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100W MV Vibrosonic/Twin: Ersatz für 80uF Filter Caps

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cca88:

--- Zitat von: smid am  3.04.2015 14:37 ---Hallo Laurent,

meine Messungen ergaben folgendes:

Impendanz des LS: 5,6 Ohm (ich vermute da hat es mal ein paar Wicklungen zusammengebraten)
Vpp am LS-Terminal: ca. 40V (bei 60Hz Sinus, kurz vor bevor der Sinus auf dem Oszi deformierte Kappen bekommt)

Das ergibt also ca. 35W. Das würde erklären, warum der Amp nicht lauter ist als mein Deluxe Reverb Reissue mit 22W.

Sind die 5,6 Ohm statt 8 Ohm kritisch? Und erklärt das die fehlende Leistung? Kann ich noch irgendwas sinnvolles mesen zur Fehlereingrenzung?

Bias Messung steht noch aus, kann ich aber erst heute Abend machen.

Viele Grüße,
Andreas

--- Ende Zitat ---

Hallo Andreas,

mit den 5,6 Ohm - mit Multimeter gemessen?

Dann ist es der Gleichstromwiderstand. Der ist immer geringer, als die (AC)-Impedanz...

5,6 Ohm ist zwar eher niedrig, aber... würde schon irgendwie zu einem 8 Ohm-Lautstprecher passen.

Laufen wirklich alle 4 Töpfe? Die Spannung ist schon wenig...

Grüße

Jochen

Laurent:
Nur eine blöde Frage, ich kenne den Amp nicht, aber gibt es irgendwie eine Art von Leistungreduzierung wie z.B. Pentode auf Triode oder Spannungreduzierung wie "Half / Full" ?

Gruß,
Laurent

EDIT: Was sind für Röhre überhaupt verbaut?

bluesfreak:
Wie immer wäre es hilfreich zumindest die Basics zu wissen:

1. gemessene Heizspannung
2. gemessene Anodenspannung an den Netzteilpunkten, Vorstufen- und Endstufenröhren
3. gemessene Gitterspannung an den Vorstufen- und Endstufenröhren
4. Gemessene Biasspannung am Siebelko und den Endröhren

Gruß
blues

smid:
Hallo Laurent,

5,6 Ohm sind, wie Du vermutet hast, mit dem Multimeter gemessen. Dann muss ich meine Berechnung korrigieren, weil ich mit 5,6 gerechnet habe.
Wenn ich stattdessen 8 Ohm einsetze komme ich auf 25 Watt, das bestätigt noch mehr mein Empfinden, dass der Amp ungefähr so laut ist wie der DRR.
Es sind vier 6L6 GC verbaut, wie im Schaltplan. Bis auf die Phaseninverter-Röhre, die durch eine Ruby ersetzt wurde, hat der Amp vermutlich noch die Originalröhren (die 7025 Röhren haben jedenfalls einen Fender Aufdruck). Laut Vorbesitzer, pensionierter Lehrer, der ihn früher als Rhodes-Verstärker genutzt hat, wurde der Amp seit 1977 nicht mehr benutzt. Nachdem er laut Seriennummer von 1974 ist, sind die Röhren also 3 Jahre gelaufen.

Beim Austausch der Elkos und Kondensatoren habe ich den Aufbau des Amps mit dem mir vorliegenden Schaltplan des 100W Mastervolume Push/Pull Poti Twin verglichen und nur kleinere Abweichungen gefunden (hier und da ein C).
Was ich mit nicht so ganz erklären kann ist allerdings das:

Die weisse Leitung sollte am Massenstern (Pluspol des 80uF Elkos) anliegen; Sie liegt aber, wie mit dem Pfeil angezeigt, an dessen Minuspol. Was das Schaltungstechnisch bedeutet und ob das für die Leistung relevant ist weiss ich aber nicht.

Eine bewusste/nachträgliche Leistungsreduzierung konnte ich nicht identifizieren.

Es gibt keinen Triode/Pentode Umschalter oder einen Spannungsumschaltung.
An den 6L6 Röhren habe ich jeweils 435V im Leerlauf gemessen.
Die Heizspannung habe ich mit 6V AC gemessen.
Die 4 Endstufenröhren leuchten gleichmässig und keine hat bei Sichtkontrolle einen feststellbaren Schaden.
Bias-Messung steht aber noch aus.

