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Tweed-Champ - blocking distortion?

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Bierschinken:
Hallo,

die Millerkapazität bleibt bestehen, nur ist sie beim Kathodyn kleiner, das das gain bei 1 liegt.

Sie berechnet sich als Cin = Cgk + (Gain+1) * Cgp = 2,3pF + (2)* 2,4pF = 7,1pF
Damit liegt die Grenzfrequenz mit 1M bei 1/( 2*pi*1*7,1*10^-6) = 22,4kHz

D.h. 22,4kHz haben bereits eine Dämpfung von -3dB, aber Frequenzen darunter haben ja auch schon eine gewisse Dämpfung.

Hast du nun ein ungebrücktes Poti vor dem Kathodyn, sagen wir nochmal 1M, dann vergrößert sich der Gridstopper zusätzlich.
Bei Poti auf 12Uhr liegen 850k zusätzlich im Signalweg, sodass der Gridstopper 1,85M beträgt.
Das ergibt eine fgu von 12,1kHz und ich wette, dass man das deutlich hört.

Ich würde besagten Gridstopper mit ein paar pF brücken um mir nicht die Obertöne zu killen.
In deinem Fall wäre das ja kein Thema, da der Gridstopper nicht dazu dienen soll HF-Schwingungen zu vermeiden.

Lirum, Larum, ich würde an der Ursache arbeiten und nicht an den Symptomen.
Die Blocking distortion ist letztlich nichts anderes als ein zu positives Gitter dass Strom zieht.
Ist die Zeitkonstante Rg*Ckoppel zu groß wird der Koppel-C nicht ausreichend aufgeladen und es kommt zu diesem "verschlucken".

Also, entweder muss der Treiber ausreichend Strom liefern können oder es muss die Zeitkostante Cg*Rk verkleinert werden oder es muss der Pegel limitiert werden, sodass Ug nicht positiv werden kann.

Grüße,
Swen

GeekG:

--- Zitat von: darkbluemurder am 11.03.2010 09:43 ---Der JTM-45 - eine reine Kopie des 5F6-A Fender Bassman - hat dort noch 0,1uf - oha, matscht beim Aufdrehen, also runter damit - im 1987 sind es nur noch 0,022uf. Später haben sie in der Vorstufe die Bässe weiter reduziert und die Höhen angehoben - der typisch helle/grelle Marshall-Sound entwickelte sich so.
Viele Grüße
Stephan

--- Ende Zitat ---

ja aber der sound des jtm-45 hab ich hundertmal lieber als ein grelles gekrächtse eines jcm 800 oder wie die alle heißen.
es ist eben eine kunst dass man einen warmen fetten klang hat ohne blocking distortion und ohne zusehr zu matschen wenn man laut und verzerrt spielt.
oder dass man einen schönen ausgeglichen clean/crunch klang hat der dann fetter wird je mehr man das volume poti an der gitarre aufdreht, so sollte es sein, aber leider ist es immer umgekerht, dass man wenn man ausgeglichen anfängt mt dem verzerren immer dünner und dünner wird je lauter und verzerrter es wird. und wenn man einen super verzerrten sahnigen overdrive hat, durch wegnehmen des gains oder des volume potis an der gitarre ist es dann nur noch dumpf und matsch. mit einem treble booster der auch eine klangregelung für die bässe besitzt bekommt man das noch am ehesten in den griff, aber auch nicht immer hundertprozent.

ich habe im NT 2 modes, bright und thick die wie ganz andere amps klingen. vielleicht kann man lediglich beim thick mode etwas mehr bass wegnehmen, und dafür beim bright mode ein wenig bass dazugeben, oder eben einfach lassen wie der ist, weil der hat ja eine klangregelung am amp selber. daszu müsste ich mich auskennen im schema wo die jeweiligen punkte sind wo ich genau das beinflussen kann. wo z.b (coupling) caps sind die nur auf den thick mode wirken. das wäre eben feintuning. wenn diese beiden modes nach meinem geschmack abgestimmt habe kann man den rest mit röhren die heller und dunkler klingen ausgleichen. zurzeit klingt der bright kanal ganz gut (weil ich spezielle preampröhren reingetan hab die wärmer klingen) bei gain bis 60% (darüber stört die blocking oder crossover distortion den ton) aber dafür leidet der thick mode jetzt, bei gemäßigter lautstärke klingt der zu dumpf. am wichtigsten ist die genaue einstellung des thick modes, weil man dafür keine klangregelung besitzt am amp selber.
aber das ist nebensache, will nur mal die blocking distortion wegkriegen, und über die coupling caps schaff i vielleicht sogar beides.

