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6G2 style amp Projekt, Fragen und Tipps bitte
stephan61:
Guten Morgen Yves,
ich würde nur die Mischwiderstände nehmen. Der Grund für diese Widerstände ist der, dass damit eine Beeinflussung der Vol.poti auf den jeweiligen anderen Kanal verhindert wird. Ohne diese zusätzlichen Widerstände könntest Du mit einem Vol.regler auf null beide Kanäle abdrehen.
Wenn Du solche Mischwiderstände einbaust, sparst Du Dir den Schalter und kannst durch die Wahl unterschiedlich großer Widerstände auch die beiden Kanäle in der Lautstärke angleichen. ;)
Beispiele von Marshall sind alle alten 2-kanaligen Amps von JTM45 (270k) bis zum JMP (470k), Modell 1959 oder 1987. Marshall hat nur über einem der beiden Kanäle immer einen kleinen Kondensator gelegt, um einen Kanal heller abzustimmen. Deswegen wohl auch die Änderung auf 470k, damit es richtig wirkt.
Viele Grüße Stephan
iefes:
Danke fürs Lob Laurent! Die Höhe hat sich so ergeben wegen der Position der Input- Buchsen und Röhrensockel. Aber ich find's auch gut :topjob:
Danke Stephan, ich schätze dann versuche ich es mal mit den 220k Misch-Widerständen. Eine gewisse Beeinflussung der beiden Kanäle über diese Widerstände ist vermutlich trotzdem vorhanden, weil dadurch ja immer ein paralleler Weg zu Masse gegeben ist (?). Ist aber zusätzlich eine gute Sache, dass man über die Größe der Widerstände die Lautstärke etwas angleichen kann. Wenn ich das so mache kann ich wohl auch den Spannungsteiler hinter V2A entfernen oder abändern. Der sollte ja ursprünglich mal die Misch-Widerstände der AB763 Schaltung simulieren.
Ich werde nachher mal Spice bemühen und schauen welche Widerstands- Kombinationen passen könnten.
Habe mir dazu auch nochmal die Schaltung des TT 5Ä3 angeschaut, da ist das ja ganz ähnlich mit den verschiedenen Tonestacks und da wird auch über 220k gemischt. Allerdings ist das Volume-Poti des TMB Stacks "falschrum" verkabelt. Wisst ihr warum das so ist? Damit immer ein 1M Widerstand am Gitter gegen Masse geht? Das Volume Poti des 5e3 Stacks dagegen ist richtig rum verkabelt, entgegen dem Original...?
Vermutlich ist es am Ende alles nicht so entscheidend. Aber über weitere Meinungen freue ich mich trotzdem :-)
stephan61:
Beim normalen 5E3 wurden die Potis falsch rum verdrahtet um sich die Mischwiderstände zu sparen. Die Stellung der Potis hat aber immer noch einen Einfluss auf den anderen Kanal. Weiterhin ist so die Belastung der vorhergehenden Röhre abhängig von der Potistellung. Durch dieses suboptimale Schaltungskonzept kommt er typische Klang erst zustande, klingt immer ein bisserl kaputt. :)
Viele Grüße Stephan
iefes:
Also ich hab jetzt umgebaut. Mische die Signale über zwei Mischwiderstände, 330k für den 6G2 Kanal und 150k für den AB763 Kanal. Außerdem habe ich den Spannungsteiler nach V2A entfernt, also direkt mit dem 47n in den PI eingekoppelt. Die Schalterei ist auch raus gekommen. Außerdem habe ich den Widerstand vom Oszillator zum Intensity-Poti von 220k auf 470k erhöht, aber das war zu viel, werde später auf 330k reduzieren. Einen schwankenden Bias-Strom habe ich allerdings immer noch, auch mit Intensity auf 0. Und das Oszillator-Signal koppelt auch noch ein. Ist nicht soo gravierend, aber stört mich trotzdem. Da muss ich mir was einfallen lassen.
Gibt es Erfahrungswerte dazu, in welchen 12AX7 Typen die beiden Trioden-Systeme möglichst wenig übersprechen?
Ich habe außerdem das Gefühl, dass ein paar Höhen durch die geschirmten Kabel auf der Strecke bleiben. Habe im Moment von den Eingängen zu V1, von den Misch-Widerständen zu V2A und vom PI zu den Endröhren geschirmte Leitungen.
Im 6G2 hatte ich nur vom Input ein geschirmtes Kabel und hatte keine Probleme mit Einstreuungen.
Welche Leitungen sind da am unempfindlichsten? Ich würde schätzen, die Zuleitungen zu den Endröhren können vermutlich auf eine Schirmung verzichten, da keine hohe Spannungs-Verstärkung mehr folgt...?
Würde mich dazu über ein paar Anregungen noch freuen :)
Die Regler-Stellung des jeweils anderen Kanals hat übrigens noch einen leichten Einfluss auf den Klang, ist aber zu vernachlässigen und kann ja evtl sogar als zusätzliche Einstellungsmöglichkeit genutzt werden.
iefes:
Okay, habe gerade nochmal schnell umgebaut. Habe einen Schalter für das Tremolo mit auf die Rückseite gepackt um den Oszillator ausschalten zu können. Das ist schonmal ganz gut. An sich gefällt es mir so sehr gut. Ob ich die geschirmten Kabel noch austausche werde ich mal schauen, ist nicht dringend.
Was mich jetzt allerdings noch stört:
Der Amp rauscht relativ deutlich, auch ohne V1. Also das Rauschen ist vorhanden, sobald V2 eingesteckt ist, auch wenn das Tremolo ausgeschaltet ist und auch wenn die Volumen-Regler beide auf 0 stehen. Wenn beide Regler auf 0 stehen ist das Gitter von V2A über den 150k und den parallelen 330k auf Masse gelegt. Wenn ich das Gitter direkt auf Masse lege wird das Rauschen weniger, aber dann brummt es. Ist daher schwer zu sagen, was sich genau ändert.
Ich habe momentan den Masse-Bezug der Preamp-Röhren bis V2A über die Input-Buchse mit dem Chassis verbunden, während alle anderen Systeme an den Masse-Stern angebunden sind (Mesa-Style). Könnte das rauschen damit zusammen hängen? Wäre es einen Versuch wert, die Buchsen zu isolieren und den Filter-Elko auf dem Board direkt zum Stern durch zu verbinden? Bei Masse-Geschichten denke ich eigentlich immer eher an Brummen und nicht rauschen, daher nochmal meine Rückfrage.
Den aktualisierten Schaltplan werde ich später noch einstellen :) Danke! :bier:
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