@blues:
2. gemessene Anodenspannung an den Netzteilpunkten, Vorstufen- und Endstufenröhren
3. gemessene Gitterspannung an den Vorstufen- und Endstufenröhren
4. Gemessene Biasspannung am Siebelko und den Endröhren

Ich versuche das heute Abend zu machen, muss aber vorher noch einige Informationen dazu sammeln. Ich bin, wie mein Forums-Status zum Ausdruck bringt, auf diesem Gebiet noch absoluter Beginner.

Viele Grüße und vielen Dank an Laurent für das Leistungsmessungs-Tutorial,
Andreas


cca88:

--- Zitat von: smid am  3.04.2015 16:59 ---Hallo Laurent,

5,6 Ohm sind, wie Du vermutet hast, mit dem Multimeter gemessen. Dann muss ich meine Berechnung korrigieren, weil ich mit 5,6 gerechnet habe.
Wenn ich stattdessen 8 Ohm einsetze komme ich auf 25 Watt, das bestätigt noch mehr mein Empfinden, dass der Amp ungefähr so laut ist wie der DRR.
Es sind vier 6L6 GC verbaut, wie im Schaltplan. Bis auf die Phaseninverter-Röhre, die durch eine Ruby ersetzt wurde, hat der Amp vermutlich noch die Originalröhren (die 7025 Röhren haben jedenfalls einen Fender Aufdruck). Laut Vorbesitzer, pensionierter Lehrer, der ihn früher als Rhodes-Verstärker genutzt hat, wurde der Amp seit 1977 nicht mehr benutzt. Nachdem er laut Seriennummer von 1974 ist, sind die Röhren also 3 Jahre gelaufen.

Beim Austausch der Elkos und Kondensatoren habe ich den Aufbau des Amps mit dem mir vorliegenden Schaltplan des 100W Mastervolume Push/Pull Poti Twin verglichen und nur kleinere Abweichungen gefunden (hier und da ein C).
Was ich mit nicht so ganz erklären kann ist allerdings das:

Die weisse Leitung sollte am Massenstern (Pluspol des 80uF Elkos) anliegen; Sie liegt aber, wie mit dem Pfeil angezeigt, an dessen Minuspol. Was das Schaltungstechnisch bedeutet und ob das für die Leistung relevant ist weiss ich aber nicht.

Eine bewusste/nachträgliche Leistungsreduzierung konnte ich nicht identifizieren.

Es gibt keinen Triode/Pentode Umschalter oder einen Spannungsumschaltung.
An den 6L6 Röhren habe ich jeweils 435V im Leerlauf gemessen.
Die Heizspannung habe ich mit 6V AC gemessen.
Die 4 Endstufenröhren leuchten gleichmässig und keine hat bei Sichtkontrolle einen feststellbaren Schaden.
Bias-Messung steht aber noch aus.

@blues:
2. gemessene Anodenspannung an den Netzteilpunkten, Vorstufen- und Endstufenröhren
3. gemessene Gitterspannung an den Vorstufen- und Endstufenröhren
4. Gemessene Biasspannung am Siebelko und den Endröhren

Ich versuche das heute Abend zu machen, muss aber vorher noch einige Informationen dazu sammeln. Ich bin, wie mein Forums-Status zum Ausdruck bringt, auf diesem Gebiet noch absoluter Beginner.

Viele Grüße und vielen Dank an Laurent für das Leistungsmessungs-Tutorial,
Andreas

--- Ende Zitat ---

Hallo Andreas,

gut daß Du da Respekt hast. Meines Erachtens zwingend notwendig sind Klemmhaken - sowohl für Multimeter und Oszi.
Hand hinerm Rücken ist schonmal gut.

Im ausgeschalteten, stromlosen Zustand kannst Du mal die Schirmgitterwiderstände messen.
Desweiteren die Spannungsverhältnisse am PI im Leerlauf - jede einzelne. DC gegen Masse.


Bei den Spannungen - laß mal raten - der Wahlschalter für die Netzsspannung steht auf 240 V...
Kannst Du die Leistungsaufnahme aus dem Netz messen?


Bzgl. der Anomalien - da wären jetzt Fotos gut.


Grüße

Jochen

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