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fancy doin' it again ? - (Neues Amp Projekt)
fiestared:
Hallo @all
--- Zitat von: _peter am 20.02.2013 10:59 ---Hallo,
Deswegen schrieb ich "wechselstrommäßig". Für Wechselstrom ist die Biasversorgnung Masse,
wie auch die Anoden oder SG-Spannung. Die Gleichspannungen sind ja alle mit Kondensatoren
wechselstrommäßig nach Masse kurzgeschlossen.
Gruß, Peter
--- Ende Zitat ---
...ok, verstehe. Hatte ich an der Stelle so noch garnicht betrachtet und deswegen auch übersehen.
Habe zu dem Thema gestern nochmal das Netz durchsucht und bin bei "http://www.aikenamps.com/BlockingDistortion.html" fündig geworden.
Der schlägt als Lösung u.a. übrigens den von mir eingeschlagenen Weg vor. ;D
--- Zitat ---"... If you can prevent the output stage from going too far into grid clamp, you can minimize the problem. This can also be accomplished by adding a negative-clipping zener circuit to limit the maximum negative swing of the output tube grid drive. If you limit the peak negative signal drive to a level equal to twice the bias voltage, the clipped waveform will not be "pushed down" into the class B region, because the signal is much more symmetrical, and the average level is centered around the bias voltage.
..."
--- Ende Zitat ---
Also Zener mit ~ zweifacher Bias-Vorspannung & und eine weitere Diode wird auch nicht erwähnt.
Nun gut, ich denke Thema erledigt...
Diese Thematik war auch nicht der Grund warum ich den Thread wieder aufgenommen habe. Mir ging es eigentlich in erster Linie um die - für mich vollkommen überraschend hohen - Verlustleistungen, die die Schirmgitter bei Endstufenübersteuerung aushalten müssen.
Gut, die Belastungsspitzen liegen auch bei noch nach Sinus aussehendem Ausgang deutlich über den max. 8W (bei EL34). Aber das ist auf eine Periode betrachtet nur ein kleiner Bruchteil der Periodendauer.
Bei hoher Übersteuerung, wenn es gegen "Rechteck"-Spannung tendiert, geht es gegen 50% der Periodendauer. Das heißt doch:
Volle Übersteuerung (mit z.b. stehendem Ton) -> ungefähr die Hälfte der Zeit werden die Screens mit deutlich mehr als dem doppeltem der max. G2 verlustleistung konfrontiert...
(siehe Post #54 screen-pic)
Was sagt ihr dazu ???
Würde gerne auch mal ein anderes EL34 - Modell in LTSpice ausprobieren. Hat jemand was ?
+ Hat jemand ein LTSpice Modell für Hammond OT's (1650-Serie) ?
gruß Axel
jacob:
Hi,
ich hatte diese "Zener-/ 1N4007- Anti- Buzz"- Methode mal bei einem 18Watter ausprobiert.
Kam auch absolut prima auf dem Scope, aber: "auf'm Platz" waren da auf einmal bei sehr niedrigen Pegeln im Hintergrund Geräusche zu hören, die mich sehr stark an eine leicht schleifende Lautsprecher- Schwingspule erinnerten.
Habe die Sache dann allerdings nicht mehr weiter verfolgt, da ich Dioden im Siglanweg sowieso generell ziemlich skeptisch gegenüber stehe (alter Sack :devil: )
Gruß
Jacob
Beano:
Hey,
ich glaube, ich habe die Sache mit den Zener-Dioden jetzt kapiert. Allerdings funktioniert das ohne die zusätzliche 1N4007 nur in dieser Konstellation, also Fixed Bias und Zener nach Masse.
Ich war in Gedanken immer bei einem Kathodenbias-Amp, dort ist die zusätzliche 1N4007 zwingend.
In Zusammenhang mit dem Problem der SG-Verlustleistung würden mich echte Scope-Bilder mehr interessieren. Simulationen stoßen ja irgendwann an ihre Grenzen, erst recht wenn man kein genaues Modell hat, z.B. für den AÜ...
Grüße
Mathias
es345 (†):
--- Zitat ---Volle Übersteuerung (mit z.b. stehendem Ton) -> ungefähr die Hälfte der Zeit werden die Screens mit deutlich mehr als dem doppeltem der max. G2 verlustleistung konfrontiert...
