DC Heizung, Berechnung Elkos

Begonnen von slowhand, Mai 11, 2017, 08:43

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slowhand

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Moin Zusammen

Die Beheizung von Vorstufenröhren mit 6,3V DC per Brückengleichrichter und Elkos tauch ja immer mal wieder auf. Macht ja auch Sinn, es muss ja nicht immer eine aufwändige Schaltung mit Spannungsregler sein, gerade bei fertigen Amps bietet sich die einfache Variante an. Nun meine Frage an die Spezialisten: Wie berechne ich die Kapazität der Elkos unter Berücksichtigung des zu erwartenden Stromes (also Anzahl der Röhren)? Z.B. 6 mal ECC83 mit 300 mA bei 6,3V, also 1,8A.

LG
Markus

Knypser

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Hi Markus,

bin zwar kein Spezialist und es ist nicht ausgerechnet - aber nachgeschlagen:
http://www.valvewizard.co.uk/heater.html

Also ca. 4700uF pro ECC83

Wobei es bei 6x ECC83 aus meiner Sicht wenig Sinn macht.
Da verliert man viel Platz für Kondensatoren - und wirklich bringt es nur etwas bei V1-V2.

Gruß,
Yves

Chryz

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YaBB God
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Ich würde auch so wenig DC wie möglich heizen. Ich hatte mal im Recto-Clon eine geregelte Heizung mit Softstart und Co für 5 ECC83. Hat am Ende nichts gebracht, weil der Ladestrom für die dicken Elkos so hoch war, dass dadurch neue Störgeräusche reinkamen. Jetzt ist alles wieder AC  ;D
Chryz

dimashek

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YaBB God
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Gnd is where the good electrons go when they die
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Deswegen macht es mehr Sinn die Vorstufenröhren mit 12.6V zu heizen -  Strom/2 !!!
Und statt mehr Kapazität kann man ja durchaus ein LM317 benutzen.

Bei mir habe ich folgende Anordnung für 4 ECC83:
12v AC Wicklung.
RC snubber (100 Ohm 0.1uF ) parallel zu sek. Wicklung
4 Schottky Dioden (MBR 3100 glaube ich),
danach low ESR 2200uF
2-3 Ohm Reihenwiderstand (je nach dem, wieviel Spannung "verbraten" werden darf)
noch ein 2200uF (normal, kein low ESR)
LM317 auf 12.6V eingestellt
220uF Elko
Und dann die 4xecc83 (600mA)

Die niederfrequenten Störungen (100Hz und harmonics) werden von Regler ausgebügelt.
Die hochfrequenten (Dioden-Schaltspikes, Einstreuungen aus dem Netz) werden im CRC Filter gedämpft.
Falls man nicht genug Spannung zum "verbraten" hat, kann man auch eine Drossel nehmen (also CLC-filter). Aber Vorsicht, so ein L fängt auch gerne was ein

Es ist absolut ruhig, kein Brumm (low freq), kein Hiss(high freq)

Die meisten Probleme beim DC-Heizen mit einem Regler entstehen dadurch, dass man die hochfrequenten Störungen nicht bearbeitet.
Und diese kommen praktisch ungedämpft durch den Regler und dann Kapazitiv in die Schaltung.


roseblood11

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YaBB God
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dimashek

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YaBB God
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#5
braucht man dafür nen Layout?  :)

Ich habe beim letzten Amp einseitige Platine genommen, ein Paar schlitze mit dem Cutter rein, Folie in den schlitzen etwas erwärmt und abgezogen. Löcher gebort, fertig
hat etwa 1 Stunde gedauert.

Danach mit dem Lack gespüht, damit es nicht rostet (oder alles verzinnen)

P.S. Die Verdrahtung um den Lm317 ist auf selbe Weise, hier nicht eingezeichnet. Ist schon etwas fummeliger, geht aber auch

carlitz

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YaBB God
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Immer dieser Aufwand.....

Kauf doch einfach ein 12V LED Netzteil mit 36 Watt Leistung.

Fertig ist die Laube
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dimashek

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YaBB God
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Willst du nen Schaltnetzteil in deinem Amp?
Ich nicht...

