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6G2 style amp Projekt, Fragen und Tipps bitte
stephan61:
Gugl mal nach thermisches Rauschen bei Widerständen.
Das Rauschen ist abhängig vom Typ (Kohle oder Metall), Wert (hoch = schlecht) und auch Leistung (hoch = gut). In den Rivera Fender Amps z.B. sind die Anodenwiderstände zwar Kohlpresswiderstände (ganz schlecht!), dafür aber die dicken 2W Ausführungen. Damit soll es weniger rauschen als mit den 1/2 W Typen. Soll. :)
Am wenigsten rauschen tun die Metallfilmwiderstände, wenn ich mich richtig erinnere.
Und die Lötverbindungen müssen 1a sein, sonst hilft alles nix.
Gut Glück!
Stephan
iefes:
Also ich habe die Misch-Widerstände ausgetauscht, allerdings durch die gleichen Metallfilm-Typen mit 0.5W, jetzt aber beide mit 220k. Einfach um das Ding auf einen Stand zu bringen, der schaltungstechnisch erprobt ist. Habe mir beim Löten sehr viel Mühe gegeben und die Lötstellen tendenziell länger erhitzt gehalten. Habe bleihaltig gelötet. Außerdem habe ich alle Lötstellen die mit V2A in Zusammenhang stehen, sowie die Masse-Verbindungen der Volume-Potis neu verlötet. Des Weiteren habe ich die Leitungen von V2B mal vom Sockel abgelötet (und alle Leitungen isoliert), also den Oszillator stillgelegt.
Ergebnis: Das Rauschen bleibt >:(
Jetzt bin ich doch etwas ratlos. Wenn das Rauschen wirklich nur aus den Widerständen kommt weiß ich nicht so recht, wie ich das vermindern soll. Mich wundert nur, dass das dann kein bekanntes Problem ist aus Amps wie dem brown Deluxe oder den Marshalls bspw. Für mich ist das Rauschen nicht vernachlässigbar. Zum Vergleich: Beim aufdrehen des Volume-Potis wird das Rauschen ja bekanntlich mehr. Hier übertönt das hinzukommende Rauschen das sowieso vorhandene von V2A aber erst bei einer Volume-Stellung von etwa 14 Uhr (!) im Blackface Kanal. Also das immer hörbare Rauschen ist nicht ganz unerheblich.
Habt ihr weitere Ideen was ich testen kann? Doch nochmal andere Widerstands-Typen versuchen? Wobei ich gelesen habe, dass Metallfilm die besten Eigenschaften bzgl Rauschen haben soll.
Kann das an anderen Komponenten um V2A herum liegen? Ck, Rk, Ra?
Woran noch?
Ich habe übrigens auch diverse verschiedene Röhren in der Position ausprobiert, die ich noch herumliegen hatte. Da war zwar keine komplett neue dabei, aber einige die auf jeden Fall noch gut sind. Hat aber Nichts verbessert, teilweise nur verschlimmert.
Weitere Anregungen nehme ich mit Kusshand entgegen. Würde das wirklich gern in den Griff bekommen ::)
Laurent:
Hallo Yves,
Ich denke nicht, dass es allein aus den 2 Widerstände kommt. Ist es auch so ohne gewesen ??
Ich vermute, dass ein (oder mehrere) Bauteil(e) zu stark erhitzt worden sind. Hatte ich Mal in einem AMP, den ich bleifrei gemoddet habe. Ich hatte nur 2 Widerlinge und einen Kondi (Mica) integriert (2203 Klon). Dann hat's auch tierisch gerauscht. Bauteile entfernt, alles gut. Neue rein und Lötzeit verringert, alles gut.
Kann sein, dass es bei dir anders ist aber ich würde darauf tippen. Vielleicht ist bei der Aktion ein Bauteil nebenbei einen abbekommen ?
Gruß
Laurent
iefes:
Hi Laurent, danke für die Rückmeldung!
Das ist interessant :topjob: Ich habe tatsächlich das Board komplett bleifrei gelötet (im Gegensatz zum Rest des Amps). Eigentlich etwas dumm und umständlich zugegeben, aber da hatte ich den neuen Kolben und neues Lötzinn bekommen und wollte es unbedingt testen ;D War also auch mein erstes bleifreies Werk und war daher vielleicht noch nicht so versiert. Betrifft allerdings nur Komponenten auf dem Board. Und da bleiben nachdem ich nun auch den Spannungsteiler rausgeworfen und den Koppel-C zw. V2A und PI auf 10n erneuert habe nur noch Rk, Ck und Ra von V2A. Die Lötpunkte habe ich erneuert, aber vielleicht hatten die Bauteile schon was abbekommen? Also mal alle drei Bauteile auf Verdacht erneuern und schauen, ob es besser wird, wäre das dein Tipp?
Habe auch in den Tonestacks jeweils einen Mica C verbaut, aber die sollten ja keine Einfluss haben, da der Volume Regler ja sowieso alles auf Masse legt was im Tonestack entsteht.
Ohne die Widerstände aber mit den Schaltern war da eben das Brummen durch die offenen Kontakte, deswegen kann ich es nicht so richtig sagen.
iefes:
Okay, Ck, Rk und Ra habe ich erneuert und auf kurze Lötdauer geachtet. Leider keine Verbesserung. Bleibt noch der Sieb-Widerstand (10k), der die drei Systeme V1A, V1B und V2A versorgt. Da habe ich einen 2W Metalloxid Widerstand verbaut. Könnte es nun an dem liegen? Ansonsten gehen mir langsam die Ideen aus.
Andere Möglichkeiten wären:
- Kanäle mittels Relais an und ausschalten, sobald ein Stecker in der Entsprechenden Buchse steckt ---> Ziemlich aufwendig, zumal es ja eigentlich auch nur mittels Misch-Widerständen gehen sollte, wie in 1000 anderen Amps
- Zusätzliche Triode um beiden Kanälen eine separate Aufholstufe zu genehmigen und erst vor dem PI zu mischen ---> Aufwendig da zusätzliche Röhre notwendig und dann eine Triode ungenutzt übrig bleibt. Außerdem ist nur noch wenig Platz.
Ich habe ja vor Kurzem erst einen Deluxe non-Reverb für einen Freund gebaut, mit nur einem Kanal. Da rauscht aber auch garnichts, wenn das Volume auf 0 steht. Das kann doch nicht rein aus den beiden Widerständen kommen...? ???
Sowas blödes :-[
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