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Tech-Talk Mesa Boogie / Re: Mesa Single Rectifier 50 - Series 2
« Letzter Beitrag von Showitevent am 21.06.2026 20:57 »
Danke für den Hinweis. Ist bekannt.
Ich habe jetzt bei dem Bias Mod eh erstmal nur Focus auf die 6L6GC gelegt.
Der Amp hat hinten einen Umschalter von eigentlich -51 auf -38 Volt oder so, das habe ich jetzt noch nicht sonderlich "gut" gelöst, was aber auch ein wenig damit zu tun hat, dass es so minimal ivasiv wie mölglich sein sollte. Also keine Löcher bohren, etc.

Wenn das wirklich mein Amp werden sollte, dann würde ich eventuell eine kleine Platine mit 2 Trimmern anfertigen und das sauber montieren. Mir persönlich ist aber auch schnuppe ob nun 6L6 oder EL34. Bei einem SE Amp macht das mitunter deutlich Unterschiede, in fast allen AB Amps die ich besitze und so wie ich sie benutze, ist der Unterscheid eher im Kopf und im Heizstrom.
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Tech-Talk Mesa Boogie / Re: Mesa Single Rectifier 50 - Series 2
« Letzter Beitrag von Helmholtz am 21.06.2026 18:57 »
Alle Werte gemessen an der Clipping Grenze be ca. 49 Watt, ganz leicht im clipping.
B+:     412 Volt
UScr:   410 Volt
UScr1:  400 Volt (1KOhm -> 4 Watt)
UScr2:  400 Volt (1KOhm -> 4 Watt)
DC Cur: 239 mA ~98 Watt incl. Preamp

Danke dafür!
Die Stromaufnahme zu kennen, ist für die Dimensionierung/Auswahl eines neuen NT sehr nützlich.
Übrigens, da die EL34 einen wesentlich höheren Schirmgitterstrom als die 6L6 hat, ist die Stromaufnahme bei einem 50W Amp um etwa 50mA höher.
So gesehen hat die 6L6 also einen besseren Wirkungsgrad als die EL34.
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Tech-Talk Mesa Boogie / Re: Mesa Single Rectifier 50 - Series 2
« Letzter Beitrag von Helmholtz am 21.06.2026 18:15 »
Ja wenn die Kennlinie im oder unter dem Knie verläuft. Bei den Spannungen im Rectifier verläuft die Lastgerade mit 4 kOhm aber deutlich oberhalb des Knies. Mit dem verlinkten Tool hatte ich die Kennlinie auch berechnet. Durch die 5 kOhm halbiert sich die Anodenrestspannung nahezu während der maximale Strom von 290 auf 270 mA nur unwesentlich abfällt. Resultat sind etwa 4 Watt mehr je Pärchen.

Alles klar, danke für die Antwort.
Ja, oberhalb des Knies steigt die Restspannung stark und die Abhängigkeit vom Raa kann sich umkehren.
Ich war von den Spannungswerten bei Geronimos Amp ausgegangen.
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Tech-Talk Design & Konzepte / Re: 2 Fragen zu einem Champ clone
« Letzter Beitrag von Helmholtz am 21.06.2026 17:35 »
Deine 2 Hauptfragen hat ja @Showitevent schon ausführlich beantwortet.

Wenn ich das richtig verstehe, besteht der Amp jetzt aus:
1. Eingangs-Gainstufe,
2. Direkt gekoppeltem Kathodenfolger,
3. Tonblende (gab's nicht im 5E1),
4. Vol.Poti,
5. Endröhre.

Mit dieser Schaltung gibt es jetzt keinen guten Einspeisepunkt für das NFB-Signal mehr (m.M.n. käme sowieso nur die Kathode der Eingangstriode in Frage), denn Tonblende und Vol.-Poti sollten nicht innerhalb der NFB-Schleife sein, damit sie richtig funktionieren.
Auch würde eine wirksame Über-Alles-GK die Gesamtverstärkung des Amps deutlich reduzieren.
Allerdings damit auch den Ruhebrumm.

Ich bin sicher, es gibt eine andere Lösung für das Brummproblem.
Verschwindet der Brumm, wenn man das Vol.Poti zudreht?
Für die Belastung der GLR-Röhre spielt nur der Wert des ersten Glättungskondensators eine Rolle.
Der Siebkondensator am Schirmgitterknoten kann also problemlos vergrößert werden.

Bitte mal den Schaltplan rauszeichnen (einen einfacheren Amp gibt es ja kaum).
Ist ein Oszi vorhanden?
 
