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Hallo zusammen, das (hoffentlich) finale Update:

Das Rauschen ist erledigt.  :topjob: Ich hatte nochmal alles auseinander genommen und die Platine genauestens untersucht. Dabei sind mir noch viele weitere verdächtige Lötstellen aufgefallen, besonders im Bereich zwischen den Potis und den Vorstufenröhren. Besonders auch an den Pins der Transistoren, die die Signal-Stränge jeweils auf Masse ziehen, je nach Kanal. Dort wird die Platine durch die Montage mit den Potis stark belastet und der Bereich war vorher optisch verdeckt von dem Blech der Frontblende. Außerdem wird die Platine in dem Amp immer wieder sehr heiß, weil die Lüftung echt bescheiden ist.

Habe also wirklich alle Lötstellen im Signalstrang und in dessen Peripherie nochmal neu verlötet. Ich würde sagen, so habe ich mittlerweile ca. 75% aller Lötstellen erneuert. Nach dem Zusammenbau ist das Rauschen nun Geschichte und hat sich bisher auch nicht mehr provozieren lassen. Außerdem war eine Röhre (V3 --> dc-coupled Kathodenfolger) eine Quelle des Rauschens.

Also nochmal zusammengefasst:

- V3 war defekt, V1 - V4 erneuert
- mikrofonische Kondensatoren neu (C88, C77)
- Siebelkos neu (C41, C42, C58, C59, C60, C61, C66)
- R82 neu (war vermutlich nicht nötig)
- Lötstellen erneuert (wichtigster Punkt)

Außerdem habe ich dem Gehäuse ein paar Lüftungslöcher verpasst (natürlich in Absprache mit dem Besitzer). Dafür habe ich Löcher zwischen den Röhrensockeln der Endstufenröhren und auf der Gehäuse-Rückseite gebohrt. Da die Platine quasi die gesamte Fläche des Gehäuses ausfüllt, kann so noch kein richtiger Luftstrom entstehen, aber vielleicht hilft es trotzdem ein kleines bisschen.

Habe bei der Gelegenheit nochmal ein paar Messungen mit dem Scope gemacht und komme auf etwa 35W Clean-Leistung. Der Bias lässt sich leider auch nicht so richtig gut einstellen, ist aber wohl gewollt, damit der Amp nicht zu heiß gefahren wird. Ich komme mit dem Regelweg des Potis auf maximal ca. 60% von Pmax. Hat den Besitzer klanglich nie gestört, daher werde ich hier nicht weiter eingreifen.

Also ich bin froh, dass das Problem gelöst ist. Nun habe ich ein recht umfangreiches Verständnis von dem Amp und die anfänglichen Schwierigkeiten bei dem chaotischen Schaltplan durchzublicken, haben sich mittlerweile erledigt.

Angehängt noch ein paar Fotos vom Amp. Auf zwei Fotos sieht man einigermaßen das Fehlerbild der defekten Lötstellen. So sahen sehr viele Stellen aus.

Danke für euer Interesse und eure Hilfe hier :-)
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Ergänzung:
Der Umschalter muss nur einpolig umschalten, da man alle Massebuchsen durchverdrahten kann.
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Saubere Lösung: Kleines Kästchen mit 2x4 (z.B. Bananen-) Buchsen anfertigen.
Das klingt super, danke für die tolle Idee und Erklärung!
Die Lösung gefällt mir richtig gut.
Erinnert mich sofort an den Palmer-Cab-Merger, mit dem man zwei Boxen zusammenführen kann.
Da werde ich bei Gelegenheit mal schauen, ob ich die Teile dafür lokal hier aus einem Laden bekomme, vielleicht bei einem HiFi-Geschäft oder Fernsehtechniker.
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Saubere Lösung: Kleines Kästchen mit 2x4 (z.B. Bananen-) Buchsen anfertigen.
Die ersten 4 Buchsen sind für die Sockeladapter (bleiben gesteckt).
Die anderen 4 (für nur ein Messgerät reichen 3, da die Masse gemeinsam ist) Buchsen werden zu den ersten jeweils parallel verdrahtet und sind für das Messgerät (muss umgesteckt werden).
Komfortlösung: Einen Umschalter für die Messgerätebuchsen einbauen.
Damit spart man sich das Umstecken.

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Hallo Moritz(?),

die Antwort kommt auf die zu messende Endstufe an. Üblicherweise nutzt man diese Messadapter für Endstufen bei denen die Kathode direkt an die Masse angeschlossen sind. Der Adapter schaltet einen Widerstand von 1 (oder 10) Ohm zwischen Kathode und Masse. Ich gehe im Flogenden davon aus, dass der Rote Draht an der Kathode hängt und der Schwarze an der Verbindung zur Masse/Gehäuse.

