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Immer noch Probleme mit 135 Watt Twin

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Hannes:

--- Zitat von: Jonny-Guitar-B am  5.09.2006 21:42 ---Die Masseführung werde ich mal verfolgen, wobei ja bei Fender die Masse aller Komponenten einfach irgendwo auf Chassis "geklatscht" wird. Zum Teil mit so Lötbollen (Lötstellen kann man das ja nicht mehr nennen), dass man zum Nachbessern ein Lötkolben der Version "für Dachrinnen" braucht....

--- Ende Zitat ---

Hi Johannes!

Mach Dir mal um die Masse nicht soviel Sorgen - die sieht bei Fender-Amps irgendwie ein bisserl wurstig aus, aber Probleme hatte ich damit bisher nicht. Bei meinem Twin-Verschnitt brummt's ein gaaaanz kleines bisschen... was aber eher an Einstreuungen aus dem NT liegt.

Wenn Du ein Oszi hast, dann miss auch mal die Restwelligkeit vor und hinter der Drossel - vielleicht ist die beschädigt. Obwohl ich den Tipp mit den Dioden gut finde - alte Halbleiter können schon manchmal sonderliche Macken bekommen. Dann tausch auch gleich die Keramikkondensatoren über den Dioden.

Grüße,
Hannes

Motörkopf:
Hallo Zusammen,

mann, mann, mann - der Amp treibt mich noch in den Wahnsinn! Habe gestern die Dioden (die Enstör-C's sind auch neu) ausgetauscht. Die Aktion hat kein bisschen Unterschied gebracht, leider.
Siebdrossel hat der Amp keine - deswegen habe ich überhaupt keine Ahnung mehr, wo ich noch nach dem Fehler suchen könnte....

Hat jemand noch irgendeine Idee, an was dieser Mist mit den Ghost Notes noch liegen könnte?




MfG

ein verzweifelter Johannes

Hannes:
Hi Johannes!

Nicht verzweifeln, da gibt's sicherlich eine Lösung!

Die beste Fehlersuche wäre mit Oszi und Signalgenerator möglich - sind die vorhanden?

Ghostnotes kommen eigentlich durch schlechte Filterung zustande, daher solltest Du Dir auch noch mal die Hochlastwiderstände im Netzteil anschauen, vielleicht haben sie ihren Wert geändert.

Eine Alternative wäre das Vergrößern der Kapazitäten der Elkos, aber ich kann mir nicht so recht vorstellen, dass es daran liegt...

Sonst kannst Du ja mal den 2700/10W-Widerstand gegen eine Drossel tauschen, falls alle anderen Möglichkeiten ausscheiden.

Grüße,
Hannes

Motörkopf:

--- Zitat von: Hannes am  9.09.2006 12:27 ---Die beste Fehlersuche wäre mit Oszi und Signalgenerator möglich - sind die vorhanden?

Ghostnotes kommen eigentlich durch schlechte Filterung zustande, daher solltest Du Dir auch noch mal die Hochlastwiderstände im Netzteil anschauen, vielleicht haben sie ihren Wert geändert.

Eine Alternative wäre das Vergrößern der Kapazitäten der Elkos, aber ich kann mir nicht so recht vorstellen, dass es daran liegt...

Sonst kannst Du ja mal den 2700/10W-Widerstand gegen eine Drossel tauschen, falls alle anderen Möglichkeiten ausscheiden.

--- Ende Zitat ---



Hallo Hannes,

Ja, ein Oszi + Signalgenerator habe ich! Habe mal vor ein paar Wochen die
Restwelligkeit der Anodenspannung nach gemessen, soweit ich mich noch errinnern kann, war Ubrss=20V. Wo würde es noch Sinn machen, den Tastkopf anzusetzen?

Die zwei Hochlast-R's habe ich gerade nach gemessen, die sind eindeutig in der Toleranz. An eine Vergrößerung der Kapazität der Elko's habe ich auch schon gedacht - bin mir aber ziemlich sicher, dass die Schaltung (also der Amp) auch so funktionieren muss. Daher würde ich das lieber lassen....

Hmm, was für eine Drossel könnte ich mal ausprobieren? Daheim habe ich keine, müsste also eine kaufen...

Könnte der AÜ theoretisch solche Probleme verursachen? Das wäre noch das einzigste was mir einfällt.....




Vielen Dank und mfG

Johannes

Hannes:

--- Zitat von: Jonny-Guitar-B am  9.09.2006 15:30 ---Hallo Hannes,

Ja, ein Oszi + Signalgenerator habe ich! Habe mal vor ein paar Wochen die
Restwelligkeit der Anodenspannung nach gemessen, soweit ich mich noch errinnern kann, war Ubrss=20V. Wo würde es noch Sinn machen, den Tastkopf anzusetzen?

Die zwei Hochlast-R's habe ich gerade nach gemessen, die sind eindeutig in der Toleranz. An eine Vergrößerung der Kapazität der Elko's habe ich auch schon gedacht - bin mir aber ziemlich sicher, dass die Schaltung (also der Amp) auch so funktionieren muss. Daher würde ich das lieber lassen....

Hmm, was für eine Drossel könnte ich mal ausprobieren? Daheim habe ich keine, müsste also eine kaufen...

Könnte der AÜ theoretisch solche Probleme verursachen? Das wäre noch das einzigste was mir einfällt.....

Vielen Dank und mfG

Johannes

--- Ende Zitat ---

Hi Johannes!

Also, dann mach mal folgendes: Signalgenerator auf 1kHz, Dreieck- oder Rechteckspannung einstellen und dann an den Eingang des Phaseninverters und an den Eingang des Amps. Dann mit dem Oszi von hinten nach vorne durchmessen. Die Ghostnotes entstehen durch Modulation mit 50Hz/100Hz, soweit ich das verstehe. Das sollte auch auf dem Oszi sichtbar sein.
Die Dreiecksignale ähneln dem Gitarrensignal mehr, als es Sinus- und (verständlicherweise) Rechtecksignale tun - letztere kommen einer stark verzerrten Gitarre aber recht nahe.

Bei beiden kann man gut Clipping und Verzerrung erkennen.

Geh mal mit dem Oszi die einzelnen Stufen durch und schau Dir die Restwelligkeit an. Einige Volt an den Anoden der 6L6 sind nicht schlimm, die werden durch den AÜ ausgelöscht (da gleichphasig an beiden Anoden). In einem Hifi-Amp mit 2x2xEL84 sind's um die 8VSS.

Die Fender-Drossel für 90mA #125C1A könnte gehen, alternativ die Hammond Drossel 158M.

Ich glaube auch, dass es in der Originalschaltung funktioniert... andererseits: Bist Du Dir sicher, dass die Ghostnotes nicht "erlaubt" waren? Hast Du auch die Elkos und die Diode im Bias-Netzteil geprüft?

Grüße,
Hannes

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