 
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Tech-Talk Mesa Boogie / Re: Mesa Single Rectifier 50 - Series 2
« Letzter Beitrag von Stahlröhre am 21.06.2026 17:06 »

Üblicherweise sinkt die Ausgangsleistung, wenn man die Lastimpedanz vergrößert.
...

Ja wenn die Kennlinie im oder unter dem Knie verläuft. Bei den Spannungen im Rectifier verläuft die Lastgerade mit 4 kOhm aber deutlich oberhalb des Knies. Mit dem verlinkten Tool hatte ich die Kennlinie auch berechnet. Durch die 5 kOhm halbiert sich die Anodenrestspannung nahezu während der maximale Strom von 290 auf 270 mA nur unwesentlich abfällt. Resultat sind etwa 4 Watt mehr je Pärchen.

@Geronimo Mit der 82K/91K Kombi ist die Symmetrie (zumindest rechnerisch) besser als mit der üblichen 82K/100k Konfig. 91 kOhm ist aber nicht Teil der standardmäßigen E12 Reihe und weniger üblich. Wohl desshalb sieht man bei den meisten Verstärkern an der Stelle 100k.
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Tech-Talk Mesa Boogie / Re: Mesa Single Rectifier 50 - Series 2
« Letzter Beitrag von Showitevent am 21.06.2026 16:16 »
Moin,

@Helmholz ja das war sehr hilfreich - vielen Dank nochmal, ab und zu hilft es wirklich mal ein zweites Hirn mit einzubringen!
Alle Werte gemessen an der Clipping Grenze be ca. 49 Watt, ganz leicht im clipping.

B+:     412 Volt
UScr:   410 Volt
UScr1:  400 Volt (1KOhm -> 4 Watt)
UScr2:  400 Volt (1KOhm -> 4 Watt)
DC Cur: 239 mA ~98 Watt incl. Preamp

@Stahlröhre
- Der PI selbst bzw. auch der Rest, der über den GND dort angebunden ist, scheint selbst keinen signifikanten Stromfluß zu Stande zu bringen.
- Der Offset in Spannung kam ausschließlich unter Last zu Stande, also durch die Ableitung des Kathodenstroms über genau diesen Pfad.

Es geht nicht darum, dass alle oder bestimmte Revisionen ein Routingproblem hätten! Es kann genauso ein Defekt an der Platine durch Unterätzung oder sonstiges dafür verantwortlich sein und am Ende nur auf dieses Exemplar zutreffen.

Fakt ist und ich habe es gerade nochmal getestet, wenn der GND wie im original vorgesehen angebunden ist, dann hat der Amp eine starke Asymmetrie schon ab PI, die sich unweigerlich auf den Ausgang reflektiert. Ich kann diese Asymmetrie an der Loop-Aufholstufe nicht nachweisen.
Ich hatte die PI Röhre auf meinem Röhrenmeßgerät sogar auf Gleichheit getestet und mit anderen ballanced Röhren verglichen. Auch hier hätte ich sofort stutzig werden sollen. Verunsichert hatte mich dann aber der 82K / 91K Widerstandsverbund, was nicht so hypertypisch ist und ggf. auch eine gewollte Asymmetrie hätte sein können.

- Die AC Offsetspannung an den Endstufen Kathoden liegt bei ca 110mVpp - Amp an der Leistungsgrenze gefahren selbstverständlich.
- Sobald ein niederimpedanter Pfad direkt zum ersten Ladeelko angebunden ist, steht dort im Grunde nichts
 
Ob der Offset selbst das Problem ist oder sich die AC Spannung in die Grids des PI oder Loops einspeist ist offen.
Hierfür bräuchte es nochmal einen größeren Testaufbau mit Differenzmessung Soll / Ist. Das werde ich mir aber am Ende vermutlich nicht antun.

Final sollte man auch beachten, dass die Sampleweite mit einem Amp nicht sonderlich belastungsfähig ist! Selbst wenn am Ende herauskommt, dass das Routing schlecht ist, Traces zu dünn sind, oder was auch immer das Problem verursacht, müsste das an weiteren Amps verifiziert werden.

Eine Leistungsmessung an einem anderen Rectifier kann hilfreich sein, muss es aber nicht. Man müsste eben auch die technischen Bedingungen für dieses Gerät nachvollziehen. Idealerweise auch die gleichen Röhren inkl. PI verwenden. Wenn jetzt natürlich bei einem 100Watter herauskommt, dass er es nur auf 50 bis 70 Watt schafft, dann interessiert mich nur, wie hoch die AC Spannung an den Endstufen-Kathoden ist und ob die Kiste asymmetrisch clippt.

