Frage zur EL 84 im Eintakt A Betrieb

Begonnen von Cons, Nov 17, 2024, 08:04

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Cons

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Hallo zusammen,

ich vermute, dass ich mal wieder den Wald vor lauter Bäumen nicht sehe...

Also, es geht um eine EL84 Endstufe im Eintakt A Betrieb.

Gegeben sei ein Ausgangsübertrager mit 5000 Ohm und der Ia max. beträgt 45 mA.


Das Lehrbuch sagt:

250 V / 0,048 A = 5200 Ohm

Rk = -Ug / Ik
Ik = Ia + Ig2

7,3V / 0,0535 A = 136 Ohm

Ist klar.

Wenn mein Ausgangsübertrager nun aber 5000 Ohm hat, wie berechnet sich denn dafür der Rk?
Die einzige Möglichkeit wäre doch, wenn ich mit dem Ia etwas zurückgehe und die Anodenspannung reduziere?
So, dass ich am Ende nicht über 5000 Ohm und unter 45 mA bleibe.

Rechne ich nun statt Ia: 0,048 A mit 0,045 A und belasse Ig2 bei 0,0055 A?

Der Rk müsste nach meiner Vermutung höher liegen als 136 Ohm. Irgendwas zwischen 150 Ohm und 180 Ohm, oder?

Oder wie würdet Ihr dabei vorgehen?

Gruß
Cons



stephan61

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Hallo Cons,

5000 ohm sind nur knapp 5% Abweichung zu den genannten 5200 ohm.
Da sind doch die meisten Bauteiltoleranzen größer. Von der Toleranz in der Röhre ganz zu schweigen.
Einfach ausprobieren, messen und Verlustleistung ausrechnen. Dann ggf. anpassen.

Viele Grüße Stephan
"It must schwing!"

Cons

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Zitat von: stephan61 am Nov 17, 2024, 10:51
Hallo Cons,

5000 ohm sind nur knapp 5% Abweichung zu den genannten 5200 ohm.
Da sind doch die meisten Bauteiltoleranzen größer. Von der Toleranz in der Röhre ganz zu schweigen.
Einfach ausprobieren, messen und Verlustleistung ausrechnen. Dann ggf. anpassen.

Viele Grüße Stephan

Hallo Stephan,

vielen Dank.

Gruß
Cons


Stahlröhre

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Moin, du kannst deine Lastgraden mit diesem Tool vergleichen: https://www.vtadiy.com/loadline-calculators/vacuum-tubes-available-in-the-loadline-calculator/

Den Unterschied von 5000 zu 5200Ohm kannst du so ziemlich vernachlässigen. In der Praxis ändert sich die Lastgerade eh, da die Lautsprecherimpedanz keinesfalls konstant ist. Tendenziell steigt diese weiter, sodass die Gerade wieder flacher wird.
Gruß,
Max

Cons

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Zitat von: Stahlröhre am Nov 17, 2024, 12:30
Moin, du kannst deine Lastgraden mit diesem Tool vergleichen: https://www.vtadiy.com/loadline-calculators/vacuum-tubes-available-in-the-loadline-calculator/

Den Unterschied von 5000 zu 5200Ohm kannst du so ziemlich vernachlässigen. In der Praxis ändert sich die Lastgerade eh, da die Lautsprecherimpedanz keinesfalls konstant ist. Tendenziell steigt diese weiter, sodass die Gerade wieder flacher wird.

Hallo Stahlröhre,

vielen Dank für den Link.
Sieht aber sehr kompliziert aus...
Muss ich mich erst mal mit befassen.

Gruß
Cons

Helmholtz

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Eine sehr gute Orientierung bieten immer die Datenblatt-Dimensionierungsbeispiele.
Mit B+ = 250V wird dort für Ra = 5,2k und 48mA ein Kathodenwiderstand von 135R empfohlen.
Unter Berücksichtung des G2-Stroms von 5,5mA ergibt sich damit eine Kathodenspannung von 7,2V und eine Anodendissipation von 11,7W.
Der Ra existiert nur für AC. Im Ruhebetrieb sieht die Anode nur den (DC) Kupferwiderstand, der keinen Einfluss auf den Ruhestrom hat.

Röhre69

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Hallo Cons,

https://elektronikbasteln.pl7.de/audio-endstufe-mit-einer-pentode-dimensionieren

da ist das ganze übersichtlich und verständlich anhand der EL84 erklärt. Lässt sich dann relativ einfach auf andere Pentoden ummünzen.

Grüße

Röhre69

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Hallo Cons,

m.E. auch ein Klassiker, sehr lesenswert:

https://www.valvewizard.co.uk/se.html
https://www.valvewizard.co.uk/Grounding.pdf
https://www.valvewizard.co.uk/pentode.html

Da wird der "Screen Bypass Capacitor" an Kathode gelegt und nicht an Signal-Masse. Ein befreundeter Röhrenverstärker-Bauer und ich haben das bei unseren EL84SE (HIFI Stereo, nicht Gitarre) auch so gemacht. Führt zu einem etwas/minimal "ruhigeren" Klangbild, kann aber auch Einbildung sein.


Cons

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Vielen Dank an alle für die wertvollen Tipps und Hilfen.

Der Knoten ist scheinbar jetzt geplatzt bei mir.

Hat zwar etwas gedauert, aber immerhin. Besser spät als nie.

Gruß
Cons

Röhre69

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Hallo Cons,

was soll´s denn am Ende werden? (HIFI-Stereo oder Gitarren-Amp)?

Grüße

Cons

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Zitat von: Röhre69 am Nov 25, 2024, 08:37
Hallo Cons,

was soll´s denn am Ende werden? (HIFI-Stereo oder Gitarren-Amp)?

Grüße

Hallo Röhre69,

nun ja, das steht noch nicht so ganz fest.
Ich würde sagen, eher so eine Art "Experimentalverstärker" bzw. Endstufe. Man könnte auch sagen "Funktionsmodell".
So ähnlich wie man es früher im Physikunterricht benutzt hat, um das Prinzip der Pentode in Eintakt A Endstufen zu erklären.
Mit Messmöglichkeiten für die einzelnen Spannungen und Ströme im Betrieb.

Gruß
Cons


Röhre69

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Hallo Cons,

wenn´s "nur" ein Demoteil werden soll würde ich Dir eine EL71=5902 (Subminiatur, evtl. hat die auch TT im Angebot) empfehlen. Kommt mit viel kleineren, evtl. ungefährlichen Spannungen aus, was die Sicherheit erhöht. Hat dann auf die Schnelle abgeschätzt ca. 0,5 W Ausgangsleistung ist damit nur ein Viertel so laut wie ein 50 W-Monster. Der Ausgangsübertrager (z.B. Hammond 125 ASE) fällt dann ebenfalls kleiner und kostengünstiger aus. Da gibt´s einige Foren speziell für diese Pencil-Tubes. Bin selber gerade auch an so einer Endstufe dran, geht aber zur Zeit schleppend voran, weil andere Projekte Vorrang haben.

Grüße

https://sengpielaudio.com/Rechner-Lautheit.htm