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Doku Nachbau Princeton

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cca88:

--- Zitat von: Kurt am 21.07.2015 22:13 ---Hallo zusammen,

vielen Dank für die Tipps.

@geowicht: die Perspektive täuscht, der Buchsenkontakt bildet keinen Kurzschluß zu Masse.

@cca88: die Biasspannung, die lt. Bernds Plan -37 V haben soll, liegt im Betrieb mit vorgeschalteter Glühbirne bei -24 V. An den Pins 5 der beiden Endstufenröhren liegen -22,5 V an. Strom durch die Endstufenröhre? Was meinst du? Den Biasstrom? Der liegt - mit Glühbirne - bei besagten 90 mA. Oder welchen Strom sonst? Und wie soll ich den messen?

So, dann hab ich's gewagt und die Glühbirne weggelassen, aber auch erstmal die beiden Endstufenröhren.
Nach dem Einschalten war auch alles ok, kein Abrauchen eines Bauteils oder so. Die gemessenen Spannungen:
Heizstrom GGR: 5,1 V ~
Heizstrom Rest: 6,5 V ~
HV-Gleichspannungen:
A: 452 V
B: 443 V
C: 353 V
D: 265 V
Biasspannung: -29 V / Gittervorspannung an Pin 5 von V5 und V6: -28,5 V. Durchs Trimpoti hab ich das mal auf ca. -34 V erhöht.
Ferner an Pin 1 von:
V1: 161 V (Soll: 160 V)
V2: 438 V (Soll: 400 V)
V3: 173 V (Soll: 160 V)
sowie an Pin 4 von:
V5 und V6: 443 V (ist natürlich identisch mit B solange keine Röhre eingesetzt ist).

Sieht eigentlich gar nicht so schlecht aus.  Soll ich jetzt mal die Endstufenröhren reintun und anmachen?  ::)

Und noch ne Frage: Bernd Brieskorn hat in seinem Schaltplan den orangen Anschluss des Netztrafos auf Masse gelegt, in seinem Wiring Layout aber fehlt das.  Soll ich den noch anschließen?
Und was macht man am besten mit den restlichen Anschlüssen des Netztrafos (Primärseitige Anschlüsse für 220V und 240 V)?

Danke + Gruß
Kurt

--- Ende Zitat ---

Hallo Kurt,

was mir noch nicht schmeckt ist der Strom von 90mA durch die Endröhre - oder Endröhren....

trotz reduzierter Betriebsspannung. Ist jetzt nur ein Bauchgefühl...

Die Sicherung ist ja für die HV - oder? mit ner 100mA flink könnte man vielleicht den Versuch wagen. Aber ohne Gewär
Wenn es meiner wäre, würde ich die GR kurzfristig mit Dioden ersetzen einen dicken Längswiederstand rein und mal vorsichtig mit angeschlossenen Meßinstrumenten am Regeltrafo hochfahren mit der Hand ganz nah am Notaus ;)

Wie hast Du da gemessen?

Grüße

Jochen

Kurt:
Hallo Jochen,

ich hab den Biasstrom mit einem selbst zusammengelöteten Tube-Town-Meßadapter ermittelt, d.h. Millivolts am 1-Ohm-Meßwiderstand.
Vielleicht hab ich dabei einen Fehler gemacht. Ich machs mit vorgeschalteter Glühbirne nochmal. Sollte der Strom dann irgendwo zwischen 10 und 30 mA liegen, probier ich's auch ohne Glühbirne.

Regeltrafo hab ich keinen. Für einen Quick-and-dirty-Diodengleichrichter hab ich auch keine Teile da.
Die reguläre Feinsicherung hat 1 A und ist träge. Eine flinke 100 mA Sicherung würde doch beim Einschalten auf jeden Fall fliegen, oder?

Gruß
Kurt

cca88:

--- Zitat von: Kurt am 22.07.2015 13:29 ---Hallo Jochen,

ich hab den Biasstrom mit einem selbst zusammengelöteten Tube-Town-Meßadapter ermittelt, d.h. Millivolts am 1-Ohm-Meßwiderstand.
Vielleicht hab ich dabei einen Fehler gemacht. Ich machs mit vorgeschalteter Glühbirne nochmal. Sollte der Strom dann irgendwo zwischen 10 und 30 mA liegen, probier ich's auch ohne Glühbirne.

Regeltrafo hab ich keinen. Für einen Quick-and-dirty-Diodengleichrichter hab ich auch keine Teile da.
Die reguläre Feinsicherung hat 1 A und ist träge. Eine flinke 100 mA Sicherung würde doch beim Einschalten auf jeden Fall fliegen, oder?

Gruß
Kurt

--- Ende Zitat ---

Hallo Kurt,
wieviele Sicherungen sind in der Kiste? Da ist doch dieser Sicherungshalter intern - oder hab ich mich verschaut?

Abgesehen davon würde ich auf keinen Fall - grad jetzt wo Du Dir nicht sicher bist - eine 1AT als Netzsicherung nehmen.

Rechne mal ganz kurz den Strombedarf der Kiste durch. Da bist Du von 1A weit weg. In meinem 5E3 werkelt eine träge 315mA seit Jahren ohne Murren und Knurren. Der hat auch nur zwei Vorstufenröhren weniger, zieht aber im Leerlauf in der Endstufe deutlich mehr - natürlich mit weniger Anodenspannung....

Grüße

Jochen

Nils H.:

--- Zitat von: cca88 am 22.07.2015 15:01 ---In meinem 5E3 werkelt eine träge 315mA seit Jahren ohne Murren und Knurren. Der hat auch nur zwei Vorstufenröhren weniger, zieht aber im Leerlauf in der Endstufe deutlich mehr - natürlich mit weniger Anodenspannung....

--- Ende Zitat ---

Mal als weitere Referenz: In meinem 35W-Dreikanaler ist eine 500mA-Primärsicherung verbaut, zwei 6L6 mit 48mA Ruhestrom, sieben 12AX7. 1AT scheint mir auch sehr viel zu sein.

Wenn kein Messfehler vorliegt, dann sind 90mA (bei vorgeschalteter Birne, richtig?) für eine 6V6 viel zuviel. Das sind bei 304V 27W statische Verlusteistung, 13W über der zulässigen. Die Anodenbleche müssten doch hell rot geleuchtet haben... die 90mA erklären auch, warum Die Spannungen so weit im Keller sind.

Ich denke, die Röhre, an der Du 90 mA gemessen hast, ist Schrott.

Robinrockt:
Hallo,

denke auch es wäre das einfachste eine heile Röhre ein zu setzen (von der du weißt das sie ok ist) und dann den Amp ein zu schalten. Die Spannungen sehen doch ganz gut aus.
Dann klappt es oder nicht :devil:
No risk no fun.
Ernsthaft, viel mehr als ein defekte Röhre kann es doch nicht sein. Evtl. doch noch mit einer zusätzlichen Sicherung.

Viele Grüße,
Robin

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