Oszilloskop Hameg HM 412-3

Begonnen von Gregory, Jan 08, 2014, 08:39

0 Mitglieder und 1 Gast betrachten dieses Thema.

Vorheriges Thema - Nächstes Thema

Gregory

*****
YaBB God
Beiträge: 462
Gespeichert
Hallo liebe Tubenfreunde,

da ich mich schrittweise immer mehr in die Technik und auch Fehlersuche einarbeiten möchte, habe ich mir in der Bucht kurzer Hand ein Hameg HM412-3 geschossen, einfach um zu testen und zu wissen, wie ein Oszi funktioniert und damit dann auch Messungen vorzunehmen!

Mein Problem dabei ist, dass keine Messspitzen mit an Bord waren, soll aber nicht das Problem sein, kann man ja alles kaufen. Nur gibt es eine ganze Ladung von verschiedenen Messspitzen und es gibt auch viele Hersteller.

Könnt ihr mir einen Tipp geben, wo und welche Hilfsmittelchen ich beschaffen sollte?

MfG

Greg

AndreasL

****
Sr. Member
Beiträge: 194
Gespeichert
Hi Greg,

ich nehme an, dass das Hameg, wie eigentlich jedes Oszi, auch über BNC Buchsen verfügt. Somit kannst du eigentlich jeden beliebigen Tastkopf daran anschließen.

In der Ebucht kannst du schon für relativ kleines Geld gute gebrauchte schießen (hab ich jetzt auch erst getan). Tastköpfe mit dem Verhältnis 1:1 oder 10:1 bis 20MHz (was für uns ja völlig ausreicht :D) bekommst du für 10-15 Euro ungefähr.
Teurer wirds im Hochfrequenzbereich (beachten, zu was das Oszi fähig ist) oder wenn man einen riesigen Teiler von zB 100:1 benötigt!

Grüße
Andy

SvR

*****
YaBB God
Beiträge: 2.383
Gespeichert
Salü,
Zu Anfang reicht 1:1 und 1:10. Da gibt es auch Varianten die Umschaltbar sind. Dazu evtl. noch ein Adapter BNC auf Banane und ein BNC-Kabel mit Krokoklemmen an einem Ende und du bist gut versorgt. Tastköpfe habe ich sowohl gebrauchte Markenteile (Philips) als auch neue Noname (von Reichelt). Konnte bis jetzt keine Unterschiede/Vor-/Nachteile ausmachen.
mfg Sven
Rettet den Wald, esst mehr Biber!
PIC32-Tutorial

LöD

*****
YaBB God
Beiträge: 2.348
nichts ist gelber als Gelb selber!
Gespeichert
1:100 können schon nötig sein bei höheren B+!
also obacht bevor Du mit nem 1:10 an z.B. 600V rangehst.
Und unbedingt immer den Spannungsbereich des Vertikalverstärkers beachten!
LöD
Die gefährlichste aller Weltanschauungen ist die Weltanschauung der Leute, welche die Welt nie angeschaut haben. (A.v.Humboldt)

SvR

*****
YaBB God
Beiträge: 2.383
Gespeichert
Salü,
Zitat von: LöD am Jan 08, 2014, 09:15
1:100 können schon nötig sein bei höheren B+!
also obacht bevor Du mit nem 1:10 an z.B. 600V rangehst.
Die meisten 1:10-Tastköpfe die mir untergekommen sind, waren vom Hersteller zwischen 300V bis 600V angegeben.
Man muss halt beim Kaufen drauf achten. 1:100 sind nicht ganz billig. Da muss man sich vor dem Kauf Gedanken machen, welchen Bedarf man hat. Wenn man nur an kleineren Röhrenverstärkern mit EL84 und Co bastelt, wird man keinen 1:100 brauchen. Wenn es auch die ganz dicken Endstufen sein soll evtl. schon.
mfg Sven
Rettet den Wald, esst mehr Biber!
PIC32-Tutorial

Bierschinken

*****
YaBB God
Beiträge: 4.112
Gespeichert
Moin,

bei 1:100 sieht man mitunter auch nixmehr.
Dann lieber ein Scope dass mehr Völte ab kann.
Da hat man mehr von.

Grüße,
Swen

PS: Die Vellemann Tastköpfe für 20-25€ sind absolut okay für den Start.

cca88

*****
YaBB God
Beiträge: 3.999
Gespeichert
Zitat von: Bierschinken am Jan 08, 2014, 09:50
Moin,

bei 1:100 sieht man mitunter auch nixmehr.
Dann lieber ein Scope dass mehr Völte ab kann.
Da hat man mehr von.