Glaube ich an einen Pattern fehler?
- Nein!
Habe ich schon alles gesehen?
- Dachte ich...

LG Geronimo
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Tech-Talk Mesa Boogie / Re: Mesa Single Rectifier 50 - Series 2
« Letzter Beitrag von Helmholtz am 21.06.2026 16:13 »
 
Zitat
Der Dual hatte um die 4 kOhm und der Triple eher was um die 5 kOhm. Alleine dadurch verliert der Dualt etwa 5 Watt je Paar gegenüber dem Triple.

Üblicherweise sinkt die Ausgangsleistung, wenn man die Lastimpedanz vergrößert.

Aus der Leistungsformel P = Ueff²/R folgt für die unverzerrte Sinusleistung:
P = 2* (Ua, max - Ua, min)²/Raa
 (Ua, max - Ua, min) ist der Anodenspannungshub.
Ua, min bei Vollaussteuerung ist die Anodenrestspannung.

Solange sich also die Anodenrestspannung (manchmal auch Sättigungsspannung genannt) nicht wesentlich ändert, sinkt die erzielbare Leistung mit Erhöhung von Raa.

Mit diesem Calculator: https://www.vtadiy.com/loadline-calculators/power-stage-calculator/
lassen sich sowohl die Ausgangsleistung als auch die Anodenrestspannung ermitteln.
Für Versorgungsspannung und Schirmgitterspannung sind die Werte unter Last einzusetzen.
Die Leistungsergebnisse von Formel und Calculator sind identisch.
Da der AÜ typischerweise 5% bis 10% der Leistung für sich behält, sind die Messwerte am Amp entsprechend geringer.
 

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Tech-Talk Mesa Boogie / Re: Mesa Single Rectifier 50 - Series 2
« Letzter Beitrag von Stahlröhre am 21.06.2026 01:47 »
Doppelpost - kann weg.
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Tech-Talk Mesa Boogie / Re: Mesa Single Rectifier 50 - Series 2
« Letzter Beitrag von Stahlröhre am 21.06.2026 01:39 »
...
Ich muss das Ganze noch einmal sauber verifizieren, aber aktuell sieht es tatsächlich so aus, als sei der Ground-Point der Endstufenplatine (sagen wir mal) etwas ungünstig gewählt. Am liebsten würde ich gerade laut fluchen oder lachen, ich weiß es ehrlich gesagt selbst nicht so genau.
...
Irrsinnigerweise hatte ich den AC Offset an den Kathoden schon vor zwei Tagen gemessen. Auf dem Scope waren das irgendwas um 100 mV. Ich dachte noch: „Pfui, das hätte man besser machen können“, habe dem aber nicht genug Aufmerksamkeit geschenkt. Rückblickend: ziemlich dumm von mir.
...

Oder war vielleicht einfach nur die Verbindung madig und ist durch das erneute Löten wieder niederohmig geworden? Normal hängen die Kathoden ja direkt auf Masse und somit 0V, da es keine Messwiderstände im Kathodenpfad gibt. Ansonsten müsste der PI Massepunkt jetzt ja weiterhin noch hochohmig sein.


...
Eigentlich könnte es mir egal sein, weil der Amp jetzt läuft. Aber da draußen stehen zigtausend Rectifier, die alle auf ähnlichen Prinzipien basieren - natürlich in verschiedenen Revisionen - und eine ganze Bandbreite davon wird als „flat tire“ beschrieben. Genau daher hatte ich den Begriff überhaupt.

Ich bin selbst kein Rectifier Spieler, aber selbst ich weiß, dass man bestimmte Revisionen wohl eher meiden soll.

Wenn ich mir jetzt vorstelle, dass ein Dual Rectifier ungefähr den doppelten Kathodenstrom erzeugt und ein Triple Rectifier entsprechend noch mehr, dann bekommen manche Posts plötzlich einen ganz anderen Beigeschmack. Nach dem Motto: „Mein Triple Rectifier mit 6x 6L6GC macht gemessen keine 150 Watt, sondern nur knapp 102 Watt.“ Ähm … ja. (Das sind so posts aus dem Boogie Forum - nicht an den Haaren herbeigezogen).
...

Nun der Rectifiersound ist eigen und polarisiert. Das Bassverhalten ist von Haus aus nicht tight, dass muss man mögen. Was die Revisionen betrifft gibt es schon teils Unterschiede, wobei das Thema meiner Meinung nach aber auch deutlich aufgeblasen wird. Die Grundschaltung (zumindest des roten Kanals im Modern Mode) hat sich nur unwesentlich seit 1992 geändert.

