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Tech-Talk Mesa Boogie / Re: Mesa Single Rectifier 50 - Series 2
« Letzter Beitrag von Showitevent am 18.06.2026 22:53 »
Das muss ich morgen nochmal in Ruhe checken. So wie es aussah, waren die absolut okay. Aber ich hatte die einzeln gemessen, nicht simultan, das sollte ich nachholen.
Ich hänge morgen auch einfach mal einen Brot und Butter AT dran. Der Amp hat knapp 460 Volt B+ und sollte locker auf 50 Watt kommen damit.

PI und Loop Röhre wurden selbstverständlich auch schon getauscht, bzw. auch gemessen mit Hickock 500, da ist der Fehler nicht zu finden.

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Tech-Talk Mesa Boogie / Re: Mesa Single Rectifier 50 - Series 2
« Letzter Beitrag von Helmholtz am 18.06.2026 22:49 »
Wie sehen denn die Gittersignale ohne NFB bei Vollaussteuerung mit 8 Ohm-Last aus?
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Tech-Talk Mesa Boogie / Re: Mesa Single Rectifier 50 - Series 2
« Letzter Beitrag von Showitevent am 18.06.2026 22:36 »
Moin, ja, anbei der Schaltplan, der AÜ ist original!

Der Schaltplan ist nicht 100 % Konsistent, aber die relevanten Teile inkl. PI passen. Selbstverständlich habe ich vom Send den Kondensator vom Kathodenfolger abgelötet, um einfach auszuschließen, dass der die Wellenform so zerhackt.

Ich muss mich auch nochmal korrigieren, ich komme auch bei Fehlanpassung 16 Ohm an 8 Ohm Ausgang nicht auf 55 Watt sondern 26 Watt. Falschen Wert abgelesen, gerade nochmal 3fach gecheckt.

8-4 (8 Ohm Last an 16 Ohm Ausgang)
8-8 (8 Ohm Last an 8 Ohm Ausgang)
16-8 (16 Ohm Last an 8 Ohm Ausgang)

Auffällig ist, dass sich die Übernahmeverzerrung nach oben verschiebt, die liegt nicht im Center, das sollte trotz Fehlanpassung trotzdem der Fall sein.

Edit: Per. VRms ist ziemlich genau das, was auch dem mit Multimeter gemessenem RMS Wert entspricht.
Und die Messung hier ist bei 600 HZ, ich habe das ein wenig durch gesweept um zu schauen, ob das Frequenzabhängig ist. Macht keinen Unterscheid ob 600 oder 1KHz.
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Tech-Talk Mesa Boogie / Re: Mesa Single Rectifier 50 - Series 2
« Letzter Beitrag von Helmholtz am 18.06.2026 22:12 »
Gibt es einen Schaltplan?
Ist das vielleicht einer dieser Klasse B Amps mit Kathodensteuerung, hoher Ub und niedriger Schirmgitterspannung?
Ist der AÜ original?

Ansonsten kann ich nur bestätigen, dass Raa = 4.4k die optimale Primärimpedanz für 2x 6L6/5881 mit Ub zwischen 400V und  500V ist.
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Tech-Talk Mesa Boogie / Mesa Single Rectifier 50 - Series 2
« Letzter Beitrag von Showitevent am 18.06.2026 21:59 »
Moin zusammen,

ich bräuchte mal eure Hilfe bzw. ein zweites Hirn, weil mich der Amp gerade ziemlich beschäftigt. Bei Mesa/Boogie stolpert man je nach Revision ja durchaus über Eigenheiten, die man bei anderen Amps so nicht unbedingt erwarten würde – und gerade stehe ich etwas auf dem Schlauch.

Es geht um einen Single Rectifer 50 - Series 2, der ursprünglich gar nicht zum Service bei mir war. Es stand nur im Raum, ob ich ihn kaufen soll. Was mir beim Testen aber sofort aufgefallen ist: Der Amp war im Bassbereich sehr flubby, also ziemlich „flat tire“ so, wie man es wohl auch von einigen Dual- und Triple-Rectifiern kennt.

Inzwischen steht er hier auf der Werkbank.

Mit neuen Röhren, konkret Mesa Green 6L6GC, bringt der Amp bei Einspeisung in den Loop gerade einmal brauchbare 21-25 Watt. Daraufhin habe ich den Bias gemessen: Der Amp läuft gerade mal bei knapp 33 % Verlustleistung.