Grüße,
Swen

PS: Die Vellemann Tastköpfe für 20-25€ sind absolut okay für den Start.

Genau

der 1:100 ist eigentlich was spezielles, wenn man z.B. direkt auf der Anode der Endstufenröhren messen will, da da die Spannungen bei PP-Verstärkerm zum Teil sehr weit nach oben laufen - 2kV bis 3kV. Ich habe mir meinen erst nach Jahren geleistet, fand aber enau diese Messungen sehr interessant.

Es geht aber auch ohne....

1:10 sind an normalen Oszis erstmal Pflicht....

Grüße

JOchen

bea

*****
YaBB God
Beiträge: 1.614
Gespeichert
Gibt es eigentlich auch erschwingliche Tastköpfe, mit denen ich an die 800 V meiner Dynacords gehen kann?
Liebe Grüße

Beate

sev

*****
YaBB God
Beiträge: 853
Most of life´s problems can be fixed by a chainsaw
Gespeichert
 :gutenmorgen: Bea,
beim großen R gibts einen x100 1,5kV für gut 30€. Hab selbst die Tastköpfe von Testec und bin zufrieden damit.
Grüße
Sev
"If there's more than one way to do a job, and one of those ways will result in disaster, then somebody will do it that way."
--Edward Murphy

chipsatz

*****
YaBB God
Beiträge: 569
Gespeichert
Hallo,

man sollte vielleicht noch erwähnen, dass ein 1:1-Tastkopf für Messungen an Röhrenschaltungen recht ungeeignet ist. Mal abgesehen von den hohen Spannungen, die zu beachten sind, hat man damit meist 1MOhm Eingangsimpedanz. Wenn ich damit in der Schaltung "herumstochere" sind die Messungen nicht viel Wert. Oder wenn ich damit z.B. am Bias-Bereich einer Endstufe "messe", kann das schnell zur "Hitzebildung" kommen ;D.

Grüße
mike

Meik_the_mechanic

Gast
Gespeichert
Interessantes Thema  ;)
Ich habe mir heute ebenfalls ein Oszi zugelegt um in die Messtechnik mal rein zu schnuppern.
Eine Seite mit Tipps zum ersten Kauf habe ich gefunden bei den Radiobastlern.
Für ein Philips PM3302 habe ich mich entschieden, das soll Baugleich mit dem Hameg 208 sein.
Bin gespannt ob mir Messtechnisch das bei meinen Verstärkern helfen kann.

20Mhz sind ja relativ wenig, wofür braucht man denn mehr ?
Spannungsmessungen bis 400 Volt sind möglich.
Lohnt sich so ein Component Testkopf ?

Grüße
Meik

SvR

*****
YaBB God
Beiträge: 2.383
Gespeichert
Salü,
Zitat von: Meik_the_mechanic am Jan 09, 2014, 07:39
Lohnt sich so ein Component Testkopf ?
Du meinst wahrscheinlich einen Komponententester? Da reicht auch eine Wechselspannungsquelle (Steckernetzteil mit AC am Ausgang), ein Shuntwiderstand und ein Oszi in xy-Betrieb. ich verlinkt mal zur Abwechslung nicht auf meine eigene Osziseite  ;)
mfg Sven
Rettet den Wald, esst mehr Biber!
PIC32-Tutorial

Meik_the_mechanic

Gast
Gespeichert
Sven  :topjob:

Dankeschön  :danke:

Bierschinken

*****
YaBB God
Beiträge: 4.112
Gespeichert
Hallo,

20MHz sind absolut ausreichend, mehr braucht man nur, wenn man im Funk oder Digitaltechnik unterwegs ist.
Für den Audiokram reicht prinzipiell 5MHz schon aus.
Bei so hohen Frequenzen wird das Messen ohnehin zur Wissenschaft für sich, das sprengt aber hier den Rahmen.

Ich weise einfach mal darauf hin, dass ein Funktionsgenerator oder zumindest ein Sinusgenerator genau so wichtig ist wie ein Oszilloskop. Das Eine kann praktisch nix ohne das Andere.

Grüße,
Swen

Meik_the_mechanic

Gast
Gespeichert
Mit dem Sinusgenerator geht dann man dann in den Eingang ?
Oder verfolgt man damit das Signal in der Schaltung ?

Und bitte was macht ein Funktionsgenerator ?