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Bench Tone Stack

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Offline cash667

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Bench Tone Stack
« am: 27.02.2026 13:25 »
Moin,
Ich hatte mal zu o.g. Tonestack im Forum gesucht aber nur einen alten Beitrag aus 2011 gefunden der nicht wirklich viele Infos hatte. Von daher hier nochmal:

Ich bin in den gängigen Tone Stack Kalkulatoren immer mal wieder über das Bench Tone Stack gestolpert und finde das eigentlich von den Filtern her sehr interessant. Es hat natürlich das Problem der sehr hohen Dämpfung in „linear“ Position der Regler. Wenn man aber mal ein bisschen mit den verschiedenen Werten spielt und die Potis auf Linear umschaltet, bekommt man das einigermaßen angepasst. Ich hab zb R5 mal auf 22K vergrößert. (Siehe Bilder)
Natürlich verkleinert sich dadurch der Regelbereich, vor allem nach oben hin, aber man erzielt dennoch um die 10dB boost. Der Cut geht theoretisch bis unendlich, um das etwas anzugleichen habe ich das ganze mal in Spice simuliert und zwischen die Potis und GND nochmal je 4,7K gepackt. Daraus ergibt sich ein einigermaßen symmetrisches Filterverhalten. Wenn man jetzt in dem Mid Circuit noch eine Induktivität mit mehreren Anzapfungen nimmt, kann man ähnlich wie bei Ampeg auch Schalbare Mittefrequenzen über verschiedene LC Kombinationen realisieren. Soweit so gut - aber damit kommen wir auch zum Problem: die Induktivitäten: 6H und 20H sind echte Hausnummern und eigentlich nur als Drosseln zu bekommen.
Jetzt hat Steve Bench auf seiner eigenen Website empfohlen dafür handelsübliche DI oder Line Übertrager zu nehmen die wohl durch in Reihe schalten der Spulen auf ähnliche Werte kommen.
https://www.jacmusic.com/techcorner/SBENCH-PAGES/sbench101/BatteryPoweredAmps/tonestac.html

Ich hab mal so ein LCR Schätzeisen an einen Monacor LTR110 gehalten und bin bei den 600ohm Wicklungen tatsächlich auf ca 5H gekommen. Das Ding kann allerdings nur max 5V Pegel, ich weiß gerade nicht wie es da bei mir hinter dem CF aussieht, könnte mir aber vorstellen das man leicht da ran kommt. Muss ich die Tage mal messen.

Nun meine konkreten Fragen:
Hat jemand schon erfolgreich das Bench Tonestack anstelle eines klassischen FMV Tonestack realisiert? Also nach CF vor Master /PI?
Hat jemand zufällig einen LTR110 und einen DIB110 Übertrager liegen und ein einigermaßen genaues LCR Meter um mal die Induktivitäten zu messen?
Ich befürchte das es mit den kleinen ungeschirmten Übertragern Brummprobleme geben wird, hat hier jemand Erfahrungen? Bei Bench waren die ja in nem kleinen Batterie Betriebenen Design, da wird das unkritisch sein.
Sonstig Anmerkungen zum Thema Bench Tonestack?

Lg
Chris

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Offline Röhre69

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Re: Bench Tone Stack
« Antwort #1 am: 28.02.2026 07:27 »
Zitat
Ich befürchte das es mit den kleinen ungeschirmten Übertragern Brummprobleme geben wird, hat hier jemand Erfahrungen?

Habe einmal zwei LTR110 zwischen CD-Player-Ausgang und HIFI-Verstärker-Line-Eingang geschaltet (fliegender, ungeschirmter Schnell-Test-Aufbau, quick and dirty) um die Übertragungsqualität der LTR110s zu testen. Gebrummt hat da nix, hängt aber natürlich von der Umgebung ab, in der Du die betreiben willst.

Gewisse Klangbeeinträchtigungen sind bei HIFI wahrzunehmen (damit für mich für HIFI ungeeignet), für E-Gitarren-Zwecke dürfte das wohl kaum störend sein.

Ansonsten gibt´s da kleine metallene HF-Blech-Schachteln, wo Du deinen Trafo einkapseln kannst. Habe mit so einer Blechschachtel ein RIAA-Netzwerk erfolgreich abgeschirmt.

Ich gehöre aber auch nicht zur Gattung der Fledermäuse oder Lautsprecher-Kabel-Hörer.

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Offline cash667

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Re: Bench Tone Stack
« Antwort #2 am: 28.02.2026 13:05 »
Ich glaube fliegend zwischen 2 Geräten ist das auch gar nicht so wild. Wir sprechen hier aber vom Einbau in einen Röhrenverstärker mit großen Trafos, AC Heizung etc. Ich glaube da sieht die Welt etwas anders aus.
Ich glaub klanglich gibt es da keine Probleme da die Trafos ja nur als Teil eines  Filters fungieren. Da wird eher interessant, wie der Filter am Ende aussieht.

Hast Du mal einen Link zu den Blechschachteln?


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Offline Röhre69

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Re: Bench Tone Stack
« Antwort #3 am: 1.03.2026 07:40 »
Hier im TT-Shop hab´ ich auf die Schnelle nix gefunden.

im Netz z.B. TEKO Stahlblechgehäuse (Ausführung HF-geschirmt), bei Bedarf das Gehäuse erden.

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Offline cash667

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Re: Bench Tone Stack
« Antwort #4 am: 1.03.2026 12:40 »
Alles klar, danke!

Ich denke aber, mit den kleinen Übertragern wird das eh nichts. Ich habe gestern mal signalspannung am Tonestack gemessen. Mit 200mV am Input (und mein aktiver Bass liefert noch eher mehr) und einem Praxiserprobten Input Gain (ca halb aufgedreht) landen wir im Tonestack bei um die 40-50V RMS. Das ist wohl ein bisschen viel für die kleinen Übertrager.
Vor dem CF sitzen halt 2 ECC83 Gainstufen. (Vgl. Marshall JMP Superbass, Fender Bassman etc).
Man müsste den Bench Tonestack mit den Übertragern direkt hinter die erste Gainstufe packen und die noch mit nem CF erweitern. An der Stelle sitzt bei mir aber schon die „Ampeg“ Ultra Hi/lo Schaltung und die hätte ich auch weiterhin gern isoliert und auch nicht weiter hinten im Signalweg.
Wahrscheinlich der Grund warum man dieses Tonestack in Amps selten sieht, also die großen Induktivitäten. Man könnte die natürlich durch Gyratoren ersetzen aber dann wäre es keine rein passive Klangregelung mehr. Als FX Box o.ä. Lässt sich das bestimmt besser realisieren, wenn man nur mit max. Linepegeln arbeiten muss.

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Offline roehrich

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Re: Bench Tone Stack
« Antwort #5 am: 1.03.2026 15:13 »
Ansonsten gibt´s da kleine metallene HF-Blech-Schachteln, wo Du deinen Trafo einkapseln kannst.

Es geht hier um niederfrequente magnetische Einstreuung ... normale HF Blechdosen helfen etwas, wenn sie aus Eisenblech sich, Aluboxen nützen hier nichts und am Besten sind dafür Dosen aus Mu-Metall https://de.wikipedia.org/wiki/Mu-Metall ... ist aber weder billig noch einfach zu verarbeiten, sollte nicht gebogen oder geknickt werden. Sowas hier: https://elektronik-alles.de/Mumetall/

Ciao Sebastian