Frag zu TT Jim und Lautsprecher

Begonnen von twagner, Jan 04, 2018, 11:34

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twagner

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Liebe Forummitglieder,

ich habe vor, mir den Jim (als meinen ersten Amp-Bausatz) zu kaufen und habe zwei Fragen zum Thema Lautsprecher:

1. Ich würde gerne den Ausgangswiderstand über einen Impedanzwahlschalter (wie im TT-Shop erhältlich) verändern können, um auch 16 Ohm Lautsprecher(boxen) anzuschließen (oder doch zwei, drei Buchsen anbringen ... da bin ich mir noch nicht sicher). Technisch sollte dies ja kein Problem sein (oder?). Wie wird sich aber der Klang verändern bzw. gibt es "Einbuße", wenn man statt 8 Ohm andere Impedanzen nimmt?

2. Gibt es Empfehlungen für einen Lautsprecher (12'') bzw. hat schon jemand Erfahrungen gemacht? Im Moment schwanke ich noch zwischen WGS ET65, Veteran 30, Retro 30 oder doch Celestion G12 Greenback oder Vintage 30. Ach, die Auswahl ist viel zu groß...

Vielen Dank im Voraus!

Herzliche Grüße,
Thorsten

stevo

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Hallo Thorsten,

1. kein Problem, Du musst dann die entsprechenden Anschlüsse des Übertragers verwenden, diese sind im Datenblatt angegeben. Der Klang verändert sich bei korrekter Impedanzanpassung nicht.

2. das ist Geschmackssache, am besten ausprobieren, wenn möglich, hat bei mir fast ein Jahr und etliche Käufe und Verkäufe in Anspruch genommen. Als Alternative zu den Greenbacks werfe ich mal die WGS Green Beret in den Ring, die finde ich persönlich mit allen meinen Amps sehr gut (allerdings habe ich keinen Jim)

Gruß stevo
up the soldering irons!

roseblood11

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Da der Jim ja vermutlich als Übungsverstärker gebaut wird, solle man, falls das ein wichtiges Thema ist, die Lautstärke zum zunächst wichtigsten Kriterium machen. "Ordentlich" verzerrt und mit einem 12-Zöller mit hohem Wirkungsgrad wird die Kiste sich bei Pegeln wohlfühlen, die ,,nicht mehr ganz" wohnzimmertauglich sind. Ja, es gibt einen Master, aber... Deswegen könnte ein 10-Zöller mit geringem Wirkungsgrad eine sinnvollere Wahl sein, da gibt es ja auch viel Auswahl.
Wenn man den Amp nie weit aufdrehen kann, hat man Probleme, neue Speaker richtig einzuspielen. Das spricht für den Gebrauchtkauf, zudem kann man das Trial-and-error Spielchen dann mit etwas Glück kostenneutral spielen.

Grüße, Immo

roseblood11

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Laurent

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Moin Immo,

Hast du diese LS schon mal getestet?

Gruss
Laurent

roseblood11

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Leider nicht, nur mal bei jemandem gehört, aber bei hoher Lautstärke. Der war sehr zufrieden, sagte, dass er den leisen Sound eigentlich noch lieber mag, und der laute war schon sehr gut. War der Reignmaker in Verbindung mit einem JTM45 oder etwas sehr ähnlichem.

Laurent

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Wollte mir demnächst eine 112 Rex zulegen und so ein LS wäre schon recht gut.
Die 75W reichen mir eigentlich voll aus.

Danke für den Hinweis, hatte ich nicht auf dem Schirm.

Gruss
Laurent

twagner

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Danke für die Antworten!

Jetzt sind aber noch weitere Auswahlmöglichkeiten hinzugekommen ;) ... und ich war ja so schon unentschlossen.
Vielleicht muss ich wirklich ein paar ausprobieren und sehen was mir gefällt.

Der Reignmaker sieht wirklich sehr interessant aus. Das Konzept mit dem Attenuator ist wirklich genial, und zumindest in den Videos, die man auf YouTube betrachten kann, klingt er auch noch gut.

fränki

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Der Leisesprecher
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Hi, ich benutze am Jim (EL84) den Celestion Greenback 12 Zoll mit 8 Ohm, wenn ich nochmal eine Box bauen sollte dann mit 2 solchen Greenbacks, dann mit 16 Ohm parallel auf 8 Ohm.

Der Jim klingt mit dem Lautsprecher sehr sauber , warm, druckvoll und voll nach meinem Geschmack. Die Kombi spielt auch extrem laut.

Wichtig ist immer der Wirkungsgrad des Lautsprechers, 3 db mehr sind doppelt so laut !