Ich habe testweise den Fixed Bias aufgelöst und den Amp erst einmal in Richtung 60 % gebracht. An der Wellenform des Outputs hat das allerdings rein gar nichts geändert.

Dann habe ich den Ausgangsübertrager an einem Referenzwiderstand vermessen und komme auf folgende Werte:

8 Ohm → ca. 4400 Ohm Raa
8 Ohm → ca. 1100 Ohm Ra

Das sah für mich erst einmal völlig plausibel aus.

Was mich allerdings stutzig macht: Der Amp clippt auf der unteren Halbwelle schon bei recht geringer Leistung. Scope-Bilder reiche ich noch nach.

Interessant ist außerdem, dass der Amp mit 5881-Röhren im Bottom End deutlich besser klingt. Der Bass wirkt viel aufgeräumter und folgt dem eigentlichen Anschlag wesentlich besser.

Jetzt ist es folgendermaßen: Ich habe meine 16-Ohm-Referenzlast testweise an den 8-Ohm-Ausgang gehängt, mit 5881-Endstufenröhren. Damit komme ich bei recht gut aussehender Wellenform, abgesehen von leichter Übernahmeverzerrung, auf ca. 55 Watt. Das passt deutlich besser zu den nominellen 50 Watt.

Mit 8 Ohm am 4-Ohm-Ausgang komme ich allerdings nur auf knapp 36 Watt.

Irgendetwas passt hier also nicht. Egal welchen 50-Watter ich als Referenz vermesse: Bei korrekter Anpassung komme ich normalerweise immer ziemlich sauber auf die angegebene Leistung.

Hat jemand von euch eine Idee, wo hier der Hase im Pfeffer liegt? Ist so ein Verhalten bei bestimmten Boogie-Revisionen bekannt? Eigentlich ist eine Impedanz Messung per LCR-Meter für mich immer verlässlich gewesen.
Danke euch schon mal!
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Tech-Talk Design & Konzepte / Re: 2 Fragen zu einem Champ clone
« Letzter Beitrag von Helmholtz am 18.06.2026 14:32 »
Hat der Amp vor dem Umbau auch gebrummt?
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Tech-Talk Design & Konzepte / 2 Fragen zu einem Champ clone
« Letzter Beitrag von BGE am 18.06.2026 06:52 »
Moin
Ich habe 2 Fragen zu einem Champ Clone, das ist der Harp Gear II (ein Harpamp) der hat eine 12AY7  als normale zweistufige Trioden-Eingangsschaltung eine 6V6 GT single ended und eine 5Y3GT als Gleichrichter. Schaltung 97% wie ein 5F1 Champ. Also keine Drossel. Die Endstufe 6V6 brummt, nachdem sie warm wird. Oder es brummt immer aber man hört es erst wenn die 6V6 warm wird. Die mechanischische Konstruktion (Stellung der Wickelgüter, Layout etc.) muß eigentlich stimmen, sonst würde Harp Gear die nicht so teuer verkaufen können, also ohne Brummern.

1.) Frage
Ich habe die Vorstufen von der zweifachen Triodeneingangsstufe mit der 12AY7 als einen Kathodenfolger umgebaut und danach kommt dann die Tonblende (500k 22nF ) und danach der Lautstärkeregler 1 MOhm und dann kommt die 6V6. Soweit so gut.  Aber der Kathodefolger hat ja besondere Eigenschaften. Dieser hier ist aus dem Buch von Merlin Blencowe (Designing Tube Preamps for Guitar and Bass; S126) und wird dort als  y=60 Standardversion oder in der bootstrapped Version y = 90 also 3db mehr Kathodenfolgerschaltung für Gitarrenamps dargestellt. 1. Eigenschaft, er hat eine niederohmigen Ausgang wirkt also als Impedanzwandler. Die zweite Eigenschaft: Er nutzt zwar die beiden Trioden der 12AY7, dreht aber die Phase nur einmal. (Gegenkopplung im Amp habe ich deaktiviert.) Der Sinn des Ganzen: Hat man als Vorstufe diesen zweistufigen Kathodenfolger, wird der Amp sehr unempfindlich gegen feedback, man kann mit dem harpmic bis auf einen halben Meter an den Amp ohne das er rückkoppeln bzw. zu pfeifen anfängt. Sonst braucht man 5 oder mehr Meter Distanz zum Amp. Der Sound ist 100% Chicago fett und oberwellenreich eben durch den Kathodenfolger. Da meine Harpmics hohe Ausganspegel haben, reicht die relativ geringe Verstärkung der Vorstufe aus um das Signal zu für die 6V6GT aufzubereiten. 

