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Gitterableitwiderstand

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Offline masta_k74

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Gitterableitwiderstand
« am: 29.06.2020 06:40 »
Moin liebe Bastler.
Kann mir jemand erklären, warum mein (Hifi)Amp schräpig/schrill klingt, wenn ich mit dem Gitterableitwiderstand der EL34 unter 220k gehe.  ???
Es geht um die Treiberschaltung dieses Amps : http://www.roehrenkramladen.de/HBOSE10/HBOSE10.html
Eigentlich sollte diese Schaltung doch mit 150k klarkommen, oder sehe ich das falsch?
Der Koppelkondensator ist ein SCR 0,22uF/630V. Ich hatte es Testweise mit einem 0,47uF probiert, dieser scheint das Problem aber eher zu verschlimmern.
Ich möchte die Treiberschaltung für eine KT88 benutzen, die benötigt ja nun mal einen kleineren Gitterableitwiderstand. Mit 220k ist alles soweit ok, aber das ist der Grenzwert für die KT88. Ich möchte lieber mit etwas Reserve arbeiten.


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Offline Rene2097

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Re: Gitterableitwiderstand
« Antwort #1 am: 29.06.2020 11:56 »
Hallo,

als erstes fällt mir natürlich ein, dass man Bauteile verwechselt. Denn wie du schon schriebst: 0,15uF & 680k ist vom Hochpass vergleichbar mit 0,47uF und 220K. Allerdings würden 22k bzw. 47nF deinen Effekt erklären.

René

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Offline masta_k74

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Re: Gitterableitwiderstand
« Antwort #2 am: 29.06.2020 12:46 »
Die Bauteilewerte stimmen. Derzeit habe ich 0,22uF als Koppelkondensator, 220k als Gitterableitwiderstand. Wenn ich jetzt mit dem Gitterableitwiderstand auf 150k runter gehe, wird es gruselig, bei 100k unerträglich. Egal ob 0,22uF oder 0,47uF. Es scheint schlichtweg am Widerstand zu liegen.
Die Basswiedergabe ist in allen genannten Konstellationen gut und ausreichend tief. Nur klingt es, als würden die oberen Mitten angehoben. (~ 2-5kHz).
Dabei sollte die 6sn7 ja eigentlich mit 150k klarkommen.
Mit dem 220k ist alles soweit ok, der ist bei fixed Bias bei der KT88 aber als Maximalwert bei <35W Anodenverlustleistung angegeben.
Ich würde lieber etwas darunter bleiben.

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Offline MartinR

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Re: Gitterableitwiderstand
« Antwort #3 am: 30.06.2020 13:01 »
Hallo,

ich würde den Frequenzgang mal messen. Das würde Klarheit ergeben.

Ansonsten ist selbst eine Last von 40K kein Problem. Gerader Frequenzgang.

Das Problem liegt irgendwo anders.

Viele Grüße
Martin

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Offline masta_k74

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Re: Gitterableitwiderstand
« Antwort #4 am: 30.06.2020 16:16 »
Ich lasse vorerst die 220k drin. Erst werde ich meine Lautsprecher mal in der Impedanz linearisieren. (Eigenbau, zwar je Tieftonchassis schon linearisiert, aber im Bereich der Übergangsfrequenz zum HT noch nicht.)
Das ist zufällig genau der Frequenzbereich.
Auch wenn ich Wechselwirkungen mit dem Gitterableitwiderstand eigentlich ausschließe.
(Class A1 Ultralinear SE, nur die Treiberstufe stammt aus dem Link)

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Offline MartinR

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Re: Gitterableitwiderstand
« Antwort #5 am: 30.06.2020 17:19 »
Hallo,

und vermutlich ohne weitere Gegenkopplung. Das kann im Pentodenbetrieb und schwierigen Lasten zu Problemen führen.

Außerdem, warum braucht man zwei kaskadierte 6SN7 um eine EL34 anzutreiben? Die Verstärkung dieser Treiberstufe ist mit fast 90fach ziemlich hoch.

Viele Grüße
Martin

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Offline masta_k74

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Re: Gitterableitwiderstand
« Antwort #6 am: 1.07.2020 11:19 »
Der Amp läuft in Ultralinear. Also nur Schirmgitter - Gegenkopplung. Ich habe das Problem vorerst umschifft. Die 220k bleiben und ich habe auf Kathodenbias umgebaut. Bei Lötleistenaufbau ja kein wirkliches Problem. Meine Ub lag ja schon 20V über dem angepeilten Wert von 330V.
Da kann ich die fehlende Spannung durch den Kathodenwiderstand verschmerzen.
Kaskadiert, da ich keinen zusätzlichen Vorverstärker verwende und mein Tuner leider nur ~250mVeff ausgibt. (Klar, für meinen CD alleine mit ~1,5Veff wäre das unnötig.)

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Offline MartinR

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Re: Gitterableitwiderstand
« Antwort #7 am: 1.07.2020 17:14 »
Hallo,

Zitat
da ich keinen zusätzlichen Vorverstärker verwende und mein Tuner leider nur ~250mVeff ausgibt.

Vielleicht solltest du mal über eine Vorstufe nachdenken.

Viele Grüße
Martin

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Offline masta_k74

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Re: Gitterableitwiderstand
« Antwort #8 am: 1.07.2020 18:12 »
Warum speziell ein Preamp? Im Prinzip ist es ja Preamp mit direkt verbundener Treiberstufe.
Gut, eine geringere Eingangsempfindlichkeit macht das ganze auch unempfindlicher gegen Brumm und Störgeräusche.

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Offline MartinR

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Re: Gitterableitwiderstand
« Antwort #9 am: Gestern um 08:52 Vormittag »
Hallo,

ja, das dachte ich auch mal. Für was eine Vorstufe, wenn es nur eine Quelle gibt, diese genug Ausgangspegel liefert, die Endstufe eine hohe Eingangsempfindlichkeit hat und regelbar ist.

Tja, man kann sich nicht mehr irren und eigentlich nur über die Jahre ärgern in denen man keine Vorstufe hatte.

Viele Grüße
Martin