Ich habe gerade mein neues Projekt den Jim HP angefangen, (weil ich die EL34 lieber mag) und werde bald berichten.
Gruß Frank

Dirk

Dirk M.
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Zitat von: fränki am Jan 07, 2018, 08:00
Wichtig ist immer der Wirkungsgrad des Lautsprechers, 3 db mehr sind doppelt so laut !

Theoretisch richtig in der Praxis aber ein Irrglaube. Der Schalldruck wird bei offene Schallwand und bei 400 Hz ermittelt. Die Angabe des Schalldrucks beziehen sich daher nicht über den ganzen Frequenzbereich sondern auf einen bestimmten Punkt. Wenn man nun einen nutzbaren Frequenzbereich von 100 Hz - 1200 Hz annimmt, dann sollte man sich auch besser diesen kompletten Bereich anschauen und vergleichen, also die Frequenzverläufe, welche einen viel bessere Beurteilung des Lautsprechers zu lassen.

Die weiter o.a. Lautsprecher hatte ich ebenfalls mal im Programm und auch selbst getestet. Ich habe Sie jetzt nicht mehr im Programm und würde dazu raten sich mal einen einfachen L-Pad oder auch T-Pad als Alternative an zu schauen, was zudem bei der gegebenen Leistung auch noch recht kostengünstig umgesetzt werden kann.

Gruß, Dirk

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hatta

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Ist das sowas ähnliches wie diese "fluxtone speaker" ?
Also quasi ein verstellbarer magnet im lautsprecher?

roseblood11

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Ja, der Magnet wird rein bzw. raus geschraubt. Eigentlich eine genial einfache Lösung, ich frage mich, warum es das nicht viel öfter gibt?

GeorgeB

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#12
Zitat von: fränki am Jan 07, 2018, 08:00Wichtig ist immer der Wirkungsgrad des Lautsprechers, 3 db mehr sind doppelt so laut !
Nee, nicht ganz. 6dB mehr (Faktor  2) an spannungsbezogener Kennempfindlichkeit bringen definitionsgemäß physikalisch den doppelten Schalldruck bei gleicher Klemmenspannung. Gefühlt ist das aber nicht "doppelt so laut", sondern etwas weniger (es braucht ca 10dB -- Faktor 3 -- für eine psychoakustische verdoppelte Lautheit). 3dB mehr sind nur gefühlt nur ungefähr "25% lauter".

GeorgeB

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Zitat von: roseblood11 am Jan 08, 2018, 02:16
Ja, der Magnet wird rein bzw. raus geschraubt. Eigentlich eine genial einfache Lösung, ich frage mich, warum es das nicht viel öfter gibt?
Weil das eine konstruktiv wie baulich sehr aufwändige Lösung ist : teuer, anfällig, nur in offenen Boxen sinnvoll zu benutzen, und letztlich doch nicht genug Regelbereich ans Lautstärke. Eigentlich will man zudem beim Leisermachen nicht die Thiele/Small-Parameter des Chassis (in dem Fall insbes. die elektrische Güte "Qes") verändern, aber genau das passiert hier. Und die Schwingspule ist nun wirklich der allerblödste Ort um Verlustleistung zu verbraten...

Das Ganze läuft für mich unter "wir finden für jede Lösung ein Problem!"

roseblood11

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Was ist daran baulich so aufwändig und vor allem anfällig? Ich hätte mir das jetzt als ziemlich simple Lösung vorgestellt, à la Schneckengang etc, wie zB in Objektiven?

Gut 9dB sind gar nicht so wenig, und in der Praxis reicht das doch für viele Fälle aus. Man macht damit nicht aus einem 100W-Boliden einen Wohnzimmer-Amp, aber dieses Ansinnen ist immer Blödsinn, egal, wie man es angeht. Zudem finde ich hier die (sehr kleine) klangliche Veränderung beim Runterdrehen tendenziell positiv, im Gegensatz zu Power Soaks, Master Volume & Co.
Ich hätte so einen Speaker für einen 15W-Amp im Auge, als 1*12 Combo. Am Speaker voll aufgedreht völlig ausreichend für Proberaum und Gigs, runtergedreht in geeigneten Regionen für Aufnahmen und (beinahe) zum Üben zu Hause. Clean geht es sicherlich gut, und selbst wenn man zusätzlich noch am Master etwas runterdrehen muss, wird es so wenig sein, dass es denn Klang nicht wesentlich verändert.

Aber es wäre sicher gut, Erfahrungen von Leuten zu hören, deren Eindrücke ich da einschätzen kann...

Grüße, Immo