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Ich muss das Ganze noch einmal sauber verifizieren, aber aktuell sieht es tatsächlich so aus, als sei der Ground-Point der Endstufenplatine (sagen wir mal) etwas ungünstig gewählt. Am liebsten würde ich gerade laut fluchen oder lachen, ich weiß es ehrlich gesagt selbst nicht so genau.
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Irrsinnigerweise hatte ich den AC Offset an den Kathoden schon vor zwei Tagen gemessen. Auf dem Scope waren das irgendwas um 100 mV. Ich dachte noch: „Pfui, das hätte man besser machen können“, habe dem aber nicht genug Aufmerksamkeit geschenkt. Rückblickend: ziemlich dumm von mir.
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Oder war vielleicht einfach nur die Verbindung madig und ist durch das erneute Löten wieder niederohmig geworden? Normal hängen die Kathoden ja direkt auf Masse und somit 0V, da es keine Messwiderstände im Kathodenpfad gibt. Ansonsten müsste der PI Massepunkt jetzt ja weiterhin noch hochohmig sein.
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Eigentlich könnte es mir egal sein, weil der Amp jetzt läuft. Aber da draußen stehen zigtausend Rectifier, die alle auf ähnlichen Prinzipien basieren - natürlich in verschiedenen Revisionen - und eine ganze Bandbreite davon wird als „flat tire“ beschrieben. Genau daher hatte ich den Begriff überhaupt.
Ich bin selbst kein Rectifier Spieler, aber selbst ich weiß, dass man bestimmte Revisionen wohl eher meiden soll.
Wenn ich mir jetzt vorstelle, dass ein Dual Rectifier ungefähr den doppelten Kathodenstrom erzeugt und ein Triple Rectifier entsprechend noch mehr, dann bekommen manche Posts plötzlich einen ganz anderen Beigeschmack. Nach dem Motto: „Mein Triple Rectifier mit 6x 6L6GC macht gemessen keine 150 Watt, sondern nur knapp 102 Watt.“ Ähm … ja. (Das sind so posts aus dem Boogie Forum - nicht an den Haaren herbeigezogen).
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Nun der Rectifiersound ist eigen und polarisiert. Das Bassverhalten ist von Haus aus nicht tight, dass muss man mögen. Was die Revisionen betrifft gibt es schon teils Unterschiede, wobei das Thema meiner Meinung nach aber auch deutlich aufgeblasen wird. Die Grundschaltung (zumindest des roten Kanals im Modern Mode) hat sich nur unwesentlich seit 1992 geändert.
Ich hatte Anfang des Jahrens bei meinem Dual Rectifier die Röhren gewechselt und die Leistung gemessen und es waren etwas über 80 W an Ausgangsleistung. Vorher mit über zehn Jahre alten Endröhren waren es nur noch um die 65-67 W. Gerade bei Mesa Amps habe ich das Gefühl, dass da aufgrund der ganzen festen Bias Geschichte und den doch teuren Mesa eigenen Röhren öfters mal auf einen eigentlich nötigen Tausch verzichtet wird. Zumindest habe ich über die Jahre schon öfters Mesas gesehen, die auch nach Jahrzehnten immer noch die Werksbestückung drinn hatten. Bedeutet natürlich nicht zwingend, dass die dann auch ausgelutscht sein müssen aber zumindest erkläre ich mir so deratige Forenposts.
Auch muss man beachten welche Poweramp modes gewählt sind (hat der Single nicht). D.h. Röhren- oder Halbleitergleichrichter und Spongy- oder Boldpower. Durch den Röhrengleichrichter sinkt die Anodenspannung um die 30 bis 35V und Spongy senkt generell alle Spannungen im Verstärker.
Meinen Triple Rectifier hatte ich auch mal gemessen und der schaft zumindest deutlich mehr als die genannten 102 Watt. Ich meine es waren irgendwas um die 130-135 Watt. Leider ist mein Triple ein Import mit 120V und der Vorschalttrafo ist etwas zu klein und schaft dann irgendwann nicht mehr ganz die 120 Volt. Wenn ich mich recht entsinne war der R
AA je Paar aber auch nicht gleich. Der Dual hatte um die 4 kOhm und der Triple eher was um die 5 kOhm. Alleine dadurch verliert der Dualt etwa 5 Watt je Paar gegenüber dem Triple.
Wenn es von interesse ist kann ich in der kommenden Woche mal bei beiden die Ausgangsleistung messen.