Sicheres Arbeiten an Röhrenamps

Begonnen von Joachim, Apr 10, 2005, 12:58

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OneStone

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YaBB God
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Zitat von: Treblerotor am Feb 10, 2009, 06:39
aus Sicherheitsgründen muß das Chassis bzw jedes von aussen berührbare Metallteil muß mit dem Schutzkontakt des Netzsteckers leitend verbunden sein. Der Widerstandsstandwert dieser Verbindung(en) darf 0,3 Ohm nicht überschreiten.

um ganz sicher zu gehen habe ich mir extra ein Prüfgerät für VDE0701 zugelegt, den "Test-Boy" von eltronik-meyer, ca 270 EURO, damit kann man, unter anderem, auch diesen Widerstand zuverlässig messen. edit: der misst mit 5A

Hmm...nicht alle haben dafür 270€ übrig.
Aber rechnen wir doch mal: Bei 5A wären diese 0,3 Ohm ja 1,5V Spannungsabfall. Was spricht denn dagegen, sich eine 5A Konstantstromquelle zu bauen, und mit einem umgeeichten Voltmeter (Panelmeter 0-199mV umeichen auf 0.00-1.99 Ohm mittels Spannungsteiler) einfach den Schutzleiterwiderstand zu messen?

Das wäre eine preisgünstige Variante, die sich aus der Bastelkiste durchführen lässt und die Sicherheit der selbst gebauten Geräte deutlich verbessern würde. Oder man machts einfach so wie ich: 10A aus nem Netzteil drauf und mit dem Voltmeter messen...geht genauso.

MfG Stephan
Und schon oft hat es gekracht,
weil man zuvor nicht nachgedacht.

Treblerotor

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YaBB God
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Hallo Stephan,

ich sag ja gar nichts dagegen. Hab ich früher auch so gemacht. Immer noch besser als den Schutzleiterwiderstand gar nicht zu messen.

Gruß
Roland
Halt mir mal bitte jemand die Ohren zu, ich schalte jetzt ein!!!

OneStone

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YaBB God
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Hi Roland!

Ich wollte deine professionelle Lösung keinesfalls schlechtreden! Ich bin wie du auch der Meinung, dass man das zwingend prüfen sollte, und auch wenn man sich so ein Prüfgerät nicht leisten kann oder eine Anschaffung nicht sinnvoll ist, dann geht es der Methode, die ich genannt habe, eben auch. Und sie ist bei richtiger Anwendung ebenso sicher wie die professionelle.

Man muss ja als Privatbastler keine Konformität zur VDE-Prüfrichtlinie X nachweisen, von daher sehe ich das als "Beitrag zur Selbsterhaltung" :)

Gruß
Stephan
Und schon oft hat es gekracht,
weil man zuvor nicht nachgedacht.

Rockopa58

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Ich liebe dieses Forum!
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#48
Zitat von: OneStone am Feb 10, 2009, 07:14
Hmm...nicht alle haben dafür 270€ übrig.
Aber rechnen wir doch mal: Bei 5A wären diese 0,3 Ohm ja 1,5V Spannungsabfall. Was spricht denn dagegen, sich eine 5A Konstantstromquelle zu bauen, und mit einem umgeeichten Voltmeter (Panelmeter 0-199mV umeichen auf 0.00-1.99 Ohm mittels Spannungsteiler) einfach den Schutzleiterwiderstand zu messen?

Das wäre eine preisgünstige Variante, die sich aus der Bastelkiste durchführen lässt und die Sicherheit der selbst gebauten Geräte deutlich verbessern würde. Oder man machts einfach so wie ich: 10A aus nem Netzteil drauf und mit dem Voltmeter messen...geht genauso.

MfG Stephan

Hallo Stephan,

mit Improvisation ist, mit gutem fachlichen Hintergrund, sicher einiges machbar.
Das Problem besteht aber darin, daß diese "künstlerischen Attraktionen" keine rechtskräftige Sicherheit bieten!  :(
Bekommt Dein 2. Gitarrist, der nur mal nen schnellen Test an Deinem Amp machen wollte,  ein Problem, bist Du nach dem Grundgesetz (noch nicht mal nur VDE bla,bla) verantwortlich. Die Unversehrtheit des Menschen... Leben und Gesundheit...  :o

Kurz, Deine sicher sehr gut gemeinte Prüfung ist nichts, absolut nichts wert!

Solange Du sicherstellen kannst, daß nur Du und niemand ander, auch nicht zufällig, mit Deinem Amp in Berührung kommt ist das nur Dein Problem.

Wer von uns Musikern kann das wirklich  ???

Also als Verfahrensvorschlag ungeeignet!

