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Immer noch Probleme mit 135 Watt Twin

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Motörkopf:

--- Zitat von: Hannes am 18.09.2006 17:19 ---Schau Dir das Signal mal an den Gittern der 6L6 an, besonders auch an den Schirmgittern.

Wenn alles nichts hilft, so bau den AÜ mal aus und messe den Übersetzungsfaktor sowie die Gleichstromwiderstände der Windungen.

--- Ende Zitat ---



Hallo Hannes,

habe gerade eben mir das Signal an den Gittern der 6L6 angeschaut. Am Steuergitter ist es astrein, keinerlei Schwingung - am Schirmgitter dagegen sieht es "übel" aus, schwingt wie sekundärseitig des AÜ's. Genauso an der Anode selber.
Die Brummspannung habe ich auch nochmals gemessen: Ubrss = 32,4VAC

Was nun? AÜ ausbauen und messen? Gibt es vielleicht irgendwo ein Datenblatt von dem Übertrager? Dann könnte ich meine gemessenen Werte vergleichen....




MfG

Johannes

Hannes:
Hi Johannes!

Gut, die 32VAC an den Anoden sind schon etwas heftig, allerdings sollte die Brummspannung durch den AÜ kompensiert werden.

Dein Rechteck hat die Frequenz 1kHz, sehe ich gerade. Das Oszi-Bild zeigt zwei Signale oder nur eins?!

Datenblätter wirst Du nur schwerlich bekommen, da wirst Du nicht drum herum kommen, den AÜ sekundärseitig mit einer kleinen Wechselspannung zu speisen und auf der Primärseite zu messen, aber Achtung: Hochspannung!
Die UL-Anzapfungen sind traditionell für Bündeltetroden/Pentoden bei ca. 43% auf der Primärseite angebracht.

Mein Tipp wäre folgender:

* i) Löte die UL-Anzapfungen ab, tausche mal die Seiten. Wenn's jetzt noch schlimmer aussieht, dann waren sie vorher richtig rum (vielleicht schwingt's jetzt auch katastrophal).
* ii) Löte die UL-Anzapfungen ab, dann packe die G2s der 6L6 über 470Ohm und einen kleinen Hochvoltelko an die Versorgungsspannung, kann direkt an der Verzweigung zum AÜ sein. Miss nun noch mal.
* iii) Probier auch mal die Gegenkopplung abzuklemmen. Wie ändert sich jetzt das Oszibild?
Ansonsten ist es aber normal, dass das Signal an den Anoden und den G2 nicht mehr so schick aussieht, schließlich ist hier die induktiv-kapazitive Belastung durch den AÜ vorhanden.

Grüße,
Hannes

dukesupersurf:
Hallo,
jetzt hast Du schon so viel Arbeit in die Fehlersuche gesteckt.Du hast doch bestimmt noch nen anderen Amp,
tausch doch einfach mal den AÜ aus,und schließ die Schirmgitter wie bereits von mir und Hannes erwähnt nach der normalen Methode an.
Oder was passiert eigentlich,wenn du 2 Endröhren rausnimmst?Die Fehlanpassung ist nicht so schlimm,und sonst schließ ne hochohmigere Box an.
tschüß,Thomas

Motörkopf:
Hallo alle zusammen,

um es kurz zu machen: Ich bin von der Fender-Möhre enttäuscht und schockiert.
Ich habe einen Kollegen, der hat genau den gleichen Amp wie ich (sogar aus dem gleichen Baujahr). Ich habe Ihn gebeten, ob ich mal seinen AÜ ausprobieren darf (eben um zu sehen, ob meiner durch ist). Und dann habe ich riesen Aufwand betrieben, die AÜ's umzuverdrahten und was war das Ergebnis: Das selbe!
Nur mein Kollege empfindet die Ghost Notes nicht als unbedingt störend (im Gegensatz zu mir).

Das bedeuted also, dass meine "Ghost Notes" normal sind... Habe auch mal zwei Röhren raus gezogen, das hat nichts gebracht. So jetzt bleiben mir wohl nur zwei Möglichkeiten, Sieb C's hinzufügen oder das Ding verkaufen (was ich eigentlich nicht möchte).

Oder kann das sein, dass die Fender AÜ's einfach schrott sind?





Vielen Dank für eure Hilfe und mfG

Johannes

Hannes:
Hallo Johannes!

Also, verkaufen solltest Du den Amp nicht, wenn Dir der Klang, abgesehen von den "Ghost Notes", gefällt.

Es ist ziemlich unwahrscheinlich, dass beide AÜs defekt sind, oder was meintest Du mit "schrott"? Hast Du inzwischen mal die Übersetungsverhältnisse ausgemessen? Das ist der einzige Weg wenigstens halbwegs sicher auszuschließen, dass der AÜ defekt ist.

Die zusätzliche Siebung ist ja schnell installiert, dazu noch anstelle des ersten Hochlastwiderstandes eine Drossel und schon ist's gut. Andererseits kann ich mir bei den Kapazitäten kaum vorstellen, dass es tatsächlich Ghost Notes gibt, Marshall, Vox und Co. sieben viel schlechter und hier gibt's eigentlich nur bei alten AC30 Beschwerden mit Ghost Notes...

Die alten Twins hatten 70µF in Reihe, also nur 35µF als erste Siebung, gefolgt von Drossel und dreimal 20µF. Dein Twin 135W hat 220µF in Reihe, also 110µF als ersten, gefolgt von dreimal 20µF jeweils RC-Siebung. Zumindest die Anodenspannung der 6L6 wird besser gesiebt, die Vorstufe und die Schirmgitter allerdings schlechter ohne Drossel...

Grüße,
Hannes

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