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Rauschen beim Fender Concert (II)
Nigel:
Moin zusammen!
Keine Sorge mir geht es gut und der Amp war nicht eingeschaltet. Einfach blöde von der WErkbank gerutscht. Habe mir Testkabel gelötet um mit Oszi und Funktionsgerator zu gucken, was nicht stimmt. Dabei bin ich mit meinem Stuhl über das Anschlusskabel gerollt und wummms lag der Twin amBoden. Habe dann erstmal gestaubsaugt und dann Musik gemacht. Höchst frustrierend. Es war zum Glück mein eigener 65er Twin Reverbr, bei dem ich jedgliches Rauschen mit Drosselspulen in den Katodenleitungen der ersten beiden Eingangsstufen bekämpft bekommen habe, jetzt war ein Wurm in der Phasenumkehr, die eine Scale-Control hat. Einzig der AÜ hat eine leichte Schramme. Der Boden ist zum Glück sehr weich.....naja mal sehen. Habe gehört es gibt da Leute, die mit Trotteln wie mir ihr täglich Brot verdienen.... ;)
Also Drosseln in der Katodenleitung! Das hat bei dem 65er Twin sehr gut funktioniert. Aber das ist vielleicht etwas, das man machen kann, wenn man den Amp bereits einigermaßen Rauschfrei ist.
Zum Thema:
Es hat bei mir geholfen, den 3,3MOhm durch einen 2,2M Metallschicht ohne Keramikkondensator zu ersetzen.
Und für den 47k würde ich einen 10k Metallschichtwiderstand vorschlagen.
Ich habe bei meinem TwinReverbII ebenfalls den Verdacht, dass die Buchsen und Sockel nicht mehr ganz sauber fassen. Reinigung und Nachbiegen hatte bei mir allerdings keinen großen Effekt.
Immer weitermachen!
Lieben Gruß,
Malte
cca88:
--- Zitat von: stephan61 am 6.06.2017 08:41 ---Guten Morgen Andreas,
dein Tipp mit auf Masse ziehen des Signals zur Identifikation der Rauschquellen hat mir gut weitergeholfen. Ich hab meine Prosa der Ergebnisse von gestern in den Schaltplan eingezeichnet. Ich denke das macht das ganze klarer.
Die Hallstufe geht erst in die Signalleitung zurück nach Wiedervereinigung der beiden Stufen, daher war es für mich nicht so relevant. Mir ging es ja um die Klärung wieso der Clean Kanal so viel stärker rauscht als der Lead Kanal. Die Hallstufe trägt bei mir wenig zum Gesamtrauschen bei.
Die Röhren habe ich schon alle gewechselt, es sind durchgehend neue eingesetzt. Eine Austausch von einzlenen Fassungen ist geplant. Die kommen mir nicht ganz koscher vor.
Der Eingangswiderstand zur ersten Stufe trägt bei mir übrigens kaum was bei, wie ich notiert habe ändert sich ab der Klangregelstufe nichts mehr, wenn man das Sigenl auf Masse zieht => die Hauptquellen liegen im Signalfluß danach.
Schöne Grüße
Stephan
--- Ende Zitat ---
Hallo Stephan,
bin leider gerade ein paar tausend Kilometer von meinem Amp weg...
in zwei Wochen kan ich meinen mal anwerfen... Dan schau ich mal, was meiner sagt....
Grüße aus NC
Jochen
stephan61:
--- Zitat von: cca88 am 8.06.2017 07:18 ---bin leider gerade ein paar tausend Kilometer von meinem Amp weg...
in zwei Wochen kan ich meinen mal anwerfen... Dan schau ich mal, was meiner sagt....
Grüße aus NC
Jochen
--- Ende Zitat ---
Oh, das verstehe ich. Fürs Reisegepäck ist er definitiv zu schwer. Das kostet Übergepäck!
Dann gute Zeit in NC, wo immer das ist (North Carolina?) und danke für die Antwort!
Viele Grüße
Stephan
cca88:
--- Zitat von: stephan61 am 8.06.2017 08:31 ---Oh, das verstehe ich. Fürs Reisegepäck ist er definitiv zu schwer. Das kostet Übergepäck!
Dann gute Zeit in NC, wo immer das ist (North Carolina?) und danke für die Antwort!
Viele Grüße
Stephan
--- Ende Zitat ---
Richtig erkannt :)
North Carolina.
Grüße
Jochen
stephan61:
Guten Morgen,
es gibt wieder Neues:
1) Den 3M3 habe ich gegen 2M Metalloxid ausgetauscht. Bringt etwas Linderung im Rauschen, aber nur etwas (immerhin). Ich habe übrigens die Fassung ohne den 10p Kondensator drüber.
2) Die größte Rauschquelle kann ich nach wie vor am Clean Vol. Poti lokalisieren. 1M Kohleschicht machen scheinbar soviel Lärm. Gibt es eigentlich rauscharme Potis?
Oder bringt es was hier mal ein 500k Poti einzusetzen? Kleinerer Wert, weniger Rauschen?
3) Der 27k (Original 47k) Gitterwiderstand trägt trotz Metalloxid-Gattung einiges zum Rauschen bei. Braucht es den überhaupt? Der Kanal ist ja der Clean-Kanal, d.h. die nachfolgende V2B soll ja gar nicht in die Sättigung kommen.
4) Die Ursache des Geknistere an den Vorstufenröhren habe ich (eher zufällig) gefunden: Eine Lötstelle der Heizleitung war lose. D.h. die Fassungen bleiben erstmal unberührt.
5) Nachdem ich schon mal mit dem Austausch der Elkos angefangen habe, habe ich auch gleich mal im Lead Kanal die 25µ durch kleinere Elkos ersetzt:
a) - V2A: 1µ
- V4A: 1µ
Ergebnis: Sehr scharf, klingt wie ein altes Fuzz (natürlich mit Mid-Boost gezogen, ohne Mid-Boost klingt es nur wie ein kaputtes Auto)
b) - V2A: 1µ
- V4A: 4,7µ
Ergebnis: Mehr Bässe, d.h. voller. Geht in Richtung MV-Marshall, mit mehr Gebrizzel in den Höhen aber deutlich besser als in der Fender Originalschaltung (mit Mid-Boost, s.o.). So bleibts erstmal.
Hat jemand eine gute Idee, wie man das Gebrizzel obenrum in den Griff kriegt?
Viele Grüße
Stephan
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