Moin, der 56k mit 10nF ist schon eine Art leichter Depth mod. Wenn der Verstärker diese Teile schon hat könnte man den 56k gegen ein 1M Pot tauschen und hätte das ganze dann schon variabel (ggf. dann noch den 10nF im Wert anpassen). Alternativ und etwas besser wäre es den 56k komplett zu entfernen und den 10nF gegen mindestens 100nF zu tauschen. Zusätzlich müsste dann noch ein 1M Poti plus Kondensator (ca. 2,2n-22n) in die nfb Schleife eingeführt werden. Durch den 100nF wird die Gleichspannung vom Poti ferngehalten und ein Kratzen beim Verstellen verhindert.
Wenn der Verstärker dieses besagte RC Netzwerk nicht hat, reicht es in erster Linie Poti und Kondensator in die Gegekopplungschleife einzufügen. Ohne den zusätzlichen 100nF kratzt es dann halt wenn das Poti verstellt wird, ist aber eigentlich kein riesen Drama. Natürlich kann man auch dann noch einen zusätzlichen Kondensator zum abblocken der Gleichspannung einsetzen, der muss nicht auf der Platine sitzen.
Beim Depth-cap der dem Poti parallel geschaltet ist hilft es durchaus mal zu experimentieren, generell gilt je größer der Wert desto tiefer setzt der Boost ein und desto geringer ist seine Wirkung. An der Stelle empfiehlt es sich Werte von 2.2n bis 22n durchprobieren. Der Wert des nfb Widerstandes hat hier übrigens auch einen Einfluss auf die sich einstellende Grenzfrequenz, da er einen RC-Filter mit dem Depth-cap bildet. Wird also die Gegenkopplung verändert, verschiebt sich auch die Grenzfrequenz des Depth ggf. ist dann also ein Anpassung nötig wenn man auch an der Gegenkopplung experimentiert. Wenn der Verstärker hier noch die alte Version mit den 100k ist würde ich den mal gegen 47k oder 39k tauschen, was deutlich weniger schrill klingt, ist aber nur meine persönliche Meinung.