreich um sich das genauer vorstellen zu können.

lg Geronimo
Geronimo Stade

chaccmgr

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YaBB God
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Bilder mache ich noch. Den aktuellen SChaltplan/Layout stelle ich auch noch ein.

die Endstufe wird nicht über den DI-Trafo angesteuert, sondern über Opamps. Den DI-Trafo kann ich nicht mehr abhängen, der ist Print und auf der Platine verlötet.

Was ich auch nicht kapiere: warum wird das Brummen leiser, wenn ich das Gehäuse von außen berühre?
Liebe Grüße
Robert

rail2rail

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YaBB God
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#14
Nach deinem schaltplan hängt der di trafo direkt am eingang der endstufe und hat unmittelbaren effekt. Dem trafo ist es wurst, welche seite ein und welche ausgang ist.
Da der trafo nicht in beide richtungen terminiert ist, ist er empfänglich für streueinflüsse.

Gehäuse berühren: weil es vermutlich zu einer potentialänderung kommt und ganz ehrlich, wenn der effekt so groß ist, würde ich die kiste lieber nicht anfassen.

Lg


Edit, wenn du ihn nicht auslöten kannst, dann schließ wenigstens mal pin 2 und 3 der xlr buchse kurz... Wenn dann ruhe ist weisst du, wo du zu suchen hast.
Geronimo Stade