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6G2 style amp Projekt, Fragen und Tipps bitte

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iefes:
Danke dima fürs bestätigen. Dann werde ich mal schauen, ob ich das sinnvoll auf dem Eyelet-Board um-organisieren kann und das NFB so wie im Blackface Princeton anlege. Mit der Formel für den feedback-factor von Aikenamps komme ich mit 47 Ohm gegen Masse auf 1760 Ohm für den Feedback-R um den gleichen feedback factor zu erhalten wie im 6G2. Im Blackface Princeton sind 2700 Ohm vorgesehen, also weniger Gegenkopplung. Mal schauen, damit kann man ein wenig spielen. 

iefes:
So, ich hatte heute etwas Zeit. Habe die Gegenkopplung nun wie im AA964 Princeton umgesetzt und Boost und Gegenkopplung jeweils schaltbar gemacht. Außerdem habe ich den Amp heute fertig gebaut.  ;D Nach mehrmaligem Checken der Verkabelung etc. habe ich ihn erst mit einem Lastwiederstand und, als da alles gut aussah (Spannungen etc), am Lautsprecher getestet. Ergebnis: Läuft auf Anhieb ohne Brumm oder gravierende Probleme und klingt klasse! Habe mich gefreut wie verrückt (erster selbst gebauter Amp) und erstmal ein bisschen gespielt.  :guitar:

Kleinere Problemchen bis jetzt:
- schaltbare Gegenkopplung bringt keine wahrnehmbare Veränderung, da schaltet also vermutlich nichts und die Gegenkopplung ist dauerhaft außer Betrieb.
- die Intensität vom Tremolo lässt sich schwer regeln, das meiste tut sich zwischen etwa 9 und 10 Uhr; davor und danach ist es relativ gleich bleibend. Richtiges Poti (250kB) ist aber verbaut.
- die Tremolo Geschwindigkeit könnte langsamer sein, werde ich durch einen anderen Kondensator oÄ einfach ändern.
- bei höheren Tremolo Intensitäten hört man ein "Pumpen" im Speaker im Takt des Tremolos. Gibt es dafür Abhilfe?

Auf Anhieb bin ich aber sehr zufrieden. Habe als Gleichrichter eine GZ34 genutzt, damit habe ich ca. 400V an den Anoden. Werde hier auch mal eine 5Y3 testen. Tipps für gute Röhren für die V1 Position nehme ich gerne entgegen. Habe im Moment noch eine 12AX7 drin, aber da kommt ja eine 7025 rein. Könnt ihr was empfehlen?
Genauso bzgl Lautsprecher: Habe den Amp an einer 1x12er mit Jensen P12N getestet. Klingt amtlich aber könnte etwas "schöner", weniger mittig klingen. An meinem umgebauten Subway Blues klingt der P12N dagegen perfekt. Evtl versuche ich mal den C12N, hab ich auch noch hier.

Angehängt noch einige Fotos. Ich werde die Kabel noch etwas besser mit Kabelbindern etc aufräumen, wenn alles soweit festgelegt ist. Ich freue mich sehr, dass ich keine Probleme mit Brummen habe :) Die Masse im Preamp ist wie ein Masse-Bus bis zum Ladeelko aufgebaut und alle anderen Massen gehen zum Stern. Input-Buchsen sind isoliert.

Der Triode/Pentode Schalter funktioniert wunderbar, bringt aber keine deutlichen Lautstärke-Unterschiede. Ich muss aber mit allem noch etwas mehr herumexperimentieren, habe heute Abend nicht mehr viel Zeit zum Ausprobieren gehabt.

Freue mich über Kommentare und Kritik und Tipps.

dimashek:
Zur Gegenkopplung etwas Mathe  :)
100k/1k5(bypassed) Stufe hat etwa 35dB gain, Cathodyn - 0dB, klar
6v6+trafo zusammen haben auch keine Spannungsverstärkung, eher 5 bis 10dB Verlußt. (also rechnen wir mal mit -5dB

Ergeben somit 30dB gain für die Endstufe.

Deine 1k8 / 47 NFB Widerstände = 38.3,  => stellen die Verstärkung = 38.3+1 = 39.3, macht etwa 32dB. Allerdings bei idealem Verstärker.
Bei den Röhren wird die Verstärkung der endsufe durch die Gegenkopplung mit 1k8/47 sich bei etwa 25dB einpegeln. d.h. du hättest
5dB Lautstärke Differenz zw. NFB On und Off.
Nicht grade viel, aber müsste hörbar sein.

Wenn du den kathoden-R der NFB Stufe nicht bypessed machst,  tja, dann hast du etwa 30dB vorne und somit wird dein NFB in der Tat nichts machen (Lautstärke massig)

Alos, wenn mit NFB, dann soll dein Boost immer On sein. Und Probier mal den FB R noch zu verkleinern. 1k5 oder sogar 1k2.
Dann wird der Unterschied deutlicher
 

tele05:
sieht doch sehr gut aus.
Gratuliere zum Erstlingsprojekt!

Das Pumpen bei hohen Tremolointensitäten ist normal.
Da wird ja per Bias die Endstufe permanent hoch und runter geregelt.

Wenn Du den Effekt komplett weg haben willst, reicht Intensity: 0 nicht aus.
Der Oszillator schwingt ja immer mit und ein bischen davon kommt immer
an der Endstufe an (250k ist zwar hochohmig, aber nicht unendlich).
Um das komplett abzustellen, mußt du den Schwingkreis unterbrechen - am
besten das Gitter der Oszillatortriode schaltbar auf Masse.

iefes:
Hallo ihr beiden, vielen Dank für die Rückmeldung!

@ dima: Danke fürs detaillierte Darlegen! Sehr interessant. Im Moment habe ich sogar einen 2k2 Wiederstand drin. Im AA964 ist sogar ein 2k7, daher dachte ich, ich orientiere mich mal daran. Werde aber auf jeden Fall mal einen kleineren (1k5) testen und schauen, ob ich dann einen Unterschied merke. Wenn du aber sagst, dass der Boost immer angeschaltet sein muss, um da einen Unterschied wahrzunehmen, dann ist der irgendwie auch überflüssig. Müsste also fest so vorgesehen sein. Ich werde mal testen. Vielleicht baue ich auch einfach auf stock 6G2 zurück und mache nur das NFB schaltbar.
Werde das in den nächsten Tagen mal genauer testen.

@tele: Okay, das habe ich mir schon gedacht, danke fürs Klarstellen. Vielleicht baue ich dann einfach ein Push-Pull Poti ein um den Oszillator auszuschalten, wenn kein Tremolo benötigt wird.

Habt ihr noch Vorschläge zur Röhrenwahl?

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