Technik > Tech-Talk Fender
Tweed-Champ - blocking distortion?
Kpt.Maritim:
Hallo
was soll das Blocken einen Gridstoppers bringen?
1. Er ist dann kein Gridstopper mehr. Dennd er Snnn eines solchen ist es Hochfrequenz zusammen mit der Eingangskapazität der Röhre abzufiltern. Ist er mit einem C gebrückt, dann haut das nicht mehr hin.
2. Blocking Distortion entsteht durch Zeitkonstanten beim Umladen der RC-Glieder vor einer Röhre. Sie ist sehr schön als Nadeln auf den gekappten Halbwellen sichtbar zu machen. Noch eine Zeitkonstante macht das nicht besser.
Viele Grüße
Martin
Namenlos:
Nabend miteinander,
vielleicht hab ich ein Verständnisproblem der Blocking Distortion, ich verstehs so:
Das Problem ist doch das Signal der vorherigen Stufe das in der Regel gegen Masse ausgekoppelt wird. Setzt jetzt Gitterstrom ein wird es nichtmehr gegen Masse sondern gegen Uk der nächsten Stufe ausgekoppelt. Das lässt den Arbeitspunkt unserer Schaltung wandern, je größer die Zeitkonstante der vorherigen Stufe (C_anode-R_masse) desto länger hält dieser Zustand an.
Vergrößert man den Gridstopper bzw. fügt man einen ein verringert man den Potentialunterschied der sich bei Gitterstrom dynamisch einstellt. Man verringert also die Blocking Distortion indem man die Zeitkonstante zum Zeitpunkt des Gitterstroms verringert.
Der Gridstopper hat den Nachteil, dass er mit den (zum Teil mit µ multiplizierten)Kapazitäten des Gitters einen Tiefpass darstellt. Um diesen zu beseitigen überbrückt man ihn mit einem Kondensator, die Blocking Distortion sollte das sehr wenig beeinflussen, da diese bei längeren Periodendauern/Gitterströmen viel stärker zum tragen kommt.
Grüße
Henning
Headsurgeon:
--- Zitat von: Namenlos am 5.08.2009 19:20 ---Ich habs noch nie ausprobiert, aber schon nen paarmal gesehen: Es gibt auch Hersteller die einen Gridstopper mit einem Kondensator überbrücken, das müsste eigentlich helfen.
Grüße
--- Ende Zitat ---
Ein kleiner Kondensator (~ 100pF) parallel zu einem Gridstopper von 100k... 200k
vor einer ECC83 verhindert, dass durch den Miller Effekt zu viel Hoehen verloren gehen,
und erhoeht den Gitterstrom nur sehr geringfuegig.
Gruesse!
Headsurgeon:
Hi,
Der 470k Grid Stopper vor der 2. Verstaerkerstufe im Soldano SLO100
1) bewirkt eine Reduzierung des Gitterstromes (a) - man vergleiche den Strom, der ueber Widerstaende
bei negativen Spannungen zur Masse fliesst (b). Ist a kaum groesser als b, laedt sich der
Koppelkondensator kaum auf und es blockt weniger.
2) bildet einen Tiefpass mit Cga*Verstaerkung.
Weiter siehe auch posting von 9:22.
Gruesse!
--- Zitat von: Namenlos am 5.08.2009 22:46 ---Nabend miteinander,
vielleicht hab ich ein Verständnisproblem der Blocking Distortion, ich verstehs so:
Das Problem ist doch das Signal der vorherigen Stufe das in der Regel gegen Masse ausgekoppelt wird. Setzt jetzt Gitterstrom ein wird es nichtmehr gegen Masse sondern gegen Uk der nächsten Stufe ausgekoppelt. Das lässt den Arbeitspunkt unserer Schaltung wandern, je größer die Zeitkonstante der vorherigen Stufe (C_anode-R_masse) desto länger hält dieser Zustand an.
Vergrößert man den Gridstopper bzw. fügt man einen ein verringert man den Potentialunterschied der sich bei Gitterstrom dynamisch einstellt. Man verringert also die Blocking Distortion indem man die Zeitkonstante zum Zeitpunkt des Gitterstroms verringert.
Der Gridstopper hat den Nachteil, dass er mit den (zum Teil mit µ multiplizierten)Kapazitäten des Gitters einen Tiefpass darstellt. Um diesen zu beseitigen überbrückt man ihn mit einem Kondensator, die Blocking Distortion sollte das sehr wenig beeinflussen, da diese bei längeren Periodendauern/Gitterströmen viel stärker zum tragen kommt.
Grüße
Henning
--- Ende Zitat ---
Doas:
Hallo,
ich habe das noch nie kappiert, wieso der Koppelkondensator bei Einsatz des Gitterstromes umgeladen werden soll. Da aber alle Fachleute das hier behaupten, glaube ich es.
Besonders interessiert mich die Aussage von Kpt. Maritim zu den Nadeln auf dem Oszi. Ich habe soetwas noch nicht beobachtet. Auch nicht bei Amps, bei denen ich glaubte BD zu hören.
Allerdings habe ich einen Bandmaster mit Katodyn-Splitter bei dem , wenn er übersteuert wird, die eine Halbwelle aussieht wie ein Kondom. Auf der oberen Welle bildert sich ein "Reservoir" ::).
Meinst Du soetwas mit "Nadel" ?
Ich habe mal Bilder angefügt.
Das erste zeigt das Kondom (Anode Katodyn Splitter).
Das zweite zeigt das Katode - Signal des Katodyn.
Das dritte zeigt das ehemalige Kondom Signal aber ohne Endröhre.
Es scheint also wirklich ein Problem der hochohmigeren Anodenauskopplung im Zusammenhang mit dem Gitter der 6L6 zu sein.
Die Frage ist nur....wie verhindern ????
Beim Müller Classic sind Z-Dioden gegen die BD drin. Marc schwört offenbar darauf. Auch hier habe ich den Sinn nicht 100ig begriffen...auch nicht wie diese Z-Dioden dimensioniert werden müssen.
Für Euch sollte das aber kein Problem sein und Ihr könntet das ja in dem Champ mal ausprobieren.
Viele Grüsse!
Doas
Navigation
[0] Themen-Index
[#] Nächste Seite
[*] Vorherige Sete
Zur normalen Ansicht wechseln