zuerst werd ich aber noch die grid stopper der endstufen erhöhen. (wegen blocking distortion) und dann sehen ob man noch wo bass wegnehmen muss im thick mode. alles klar soweit. hilft nur testen testen testen.

cca88:

--- Zitat von: GeekG am 12.03.2010 02:36 ---
SNIP

oder dass man einen schönen ausgeglichen clean/crunch klang hat der dann fetter wird je mehr man das volume poti an der gitarre aufdreht, so sollte es sein, aber leider ist es immer umgekerht, dass man wenn man ausgeglichen anfängt mt dem verzerren immer dünner und dünner wird je lauter und verzerrter es wird. und wenn man einen super verzerrten sahnigen overdrive hat, durch wegnehmen des gains oder des volume potis an der gitarre ist es dann nur noch dumpf und matsch. mit einem treble booster der auch eine klangregelung für die bässe besitzt bekommt man das noch am ehesten in den griff, aber auch nicht immer hundertprozent.

SNIP


--- Ende Zitat ---

Äh - hast Du es schonmal mit einem Kondensator über dem Volumepoti der Gitarre probiert?

Der macht - zumindestens bei meiner Strat (270pF) - genau was Du beschreibst.
Zurückgedreht "cleanish" mit schönen durchsetzungsfähigen "Klingelhöhen".
Voll auf darf der Amp schreien und es wir alles fetter.

Funktioniert mit
Tweed Deluxe
Smart20
Vibrolux mit tubefactor....

Grüße

Jochen

Joachim:
Hi!


--- Zitat von: GeekG am 12.03.2010 02:01 ---habe gehört das gerade bei der kathodyn phase inverter stufe es zu KEINER höhenabdämpfung kommt, im gegensatz zu anderen stufen.
--- Ende Zitat ---

Das ist eine sehr theoretische Betrachtung ;). Aber selbst theoretisch: Swen hat's Dir ja schon mal vorgerechnet, das selbst rechnerisch eine Höhendämpfung besteht. Ich arbeite in meinem 5E5-A mit einem DC-gekoppelteten Kathodyninverter. Auch da hatte ich zuerst einen 1M-Gridstopper. Der Amp war danach schlichtweg dumpf. Mittlerweile sitzen da 150k, das ist okay, aber man kann immer noch eine leichte Höhendämpfung wahrnehmen.

Große Gridstopper sind in High-Gain-Zweigen sehr sinnvoll, keine Frage - ob's dabei gleich 1M sein muss, stell ich mal in Frage. Aber in der Kathodynstufe, über die auch die Clean-Signale gehen ist es schlicht Unfug. Abgesehen davon, dass ich in High-Gain-Designs keine Kathodynstufe verwenden würde.

Swens Vorschlag, mit einem kleinen C über dem 1M die Höhen wieder anzuheben, könnte dabei aber etwas Abhilfe schaffen. Ein Versuch wäre das sicher wert.


--- Zitat ---ja aber der sound des jtm-45 hab ich hundertmal lieber als ein grelles gekrächtse eines jcm 800 oder wie die alle heißen.
--- Ende Zitat ---

Dann hast Du noch keinen guten 2203 gehört ;D. Der hat Eier ohne Ende und grell ist der nur, wenn man die Höhen zu sehr aufreist ;). Und der 2203 hört aufs Volume-Poti, wie ein gut erzogener Hund auf den Blick seines Menschen ... :angel:

Grüße,
Joachim

Joachim:

--- Zitat von: cca88 am 12.03.2010 08:05 ---Äh - hast Du es schonmal mit einem Kondensator über dem Volumepoti der Gitarre probiert?

Der macht - zumindestens bei meiner Strat (270pF) - genau was Du beschreibst.
Zurückgedreht "cleanish" mit schönen durchsetzungsfähigen "Klingelhöhen".
Voll auf darf der Amp schreien und es wir alles fetter.

Funktioniert mit
Tweed Deluxe
Smart20
Vibrolux mit tubefactor....

--- Ende Zitat ---

... und im 2203 ;D

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