Wenn die Röhre in Betrieb ist stellt sich je nach Gittervorspannung ein Strom ein, z.B. 35 mA. Über einen 1 Ohm Widerstand entsteht dann ein Spannungsabfall von 35 mV welchen du misst. Und darin liegt auch schon die Antowrt auf deine Frage: Die Schwarzen Kabel haben das selbe Potential wie das Gehäuse (Masse) und die Roten Kabel haben +35 mV.

Gruß, René

Vielen Dank euch beiden für die Antworten!
Ich informiere mich seit einiger Zeit und zuletzt intensiv um soviel wie mir möglich an der Materie zu durchschauen.
Von daher ist dieser Link zu dem weiteren Input sehr bedankt.

Moritz ist richtig.
Hallo René,
Danke für deine nachvollziehbare Erklärung!
An dem roten Kabel habe ich dann ja, wie du geschrieben hast, den Spannungsabfall von 35mV anliegen.

Wenn ich nun die zweite Probe an das DMM anschließe hängt der Stecker des roten Kabels der ersten Probe ja "in der Luft".

Wenn ich dich richtig verstanden habe ist das also ebenso unproblematisch, wie, wenn der Stecker des roten Kabels an das Gehäuse kommen würde, richtig?

Also kann ich ohne mir Gedanken machen zu müssen die Kabel der beiden Proben einfach hin und her tauschen?

P.S.: zuerst kümmere ich mich um meinen Diezel Einstein 100W, dann habe ich noch einen Elmwood M90 mit zwei KT88.
Der Einstein hat auch externe Bias Messpunkte und von aussen zugängliche Trimpotis. Da kann ich, denke ich, ganz gut die Bias Probes ausprobieren und kontrollieren. Ich meine die Kathode liegt beim Einstein auf Masse.

Gruß Moritz
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Hallo Moritz(?),

die Antwort kommt auf die zu messende Endstufe an. Üblicherweise nutzt man diese Messadapter für Endstufen bei denen die Kathode direkt an die Masse angeschlossen sind. Der Adapter schaltet einen Widerstand von 1 (oder 10) Ohm zwischen Kathode und Masse. Ich gehe im Flogenden davon aus, dass der Rote Draht an der Kathode hängt und der Schwarze an der Verbindung zur Masse/Gehäuse.

Wenn die Röhre in Betrieb ist stellt sich je nach Gittervorspannung ein Strom ein, z.B. 35 mA. Über einen 1 Ohm Widerstand entsteht dann ein Spannungsabfall von 35 mV welchen du misst. Und darin liegt auch schon die Antowrt auf deine Frage: Die Schwarzen Kabel haben das selbe Potential wie das Gehäuse (Masse) und die Roten Kabel haben +35 mV.

Gruß, René
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Empfehle Dir, zuerst den Thread "Sicheres Arbeiten an Röhrenamps" zu verinnerlichen - ist nur gut gemeint

https://www.tube-town.de/ttforum/index.php/topic,1395.msg8692.html#msg8692
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Hallo,
ich habe gerade erst zwei Bias Probes in der Selbstbau-Variante geordert. Die Frage, die ich mir stelle ist folgende:
Brauche ich ein zweites DMM oder kann ich, wenn beide Bias Probes gesteckt sind, einfach die Messfühler am Messgerät austauschen?
Wenn die beiden dann unbenutzten Messfühlerchen so nackelig gegeneinander kommen und ans Chassis klatschen, muss ich dann mit einem Kurzschluss rechnen?
Falls es nicht ganz gefahrlos geht, einfach abwechselnd an den beiden Bias-Probes zu messen, gibt es dann einen halbwegs sicheren Workaround, wie man erst einmal mit einem Messgerät hinkommen würde?
Danke schon mal ganz herzlich für das Verständnis angesichts meiner Unkundigkeit.  :help:
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Tube-Talk / Re: Röhren prüfen
« Letzter Beitrag von tim.frodermann am 16.09.2026 09:14 »
Persönlich nutze den uTracer.
Ist wahrscheinlich das Konzept worauf sich den eTracer inspiriert  ;D

Das ist korrekt!

Ich habe die Geschichte nur vage verfolgt, aber der Hersteller des eTracer hatte wohl vor Jahren den Hersteller des uTracer "traktiert" mit Verbesserungsvorschlägen und als dieser sich dagegen gesträubt hat, hat er auf Basis des uTracer seinen eTracer entwickelt. Wie viel uTracer noch im eTracer steckt, wissen die Götter :-)

Ich habe mich letztlich für den eTracer entschieden, weil der Aufwand des Zusammenbaus geringer war und ich wirklich schnell eine lauffähige Lösung benötigt habe.

Wenn ich viel mehr Zeit und viel mehr Geld übrig hätte, wäre meine Entscheidung mit einiger Sicherheit auf den RoeTest gefallen :-)
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Tube-Talk / Re: Röhren prüfen
« Letzter Beitrag von Laurent am 15.09.2026 21:19 »
Persönlich nutze den uTracer.
Ist wahrscheinlich das Konzept worauf sich den eTracer inspiriert  ;D

Gruß
Laurent
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