1.) Frage: Kann ich an diesen Ausgang vom Kathodenfolger einfach so vor den Eingang der Single ended 6V6 anschließen? (Mit einem 100nF Koppelkondensator direkt am Ausgang des Kathodenfolgers dann Klangregler und Volumenregler und dann die 6V6?) Oder gibts da pegelmäßig oder impedanzmäßig oder sonstwie was zu beachten?

2.) Frage:
Ich bastle ja schon länger aber ich habe noch nie mit einer direktgeheizten 5Y3GT zu tun gehabt.
Ich sehe in der Schaltung des Champ (Die originale Schaltung rückt der Brian von Harp Gear nicht raus) daß die B+ Spannung direkt an der Kathode der 5Y3GT abgegriffen wird an der auch die 5V Heizwechselspannug anliegen. Und diese 5 V Wechselspannung messe ich dann auch wieder an der Anode der 6V6. da brauch ich mich über Brummen nicht zu wundern. Wie funktioniert also dieser Rectifier und bringt eine gute pulsierende B+ Spannung ohne, daß mich die 5 V Wechselheizspannung da noch stören? Kann mir das mal jemand erklären bitte?

Das wäre die 2. Frage.

Gruß
Boris (drstrange)
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Die Schaltung ist relativ ähnlich in einem Revox G36 Tonbandgerät und anderen Hifi Verstärkern.
Anscheinend ist die Verstärkung kleiner 1, und hat wegen ihrer Symmetrie einen geringen Klirrfaktor.

Mit dem Unterschied, dass im G36 ein 10M Gitterableitwiderstand verwendet wird und der PI dadurch eine "gesunde" Spannungsaufteilung erhält (je 40V an Ra und Rk, 140 V über der Triode).
Alle Cathodynes haben eine Verstärkung <1 und perfekte Symmetrie (wenn Ra und Rk gleich sind).
Hat mit mehr oder weniger Hifi durch die Vorspannungserzeugung nichts zu tun.
Bei Deinem PI ist einfach die Vgk zu klein.
Mit diesem Arbeitspunkt wird der PI früher verzerren als mit der Originalschaltung und nicht fähig sein, die Endröhren voll auszusteuern.
Ich würde mal die Ausgangsleistung messen (mache ich sowieso immer).
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Nach weiterer Recherche bin ich dazu gekommen, dass es wohl ein Hifi Konzept gewesen ist. Der Verstärker ist absolut Clean&Brilliant
und, er war mit Sicherheit nicht für einen dreckigen Marshall-Sound gedacht (da passt ja dann der Bezug zu Pink Floyd).
Die Schaltung ist relativ ähnlich in einem Revox G36 Tonbandgerät und anderen Hifi Verstärkern.
Anscheinend ist die Verstärkung kleiner 1, und hat wegen ihrer Symmetrie einen geringen Klirrfaktor.

Umbauen werde ich ihn nicht. Er klingt sehr schön, vielleicht so in Richtung Twin Reverb.

Danke euch für die Hinweise!
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@Helmholtz: Du hast recht ich habe mich verrechnet, es sind dann 3,75mA.
Spannungsangaben stimmen.

Ok.
Das bedeutet : Geringe Vgk >> hoher Anodenstrom >> geringe Vak.
Die Triode ist kurz vor der Sättigung, kann den Strom kaum noch erhöhen.
Bedeutet stark eingeschränkten Aussteuerungsbereich ("headroom").
Der Amp dürfte bei weitem nicht seine volle Ausgangsleistung bringen.
Wünschenswert wäre eine Vak zwischen 150V und 250V.
Ich würde die Schaltung korrigieren.

Hier ist ein nützlicher Online- Calculator:  https://www.vtadiy.com/loadline-calculators/concertina-calculator/
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