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Guten Morgen,

heute war es soweit und der Mustang wurde gesattelt und wir konnten losreiten.
Gestern und heute morgen waren wir noch auf Fehlersuche, haben verwechselte Kabel getauscht und noch hie und da etwas nachgebessert.
Dann hat er alles sauber geschaltet, nichts hat geschwungen, nichts hat gebrummt.

Und dann haben wir das Biest das erste mal aufgedreht. So richtig die 100W Endstufe in die Sättigung getrieben.

Das ist zwar mit den ganzen neuen Bauteilen noch nicht so weich wie es nach 20 Stunden spielen sein wird. Aber meine Herrn, ich wusste gar nicht mehr was ich damals entworfen habe...
Die Kiste schiebt ohne Ende. Der erste Kanal wie ein schöner Plexi und mit der More-Regelung ist das schon ziemlich Old-School High-Gain. Und ab da wird es nur noch heftiger. Direkt, brutal, offen und wenn die Endstufe etwas komprimiert kommen schön saftige Mitten dazu.

Immerhin erspare ich mir das Einspielen an der Last, das übernimmt der Junior gerade an der Box  ;D

Fürs Foto haben wir ihn mal in das alte Classic-Headshell reingepackt. Das neue ist bereits bestellt und wird dann mit einem dunkelroten Tolex bezogen, passend zur roten Lampe. Dazu kommt dann das neue Mustang-Logo und die allerletzte Glasscheibe die es in dem dunklen grau noch gibt.

Und wenn ich ehrlich bin: so zügig war noch nie einer aufgebaut. Das liegt wohl dran, wenn man am Wochenende 8h am Tag nur lötet  ;D ;D ;D

Viele Grüße
Marc
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Hey danke euch beiden. Den Bereich hatte ich spontan auch in Verdacht, gerade mit den diversen Halbleitern dort. Ich komme wahrscheinlich am Wochenende dazu, mir das mal näher anzuschauen. Dann werde ich berichten.

Außerdem hatte ich vor, verschiedene Signal-Punkte zwischen V2a und V3b testweise auf Masse zu legen, um das Rauschen evtl. noch besser lokalisieren zu können.
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Hallo iefes,

ich würde auch rund um den Effektloop anfangen zu suchen (IC1).

R93 mal abklemmen und dann Send und dann Return abklemmen.
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Hallo Iefes,

soweit ich weiß, ist zwischen V2 und 3 der Loop im Preamp.
Du könntest mal versuchen diesen einfach hart zu brücken mit einem Klinkenkabel.
Im Loop sitzt ein recht hochohmiger Widerstand, der könnte das Problem verursachen - zumindest musste ich schonmal einen tauschen. Der hat glaube ich 2.2Meg. Messen hilft nichts - ich hatte mal so ein ähnliches Problem, das war dann aber weg mit brücken des Loops.
Ich meine, dass da auch ein JFet für Pegel Schalterei sitzt. Der kann durchaus auch Probleme machen.

Auch heiße Kandidaten sind die Anodenwiderstände von V2.

Hoffe das hilft,

Geronimo

EDIT: Hatte nicht gesehen,dass du den Schaltplan angehangen hast. T13, R93, R82 und R83, die würde ich als erstes Prüfen (eher R83, wenn es mit gezogener V2 noch rauscht).
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Tech-Talk Marshall / Marshall DSL401 rauscht ungewöhnlich stark - Fehlersuche
« Letzter Beitrag von iefes am 20.08.2026 21:41 »
Hallo liebes Forum,

nach langer Zeit bin ich mal wieder mit einem Anliegen hier. Die letzten Jahre bin ich leider nicht zum tüfteln und Amps bauen gekommen. Die lieben Kinder, Familie, Job, andere Hobbies usw. halten mich gut beschäftigt. Ein guter Freund hat mir nun allerdings seinen Marshall DSL401 zur Reparatur vorbei gebracht und da möchte ich sehr gern helfen und habe Lust, mich mal wieder reinzufuchsen.

Bevor ich jetzt bei 0 anfange, wollte ich mal die Symptome schildern und vielleicht könnt ihr mir schonmal Tipps geben, um die Suche etwas einzugrenzen.

