TT Jim - leichtes Brummen - Normal od. Fehler??

Begonnen von ast_lindau, Mär 29, 2025, 10:52

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Helmholtz

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Zitat von: ast_lindau am Apr 04, 2025, 01:13
Anbei das Oszi-Bild vom LS Ausgang (Rot), Pin 7 (gelb), LS Ausgang Vss=10mv

Danke.
Es ist auffällig, dass die Hauptkomponente des Ausgangsbrumms eine Frequenz von 50Hz hat.

Röhre69

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Hallo zusammen,

ist das Brummproblem jetzt bei 50 oder 100 Hz???  Dem Soundbeispiel nach hätte ich auf 100 Hz getippt, kann aber auch sein, dass ich mich da täusche oder in meiner Soundkette 50 Hz nicht übertragen werden(???).

Glaube, Rene2097 hat Überschwinger in jeder zweiten Periode aufgespürt. Möglich, dass das auf eine defekte Gleichrichterdiode oder dazu parallelen C zurückzuführen ist? Hat wahrscheinlich nix direkt mit dem Brumm zu tun. Aber wenn die Kiste schon mit geöffneten Brustkorb vor dir liegt und eine Bauteilbestellung ansteht, dann würde ich das in einem Aufwasch erledigen.

schönes Wochenende



Helmholtz

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Das Ausgangssignal enthält sowohl 50Hz als auch 100Hz sowie höhere Harmonische.
Da der LS 50Hz nur schwach reproduziert, dürften die höheren Frequenzen deutlich besser hörbar sein.
Allerdings bedeuten 10mVss nur etwa 3mVeff und das ist eigentlich nicht viel für einen Gitarrenverstärker.
Üblicherweise ist der TA-Brumm deutlich höher.

ast_lindau

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Hier nochmal das LS Ausgangsignal mit den Messwerten meines Oszilloskop.
Ich gebe dir recht - die "gemessene Brummspannung" ist eigentlich sehr gering. Aufgrund des hohen Wirkungsgrades des Celestion V30 im Gegensatz zum Celestion Rockdriver ist das "Brummen" auch am V30 deutlich lauter.

Meine nächsten Schritte (Material ist bestellt) sind:
a.) Einbau Gitter-Kathoden C
b.) Röhrentausch
c.) Dioden und zugehörige C tauschen

Ich werde weiter berichteten



Helmholtz

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Frequenzmessung mit dem Oszi kannst Du bei einem so wilden Signal vergessen.
Das geht am besten mit dem Auge, wie man das auch bei einem Analogoszi macht:
Das Signalmuster wiederholt sich alle 5 Teilstriche.
Zeitbasis ist 4ms/div. Also ist die Periodendauer 20ms und die Grundfrequenz 1/20ms = 50Hz.

Kann das Oszi Effektivwert oder hast Du ein Echteffektivwert (True RMS) Multimeter?

ast_lindau

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Ich habe das Signal mal einer FET Anlayse unterzogen. Peak bei 50hz / 100hz / 150hz ...

ast_lindau

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#21
Hallo in die Runde,
hier ein Update. Vielen Dank an die super-schnelle Lieferung von Tube-town :-)

Ich habe nun folgende Änderungen vollzogen:
- Netzteil mit neuem Dioden und 22n versehen. Alle anderen Bauteile habe ich nachgelötet = Brummen nach wie vor da, Ausgangssignal gleich
- vollständig neues PSU eingebaut R 6 (8,2k) = Brummen nach wie vor da, Ausgangssignal gleich
- Neue El84 (TT) = Brummen nach wie vor da, Ausgangssignal gleich
- Schirm-Kathoden C (4,7uF/600V) eingebaut = Brummen nach wie vor da, Ausgangssignal gleich
- Neues Lautsprecherkabel = o. Auswirkung
- Ausgangübertrager zusätzlich abgeschirmt = o.Auswirkung


Unverbindlich

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Probiere mal die Hum-Loop-Breaker Schaltung aus, habe ich selbst schon mit Erfolg angwendet, weiß aber nicht ob dies in Deutschland zulässig ist.

Gruß
Manfred

Röhre69

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Schade, dass keine der getroffenen Maßnahmen gefruchtet hat. Sind denn wenigstens die Überschwinger in jeder zweiten Periode (s.o.) verschwunden?

Röhre69

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Evtl. unbeabsichtigt eine Brummschleife eingebaut, z.B. durch doppelten Masseanschluss am Chassis?

ast_lindau

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- Die "Überschwinger" sind nach wie vor da.
- Ein doppelte Masse kann ich ausschließen.

Ich werde mal alle Messergebnis und die Fehlersuchstrategie nochmals überdenken.
Danke für die Rückmeldungen


Helmholtz

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Die "Überschwinger" kommen vom 50Hz-Anteil.

ast_lindau

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Hallo in die Runde,

ich habe inzwischen nochmal alles kontrolliert, Kabel anders verlegt .... o.E.
Durch Zufall bin ich mit den Tastkopf am Trafo vorbei und hatte Ausschläge.
Ich habe dann die Befestigungsschraube am Ringkerntrafo entfernt und konnte dadurch ein etwas geringeres Brummen am LS Ausgang feststellen (vgl. Bild) und das Brummen war zwar noch da, aber etwas geringer.
Ringkerntransformatoren sind Strahlungsärmer, können aber  durchaus aus (so meine Recherche) bei nicht 100% symmetrischer Wicklung zu Störstrahlung neigen.
Ich werde dem Problem mal weiter auf die Spur gehen.

Ps.: gibt es jemanden der einen JIM hat, und die Spannungen B1,B2,B3 inkl. den jeweiligen Brummspannungsanteilen gemessen hat?

ast_lindau

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Hallo Röhrengemeinde,
nachdem ich nun meinen Messinstrumentepark erweitert habe, wurde als Vergleich bzw. um mir ein Bild zu machen, mein PI18 durchgemessen.

Ich komme deshalb bzgl. meinem JIM zu folgenden Ergebnis:
- Die Brummspannungen des JIM sind  im grünen Bereich.
- Einen Aufbau- bzw. Bauteilefehler schließe ich aus.
- Das Brummen ist nur bei genauen hinhören wahrzunehmen, 4m entfernt nicht mehr. Vermutlich würde es maximal ein wenig beim Recording (leise-clean Passagen) auffallen.
- Das festgestellte leichte Brummen werte ich nicht als Fehler. Ich gehe davon aus, dass es Einstreuungen in den Ausgangsüberträger sind, ggf. verursacht durch den Trafo. Vielleicht sind beide im Endbereich ihrer Toleranzen?

Danke an alle Helfer für die wertvollen Tipps.