(siehe Post #54 screen-pic)
Was sagt ihr dazu
--- Ende Zitat ---
Hallo Axel,
Der Mittelwert - aufgrund der thermischen Trägheit - ist entscheidend. Wenn ich mir Deine Simulationsgrafik aus post#54 anschaue, schätze ich ein Tastverhältnis von 0,45. Das führt zu 21W*0,45= ~9,5W In der Tat höher als die maximale G2 Verlustleistung laut Datenblatt. Wie schon von Mathias angesprochen: jede Simulation hat ihre Grenzen.
Befrag mal die Natur: Miss am besten mit dem Scope den Spannungsabfall über dem Schirmwiderstand (Overdrive mit Sinusgeneratoransteuerung) und bestimme daraus den G2 Strom. Daneben ein altbewährtes Mittel ohne Hightech für die Abendstunde: Overdrive mit Sinusgenerator, Licht aus und G2 in der Röhre beobachten: es sollte dunkel bleiben, auch nach einer Minute. Ist das nicht der Fall, verdopple den Schirmgitterwiderstand und wiederhole den Test.
Gruß Hans- Georg
fiestared:
Hallo
--- Zitat von: jacob am 21.02.2013 12:27 ---Hi,
ich hatte diese "Zener-/ 1N4007- Anti- Buzz"- Methode mal bei einem 18Watter ausprobiert.
Kam auch absolut prima auf dem Scope, aber: "auf'm Platz" waren da auf einmal bei sehr niedrigen Pegeln im Hintergrund Geräusche zu hören, die mich sehr stark an eine leicht schleifende Lautsprecher- Schwingspule erinnerten.
Habe die Sache dann allerdings nicht mehr weiter verfolgt, da ich Dioden im Siglanweg sowieso generell ziemlich skeptisch gegenüber stehe (alter Sack :devil: )
Gruß
Jacob
--- Ende Zitat ---
... hab' die Zener seit geraumer Zeit drin - bei mir gibt es keine Geräusche - und das noch ohne 1k Vorwiderstände, welche ich allerdings noch nachrüsten werde.
Die Kurven sehen damit - zumindest in der Simulation - an den abgeschnittenen Halbwellen etwas gemütlicher aus. (Unterdrückung möglicher Transienten wenn die Dioden schalten oder sowas, keine Ahnung - schaden tun sie auf keinen Fall.)
Vielleicht kommen die Geräusche bei Dir auch aus den 1N4007 -> klemm doch nochmal 1k-10k zwischen Grid und Dioden könnte mir vorstellen, daß dies hilft.
... und, naja - es gibt ganz nettklingende Bodentreter die die Zerre aus Dioden bereitstellen...
--- Zitat von: Beano am 21.02.2013 13:02 ---...
Ich war in Gedanken immer bei einem Kathodenbias-Amp, dort ist die zusätzliche 1N4007 zwingend...
--- Ende Zitat ---
Das habe ich gemerkt - und eigentlich entsprechend darauf hingewiesen... + Ja, bei Kathodenbias ist diese wohl angezeigt...
--- Zitat von: es345 am 21.02.2013 17:48 ---Hallo Axel,
Der Mittelwert - aufgrund der thermischen Trägheit - ist entscheidend. ...
Gruß Hans- Georg
--- Ende Zitat ---
Hallo Hans-Georg
Danke. "Mittelwert" - "thermischen Trägheit" - Ja, das klingt sehr sehr plausibel. Das sind die begriffe die ich gebraucht habe, um zu verstehen und mir vorstellen zu können, das die Röhren unter diesem "Overdrive"- Stress überhaupt so lange überleben. :danke:
Ich werd am Wochenende mal mit dem Oszi in den Proberaum fahren und die Natur befragen... ;D
Ganz generell muß ich allerdings sagen: Ich bin von den Möglichkeiten der Simulation doch wider Erwartens sehr angetan. Klar ist auch, daß wenn man dort in die Grenzbereiche und darüberhinaus geht auch unvorhergesehene Dinge passieren können...
...wie im echten Leben. ;D
Gruß Axel
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