Gruß
Peter


Treblerotor

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Hi Steven,

der Link linkt bei mir irgendwie nicht, sag uns doch die C - Bestellnummer, dann wissen wir was Du meinst

Gruß
Roland
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sjhusting

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Einfach ein Schluessel-Schalter. Mehr nicht.

steven

Treblerotor

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kein Zahlenschloß mit Nixie-Röhren? wie banal... ;)

Gruß
Roland
Halt mir mal bitte jemand die Ohren zu, ich schalte jetzt ein!!!

illdieyoung

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Hallo,

hab mal eine Frage die auch zur Absicherung dienen könnte.
Warum setzt man nicht vor OUT zur Gitarre noch 1 oder 2 Feinsicherungen, das falls sich mal ein Kurzschluß über das Gehäuse und dann über die Klinkenbuchse zur Gitarre zieht, man nicht die unter Strom stehende Saiten in der Hand hält.
Ist das ein Ansatz den man realisieren könnte?


Besten Gruß
simon

SvR

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YaBB God
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Salü,
Weil die Saiten nicht unter Strom, sondern unter Spannung stehen würde im Fehlerfall. Und solange keine Strom fließt löst keine Sicherung aus. Der Strom fließt dann erst wenn du die Gitarrensaiten berührst und bis dann die Sicherung auslöst (wenn sie die richtige Größe hätte) ist es zu spät. Wenn du deinen Verstärker allerdings korrekt geerdet hast kann auch keine Spannung auf den Saiten liegen. Ich hoffe ich hab deine Frage/Anmerkung richtig verstanden!?
mfg sven
Rettet den Wald, esst mehr Biber!
PIC32-Tutorial

illdieyoung

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ja hast du.
Danke für die Antwort.
Spannung =) meinte ich ja (newbie bin)

Dachte nur so als zusätzliche sicherheit....kler werde ich den amp korrekt erden.

cca88

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Zitat von: illdieyoung am Mär 14, 2010, 09:35
ja hast du.
Danke für die Antwort.
Spannung =) meinte ich ja (newbie bin)

Dachte nur so als zusätzliche sicherheit....kler werde ich den amp korrekt erden.

Der Haken mit der Sicherung ist eben, daß die nicht "auf Spannung reagiert" sondern auf Strom. Wen der fliesst ist es eben eigentlich zu spät.

Also nicht am Symptom kurieren, sondern an der Ursache. Der Ursache ist durch eine bis zur Inputbuchse durchgängige  Erdung am ehesten beizukommen.
Abgesehen davon - hohe Gleichspannung am Eingang z.B. durch Röhrendefekt - ich habe es bis dato nicht erlebt. Wenngleich die Warnhinweise von Larry bzgl. der Erdung der Smart Inutbuchsen (SuFu bemühen) sehr deutlich waren. Aber das war ein echter Konstruktionsfehler.


Grüße

Jochen


Schimanski

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Namd,

auch wenn es lächerlich klingt und schon zu oft geschrieben wurde: Im Interesse der eigenen Sicherheit sollte in keiner elektrischen Anlage ein RCD-Schalter fehlen (früher FI).
Eine korrekt ausgeführte Erdung des Metallgehäuses ist kein Garant gegen gefährliche Berührspannungen: Da Hin- und Rückleiter der Fehlerstromschleife praktisch den gleichen Widerstand haben (gleiche Länge, gleicher Querschnitt->gleicher Widerstand), liegt am Gehäuse im Fehlerfall (Phase locker, berührt Chassis) etwa die halbe Netzspannung an - das überlebt trotz Leitungsschutzschalter keiner über längere Zeit.
O-Saft ists!

Nils H.

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YaBB God
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Moin,

zum Thema RCD sei auch noch gesagt, dass er NICHT auslöst, wenn ein sekundärseitiger Korperschluss vorliegt, also alles ab Netztrafo-Sekundärseite. Der RCD bekommt das nicht mit, weil auf der Primärseite des Trafos zwar ein hoher, aber in Phase und Neutralleiter halt der gleiche Strom fließt.

Gruß, Nils

chriz0101

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Hallo, habe mir dieses Thema bereits vorhin angesehen und bin dann weiter durch Forum gestolpert

Auf meinem Weg bin ich an das pdf Dokument zum Bias-Einstellen vorbeigekommen.
Entgegen dem ersten Post mit dem Trenntrafo heisst es dort auf Seite 4:

ZitatSicherheitshinweis
Röhrenverstärker arbeiten mit sehr hohen Spannungen. Da die
Ruhestrom-Einstellung ,,unter Spannung" durchgeführt werden muss,
besteht bei unsachgemäßer Handhabung LEBENSGEFAHR. Wer keine
Erfahrung im Umgang mit so hohen Spannungen hat, sollte sich deshalb
besser an einen Fachmann wenden.
Ferner wird die Verwendung eines Trenntransformators empfohlen,
welcher zwar keinen 100% Schutz darstellt, aber zumindest eine
Trennung zum Erdpotential ermöglicht sowie die Absicherung durch einen
FI (Fehlerstromschutzschalter).

Gruß Chriz