Vor allem nicht irgendwelche LED-SMPS.

carlitz

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YaBB God
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Ok,

muss Du nicht machen, ich bin da sehr zufrieden mit.

Was ich nicht haben moechte, sind zu viele unnoetige Bauteile (gerade in einem Combo).

Allein die Befestigung der grossen Elko's ist immer wieder eine Herausforderung an Platz und Stabilitaet.....
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dimashek

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YaBB God
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#9
Das sind 16-25V 2200uF Teile, 12mm Diameter.

Das ganze Gebilde passt (großzügig dimensioniert) auf 1/4 Europlatine, mit den Sicherungen usw.

carlitz

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YaBB God
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Ok, dann ist es doch gut.

Schicke mal Bilder, wenn es laeuft .

Danke
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dimashek

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YaBB God
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#11
Teil der PSU-Platine mit dem Regler. Man sieht (glaube ich) die Einschnitte im Kupfer.
Ist nicht schön, aber funktioniert.

Bild 2 - Nur PSU-Platine und Sockel montiert, habe die Signal-Platinen rausgenommen.

Bild 3 - so siehts von draußen aus.

AÜ ist selbstgewickelt, also hässlich und überdimensioniert. Schassis ist 2.5mm Edelstahl, selbst gemacht, also auch hässlich. 8) 8) 8)
Netztrafo - Ringkern von Mueller-Rondo (tolle Bude, übrigens) - auch überdimensioniert :)

Bilder sind schon alt, jetzt ist die Endstufe (fest) und der erste Kanal (provisorisch) verdrahtet.
Die Vorstufe mache ich zuerst provisorisch, wenn dann alle Kanäle/Nominale der Bauteile fest stehen, wird eine echte Platine gelayoutet.

Manfred

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Zitat von: slowhand am Mai 11, 2017, 08:43
Moin Zusammen

Die Beheizung von Vorstufenröhren mit 6,3V DC per Brückengleichrichter und Elkos tauch ja immer mal wieder auf. Macht ja auch Sinn, es muss ja nicht immer eine aufwändige Schaltung mit Spannungsregler sein, gerade bei fertigen Amps bietet sich die einfache Variante an. Nun meine Frage an die Spezialisten: Wie berechne ich die Kapazität der Elkos unter Berücksichtigung des zu erwartenden Stromes (also Anzahl der Röhren)? Z.B. 6 mal ECC83 mit 300 mA bei 6,3V, also 1,8A.



LG
Markus

Ich bin zur Zeit nicht zuhause, wenn ich wieder zurück bin hänge ich mal eine PSU Dimensionierung an.
Lade Dir den PSU-Designer herunter, da kannst Du Gleichrichterschaltung konfigurieren und simulieren.

http://www.duncanamps.com/psud2/

Gruß
Manfred

slowhand

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Moin Moin

Erstmal Danke für die vielen Antworten. In der Regel beheize ich bei neu aufgebauten Amps mit 12V DC. Damit habe ich immer gute Erfahrungen gemacht. Bei fertigen Amps wird bei Bedarf V1 und evtl V2 mit DC geheizt. Alle Vorstufenröhren mit DC zu beheizen sollte bei mir dann zum Einsatz kommen, wenn durch schlechte Kabelverlegungen Einstreuungen im Signalweg enstehen. So speise ich am Anfang DC ein und Ruhe ist. Habe ich schon einige Male so umgesetzt. Und um diese Variante ohne Spannungsverdoppler, Regler, etc. umzusetzen, wollte ich die 6,3V DC Variante testen.

LG
Markus

Manfred

Gast
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ZitatIch bin zur Zeit nicht zuhause, wenn ich wieder zurück bin hänge ich mal eine PSU Dimensionierung an.
Lade Dir den PSU-Designer herunter, da kannst Du Gleichrichterschaltung konfigurieren und simulieren.

Hallo,

ich muß mir nicht selbst die Mühe machen ein Beispiel anzuhängen,
im Anhang ist die übliche vorgehensweise per Diagrammen beschrieben.
Eine mathematische Vorgehensweise ist sehr komplex,
hier zu ist anderem die Berechnung von Intergralen notwendig,
was ja nicht jedem, je nach Ausbildung, nicht geläufig ist.

Viele Grüße
Manfred