Messung der Schirmgitterspannung

Begonnen von Jürgen, Apr 04, 2018, 04:42

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_peter

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Ist doch nicht schlimm,

der Pegel reicht vermutlich nicht, die Endröhre komplett auszusteuern. Dafür gibt es ja die Vorstufe ;)

Wie sind da jetzt die Gleichspannungen?

Gruß, Peter
vintagevalveamps
Der Imperativ von "messen" lautet: miss!

Jürgen

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Ja, aber müsste eine Endstufe nicht eigentlich schon mit 3,8V voll ausgesteuert werden? Der Tongenerator spuckt 3,8V aus, obwohl 100mV...12V dran steht.

Was mir aufgefallen war ist, daß die Spannungen an der EF86 nicht stimmen. Statt 257V habe ich 182V und anstatt 120V sind's 192V.

Gruß, Jürgen

_peter

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Zitat von: Jürgen am Apr 04, 2018, 08:34
Ja, aber müsste eine Endstufe nicht eigentlich schon mit 3,8V voll ausgesteuert werden?

Das kann ich nicht sagen, mal doch mal die load line in das Kennlinienfeld.
Ich weiß ja nicht mal, ob Vpp oder Vrms gemeint sind.

Zitat von: Jürgen am Apr 04, 2018, 08:34
Was mir aufgefallen war ist, daß die Spannungen an der EF86 nicht stimmen. Statt 257V habe ich 182V und anstatt 120V sind's 192V.

Ist das Netzteil wirklich so aufgebaut, wie im Schaltplan? Ist die Endstufe nach den 4k7 abgegriffen? Das ist doch viel zu hoch!

Würde der Amp insgesamt 60mA ziehen, würden über 4k7 282V abfallen. Kann also nicht hinhauen.

Ich muss los und bin für heute vermutlich raus. Ich schaue morgen wieder rein.

Gruß, Peter
vintagevalveamps
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Jürgen

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Vielen Dank erstmal, Peter.

Beste Grüße, Jürgen.

Jürgen

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#19
Entschuldige, Du hast natürlich Recht, ich hatte die Widerstandswerte falsch eingetragen. Jetzt stimmen sie.

Gruß, Jürgen

Jürgen

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Was könnte man denn jetzt unternehmen, um die Spannungen an der EF86 passend zu bekommen? R3 und R4 ändern?

Olaf

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Hi Jürgen,

hast du dir die Heizung der EF86 einmal angeschaut? Wenn ich mit einem Brückengleichrichter 6,3V gleichrichte, erhalte ich am Ladeelko
6,3V x 1,41 - 1,4V  = 7,5Vpeak. Mit einem Lastrom von 200mA erhalte ich eine effektive Spannung am Ladeelko von etwa 6,9V. Der
LT1085 hat eine min. Dropout Voltage von 1V. Wie daraus 6,3V DC werden sollen ist mir schleierhaft.
Zugegeben ich habe gerade bemerkt, daß ich mich an einer anderen Stelle im Forum bei einem 5V LDO verrechnet habe. 5V LDO geht
also, 6,3V definitiv nicht. Man müsste schon Shottky Dioden im Gleichrichter verwenden.

LG Olaf E.

Jürgen

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#22
Hallo Olaf,

ich benutze den LM317. Nach Gleichrichtung kommen 7,25 Volt heraus, die ich auf 6,3V herunter regeln kann. Auch unter Belastung bleibt die Heizspannung konstant. Ich habe sogar noch einen Kühlkörper verbaut, was ich mir hätte sparen können, da der LM317 nicht mal handwarm wird. Es brummt auch nichts. Mein Problem ist ja weiterhin, dass die untere Halbwelle weit vor der Oberen klippt. Das macht sie sogar ohne Endstufe. Habe jetzt die Spannungen an der EF86 angepasst - nix. Alles wie gehabt.
Gruß, Jürgen

_peter

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Hallo Jürgen,

es scheint ja momentan alles darauf hinzudeuten, dass die EF86 nicht richtig arbeitet.

Um das zu verifizieren, poste doch mal die neuen, von dir angepassten Spannugen:
- B+ der Vorstufe
- Ua der EF86
- Usg der EF86
- Uk der EF86
- und die maximale Signalwechselspannung vor clipping an R9 als Spitze-Spitze-Wert

Wenn du dann noch Lust hast, klemm doch mal testweise die Gegenkopplung ab und schau, wie sich das auf die Signalwechselspannung an R9 auswirkt.

Gruß, Peter

vintagevalveamps
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Jürgen

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Hallo Peter.

Die Messergebnisse lauten:

B+ vor R3/R4 gegen Masse: 283V
Ua gegen Kathode: 254V gegen Masse: 252V
Usg gegen Kathode: 116V
Uk: 2,17V

Signalwechselspannung kurz vor Clipping: 7,94V (Mit True-RMS Gerät gegen Masse gemessen)

EF86 ist schon gewechselt worden - keine Änderung

Gruß, Jürgen

_peter

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Hallo Jürgen,

also auf der Gleichspannungsseite ist das ja geradezu perfekt, wenn man den Schaltplan als Ideal nimmt.
Jetzt gilt es, die Frage zu beantworten, warum die Wechselspannung dann so früh klippt.

Hast du den Amp neu aufgebaut? Dann würde ich mal C1, C2, R1, R2 und R8 auf richtige Werte prüfen.

Dann würde ich testen, ob die Begrenzung vielleicht durch Gitterstrom von der Endröhre kommt.
Dazu einfach die Endröhre ziehen und noch mal an der gleichen Stelle die Signalwechselspannung messen.

Ich fahre gleich über's WE weg und kann vermutlich erst Montagabend wieder schreiben.
Aber hier beteiligen sich bestimmt noch andere und hoffentlich ist das Problem bis dahin schon gelöst.

Gruß, Peter
vintagevalveamps
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Jürgen

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Hallo Peter,

das wäre noch eine Maßnahme, die man ergreifen könnte, um dem Fehler auf die Spur zu kommen. Bauteile sind alle neu, durchgemessen und peinlichst genau kontrolliert. Langsam fällt mir nichts mehr ein. Ich poste mal ein Bild des Corpus Delicti, damit man es auch mal sehen kann. Allerdings fehlten zum Zeitpunkt des Fotos noch eine Handvoll Bauteile.  ;D

Beste Grüße, vielen Dank für Deine Mühe und ein schönes Wochenende
Jürgen


Stefan_L_01

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Krass, hängt einfach irgendeinen AÜ hin und wundert sich...

Stefan_L_01

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#28
Ua gegen K kleiner als gegen Masse? Unwahrscheinlich.

Note dass Du nur 30V Headroom max. In der EF86 hast, einseitig. Real sind sicher weniger da Abschnuerung früher einsetzt.
Vielleicht R7 mal auf 2k für nen Tick mehr wärmeren Bias, mehr Headroom?

Jürgen

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Hallo Stefan.

Ich habe mir jetzt erst einmal einen wirklich passenden AÜ bestellt. Du meinst, die große Unsymmetrie könnte da herrühren? Allerdings besteht das Problem ja bereits am Eingang der Endstufe. Ich bin schon mal gespannt, wie groß der Einfluss des AÜ auf mein Problem ist. Das mit dem R7 teste ich mal. Danke.

Grüße, Jürgen