Classic 30 - Vorstufe hinüber?

Begonnen von Dii Eitsch, Sep 08, 2008, 01:58

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Dii Eitsch

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Als ich gestern bei der Probe meinen Peavey Classic 30 angeschaltet habe, passierte folgendes Szenario:

Es kam kein Ton aus dem Amp.

Ich gehe mit der Gitarre direkt in den Amp, da ist also nix dazwischen geschaltet, was als Fehlerquelle in Frage kommt. Auch die Gitarre nicht, ich habs auch mit anderen probiert.
Das Grundrauschen des Amps ist da, das wird auch lauter, wenn man die Lautstärke aufdreht.
Ich bin dann mit meinem Roland GP-8 direkt in den Effekt-Return des Amps gegangen - das hat ohne Probleme funktioniert. Also ist die Endstufe ja noch intakt.

Ich habe mir dann mal die Röhren angeschaut, die leuchteten alle normal.

Kann es sein, dass mir trotzdem eine (oder mehrere Vorstufenröhren) abgeraucht sind (leuchten die normal, auch wenn sie kaputt sind?), oder liegt das Problem wo anders?

Vielen Dank schonmal für eure Antworten.

mc_guitar

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YaBB God
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#1
Hallo Dii Eitsch,

Das Leuchten der Röhren besagt nur das die Heizung noch funktioniert, sagt über den sonstigen Funktionszustand allerdings absolut nichts aus. Die Röhren im Classic 30 bzw. auch Classic 50 sind mechanisch, bedingt durch Aufhängung und Position im/am Chassis ziemlich stark beansprucht. Da könnten durchaus Röhren kaputt gehen und den Fehler verursachen.
Check aber auch mal die Input-Buchsen auf eventuelle Korrosion bzw. Wackler.
Tritt der Fehler in beiden Kanälen auf?

Viele Grüße Micha
Zwei Dinge sind unendlich, das Universum und die menschliche Dummheit, aber bei dem Universum bin ich mir noch nicht ganz sicher...(Albert Einstein)

doctormolotov

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YaBB God
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Servus,

bei einigem war Micha schneller... Trotzdem:

- Ging weder Clean- noch OD- Kanal? Würde helfen, den verdächtigen Schaltungsteil einzugrenzen.. (V2 ist nur im OD-Kanal in Betrieb, V1 bei beiden)

- Hast Du mal (nach genügend Wartezeit nach dem Ausschalten) die Röhrensockel angeschaut? (Korrosion, Dreck, Brandflecken etc)

- Hast Du schonmal die Platine angeschaut? Ist natürlich beschissen eingebaut... Können altersbedingt kalt gewordene Lötstellen oder Risse in den Leiterbahnen sein?

http://www.schematicheaven.com/newamps/peavey_classic30.pdf

Falls Du nicht 100%ig sattelfest mit Hochvolt-Elektronik bist, dann schon dein Leben und laß Dir von jemand mit Erfahrung helfen. Ich zweifel nicht an deinen Fähigkeiten, aber lieber einmal mehr gewarnt...

Gruß Bernhard

Dii Eitsch

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Danke schonmal für die Antworten.

Das Problem tritt in beiden Kanälen auf.
Das Ganze ist insofern ein bischen verwunderlich, da ich vor ein paar Wochen den kompletten Röhrensatz (also Vor- und Endstufenröhren) gewechselt habe. Dabei fiel mir auf jeden Fall keine Korrosion an den Sockeln auf.
Die Eingangsbuchse habe ich noch nicht gecheckt, die Platine auch nicht.

The stooge

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YaBB God
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Mojn,

An den Röhren liegt's wohl nicht, so diskret verabschieden die sich normaler Weise nicht, dass Du nichts merken würdest. Außerdem müsstest Du dann immer noch irgendwelche Töne hören.
Bei Peavey würde ich zuerst auf einen Leiterbahnbruch tippen. Check mal die Platine.
Wenn Du nichts finden solltest, bleibt Dir wohl nichts anderes übrig als die Signalverfolgung von hinten nach vorne. Aber erst, wenn Du Alles unter dem Thema "Sicherheit" gelesen und verinnerlicht hast.

ne schöne Jrooß, Mathias

loco

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YaBB God
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Hallo
Den Classic zu reparieren ist kein Anfängerprojekt. Das "ausgefallene Innnenleben" und die hohen Betriebsspannungen sprechen eindeutig
dagegen.                   Gruß aus Hamburg  --.-loco

Dirk

Dirk M.
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2T or not 2T
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Hallo,

da die Röhren erst vor kurzem gewechselt wurden vermute ich stark, dass auf den Leiterbahnen etwas gerissen ist. Das tritt bei den Classic 30 recht oft auf und zwar in der Nähe der Sockel - sieht man aber erst, wenn man die Platine raus gebaut hat. Von daher schliesse ich mich loco an und würde zu einem Techniker raten, das sich damit auskennt.

Gruß, Dirk
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Hostettler

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YaBB God
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tubi or not tubi!
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Hallo,
ich würd mal schauen, ob beim Effekteingang etwas hörbares rauskommt. So kann man vorerst einmal eingrenzen, ob die Endstufe mit PI noch in Ordnung ist. Ansonsten schliesse ich mich meinen Vorrschreibern an. Finger weg, wenn man nicht genau weis was man tut! Tote Gitarristen sind schlechte Gitarristen! m ::)

Grüsse aus der Schweiz

Hoschi

Adrenochrome

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Hast du mal probiert mit einem Patchkabel den Einschleifweg zu brücken?
Sowohl der Peavey meines Bruders, der eines Freundes sowie mein ehemahliger hatten
Probleme mit den Schaltkontakten der Buchsen (sowohl Send als auch Return)
und erstummten regelmäßig. Die sicherste Lösung, sofern man den Amp nicht
öffnen woltle, war einfach der permanente Betrieb mit einem Patchkabel.
Das Reinigen der Kontakte bleistete hingegen immer nur temporäre Abhilfe,
sodass ich mich entschied, den Einschleifweg an meinem Peavey einfach zu brücken.

In diesem Sinne, probier mal ein Patchkabel!

Gruß,
Nick
PCB: Predictable Circuit Breakdown

Rolik

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Hallo Dii Eitsch,

hatte mal ein ähnliches Phänomen einige Stunden nach einem Röhrenwechsel. Da ich noch alle alten Röhren hatte, habe ich eine nach der anderen Röhre mal durch eine vom "alten Satz" ausgetauscht, Amp angeschaltet und geschaut, was sich tut. Und siehe da: Die V 2 war, obwohl fast neu, schon dahin. Dirk hat sie mir sofort anstandslos umgetauscht. So etwas kann halt mal passieren. Seither läuft alles wunderbar.

Best Grüße

Rolik

Dii Eitsch

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So, der Techniker hat das Problem mitlerweile gelöst. Es war tatsächlich eine kalte Lötstelle. Aber jetzt tut der Amp wieder, wie er soll  :)