Die "Gibsonette"-Klangregelung

Begonnen von bea, Dez 05, 2018, 12:19

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bea

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YaBB God
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Hallo in die Runde,

in der Literatur findet man ja gerne mal die semiaktive Klangregelung aus einem  Gibson-Amp der 50er Jahre. Eine ganz pfiffig wirkende Schaltung - ein kleiner Kahtoden-C, der eine Höhenanhebung bewirkt, eine normale Tonblende, und das Poti ist so angeschlossen, dass es zwischen den beiden Extremen überblendet.
So wie unten sollte man sich das vorstellen.

Liebe Grüße

Beate

bea

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YaBB God
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(Auch hier zwei Posts als Workaround für die fehlende Möglichkeit, Bilder vernünftig einbetten zu können.)

Jetzt habe ich mir mal die Regelcharakteristik angeschaut. In der Literatur werden eigentlich nur die Extreme gezeigt. Da sieht das alles wunderbar aus. Aber ein näherer Blick zeigt, dass die Höhenanhebung schlagartig erfolgt und der Potiweg nur für das Absenken zur Verfügung steht. Ist ja eigentlich auch logisch: das Poti ist um 2 Größenordnungen hochohmiger als der Katodenwiderstand. Da kann der Übergang nur ganz nah am einen Ende der Schleifbahn erfolgen. Bereits bei 5% des Regelwegs ist man im Bereich der Absenkung. Die Neutralstellung dürfte ungefähr da liegen, wenn der Zweig des Potis auf der Kathodenseite den Wert des Katodenwiderstands hat.

Also: Satz mit X :-(

Schade, dass man in der Literatur keinen Hinweis auf diesen Nachteil findet.



Liebe Grüße

Beate

Laurent

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YaBB God
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Nichts ist unmöglich
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Hallo Bea

Ich habe diese Tonregelung bereits 2 Mal in Amps eingebaut und sie funktioniert mit einem Logo Poti bestens. Ich hatte dies auch in LTSpice simuliert und fand es ok.

Gruß
Laurent

stephan61

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YaBB God
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Hallo,

diese Klangregelung findet man auch im Dynacord TWEN. Dort mit einem linearen 1M Poti. Das ist dann eher ein on/off Schalter mit Boost Funktion wenn der Kondensator voll im Kathodenbypass sitzt.

Ich hab es umgebaut: Anstelle des 1M Poti habe ich ein 50k reverse log Poti und einen Festwiderstand (220k oder so) eingebaut zwischen Poti und dem Kondensator, der am Signalweg dranhängt (quasi der "obere" Kondensator im Schaltplan).
Das ist zwar noch keine Regelung wie man es sonst kennt, aber viel besser als im Original.

Die Schaltung hat halt den Vorteil, dass sie wenig bis gar kein Signal klaut im Gegensatz zur z.B. klassischen Fender-Schaltung.

Gruß
Stephan
"It must schwing!"

Wuffenberg

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Reign in Gain
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Zitat von: bea am Dez 05, 2018, 12:32
(Auch hier zwei Posts als Workaround für die fehlende Möglichkeit, Bilder vernünftig einbetten zu können.)

Wo ist das Problem, Beate?

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darkbluemurder

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YaBB God
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Hallo,

der kanadische Ampbauer Garnet hat eine ähnliche Schaltung in einigen seiner Amps verwendet. Hab sie selbst aber noch nie ausprobiert.

Viele Grüße
Stephan
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