Ich hatte Anfang des Jahrens bei meinem Dual Rectifier die Röhren gewechselt und die Leistung gemessen und es waren etwas über 80 W an Ausgangsleistung. Vorher mit über zehn Jahre alten Endröhren waren es nur noch um die 65-67 W. Gerade bei Mesa Amps habe ich das Gefühl, dass da aufgrund der ganzen festen Bias Geschichte und den doch teuren Mesa eigenen Röhren öfters mal auf einen eigentlich nötigen Tausch verzichtet wird. Zumindest habe ich über die Jahre schon öfters Mesas gesehen, die auch nach Jahrzehnten immer noch die Werksbestückung drinn hatten. Bedeutet natürlich nicht zwingend, dass die dann auch ausgelutscht sein müssen aber zumindest erkläre ich mir so deratige Forenposts.
Auch muss man beachten welche Poweramp modes gewählt sind (hat der Single nicht). D.h. Röhren- oder Halbleitergleichrichter und Spongy- oder Boldpower. Durch den Röhrengleichrichter sinkt die Anodenspannung um die 30 bis 35V und Spongy senkt generell alle Spannungen im Verstärker.

Meinen Triple Rectifier hatte ich auch mal gemessen und der schaft zumindest deutlich mehr als die genannten 102 Watt. Ich meine es waren irgendwas um die 130-135 Watt. Leider ist mein Triple ein Import mit 120V und der Vorschalttrafo ist etwas zu klein und schaft dann irgendwann nicht mehr ganz die 120 Volt. Wenn ich mich recht entsinne war der RAA je Paar aber auch nicht gleich. Der Dual hatte um die 4 kOhm und der Triple eher was um die 5 kOhm. Alleine dadurch verliert der Dualt etwa 5 Watt je Paar gegenüber dem Triple.

Wenn es von interesse ist kann ich in der kommenden Woche mal bei beiden die Ausgangsleistung messen.
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Tech-Talk Design & Konzepte / Re: 2 Fragen zu einem Champ clone
« Letzter Beitrag von BGE am 21.06.2026 00:52 »
CF
wenn du in einem Champ die zweite Stufe als CF auslegst, verlierst massiv an Preamp Gain.
Wenn das für deine Zwecke Ausreicht und klanglich gefällt, ist die Frage doch hinfällig. So
wie ich verstanden habe existiert doch schon ein Amp der so aufgebaut ist?!

*BGE

*Hi Geronimo
*Es existiert bisher nur ein Amp mit dem 1. Siebelko (Reservoir) als 33µF und der 2. und 3. als 22µF.
*Den Amp mit CF als Preamp, will ich als (meines Wissens nach) erster aufbauen. Deshalb bin ich
*ja so unsicher. Und ja ich kann bestätigen, daß der Sound und der Pegel und auch die
*Feedbackfestigkeit des Amps jetzt schon so sind, wie ich sie erwarte, nur das die PA noch brummt.
*Der Redneck oben gezeigt, hat hinten PP und einen Phaseninverter ist also in der Endstufe anders
*aufgebaut als der single ended HG II. Ich würde, da die NFB Leitung hier am AÜ speziell über eine
*Sonderanzapfung über 22kOhm früher an die 2. Kathode des originalen Designs (ohne CF)  ging,
*die NFB Testhalber nochmal einbauen, weiß aber garnicht, wo ich die jetzt beim CF anschließen
*sollte. Nicht das der tatsächlich noch deswegen brummt, weil ihm die NFB loop fehlt.

*5Y3GT GR
*Zum Thema 5Y3GT habe ich inzwischen probehalber einen Zweiweg Halbleiterdiodengleichrichter
*statt der Röhre aufgesteckt und die 5 V Heizung  testhalber abgeklemmt. Funktioniert auch gut
*ohne die Röhre und mit den zwei Dioden aber es brummt trotzdem noch, so daß ich jetzt tatsächlich
*dann die Vorstufe und das Netzteil ausgeschlossen habe und mir nun gezielt die 6V6 nochmal
*anschauen werde.  Und ich würde natürlich gern zu Testzwecken die NFL nochmal in Betrieb
*nehmen aber weiß nicht  wohin ich sie vor der PA am Preamp anschließen soll, da jetzt ja die
*zweite Kathode der Vorstufe durch den CF anders geschaltet ist.

Geronimo

*Gruß
*drstrange
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