Marshal DSL401 von ca. 2002 rauscht neuerdings stark. Es handelt sich um leicht unregelmäßiges weißes Rauschen, kein Knistern oder Brutzeln. Brummen tut er auch leicht, aber ich würde sagen auf normalem Niveau.
  • Lautstärke des Rauschen wird durch den Master-Volume beeinflusst
  • Ebenfalls durch Gain im Clean-Kanal
  • Im OD-Kanal ist das Rauschen fast vollständig stumm
  • V1 gezogen --> rauscht noch
  • V1 wieder drin, V2 gezogen --> rauscht noch
  • V1 und V2 wieder drin, V3 gezogen --> rauschen weg
  • V1, V2, V3 wieder drin, V4 gezogen --> rauschen weg
  • Reverb- und FX-Loop-Regler haben keinen Einfluss auf das Rauschen
  • FX-Loop mit Patchkabel brücken ändert nichts

Ich würde sagen, das Rauschen hat seinen Ursprung also irgendwo im Bereich zwischen V2 und V3. Diese Positionen habe ich auch mal mit anderen Röhren bestückt, hat aber keine Besserung gebracht. Habe alle Röhren mal abgeklopft, ohne irgendwelche weiteren Erkenntnisse.

Außerdem gut zu wissen:
  • Auf der Platine sind keine eindeutigen verkokelten Stellen zu sehen, was bei dem Amp wohl schonmal vorkommen kann
  • Ich habe vor einem halben Jahr den Master-Volume Regler erneuert, da dieser nicht mehr richtig geregelt hat, lief seitdem regelmäßig ohne Probleme
  • Bei der Gelegenheit habe ich auch den Wechselrichter gegen einen stärker dimensionierten ausgetauscht, da der bei vielen Modellen regelmäßig Probleme macht

Der Schaltplan ist leider dezent unübersichtlich, aber ich hänge ihn hier trotzdem mal an. Kann die Tage nochmal eine Version hochladen, wo ich den Signalweg in den verschiedenen Kanälen hervorgehoben habe. Muss ich aber noch fertig machen.

Also wenn ihr Tipps habt, wo ich am besten nach dem Fehler suchen soll oder welche Tests mir noch weiterhelfen können, dann würde ich mich sehr freuen.

Danke und Grüße,
Yves
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Moin,

In der Vorstufe war ich mit den TungSol früher, also vor > 10 Jahren  ;D, immer sehr zufrieden.

Meiner Erfahrung nach sind Tung Sol 12AX7 die, die am meisten färben und ich habe gelernt diese dosiert in High Gain Preamps einzusetzen. Kann gut funktionieren, in manchen Amps sind mir die allerdings zu "tubby" - was natürlich rein subjektiv ist.

Witzig, dass Rene gearde den VH2 anspricht. In genau solcheinem (ist gerade mal einen Monat oder so her) habe ich die Tung Sol getauscht. Ich hatte erst ein neues Set Tung Sol drin, empfand den Amp aber eher so, als fehlte es an hochmitten. Mit JJs war das alles etwas besser, mit Shuguang / EH Kombi so wie ich ihn spielen würde.

Gleiches ist mir auch in meinem Diezel Einstein aufgefallen - der Einstein war original mit JJs bestückt meine ich (ist lange her).
Beim VH2 weiß ich es jetzt nicht genau, aber im Einstein sind die Preamp Röhren sehr heiß gebiased bei ca. 1.8 mA und ca. 420V. Das könnte den Character durchaus noch weiter kitzeln.
Hingegen, in meinem Framus Red Rogue, finde ich die Tung Sol recht stark. Der ist ein klassischer Ableger vom SLO Preamp, alles etwas moderater gebiased.

Für direkt gekoppelte CFs bevorzuge ich Long Plates. Aus irgendeinem Grund bilde ich mir ein, dass diese - egal welcher Hersteller - viel harmonischer reagieren, Messungen habe ich dazu allerdings nie gemacht und heute eine vernünftige Long Plate zu bekommen ist auch nicht mehr so einfach.

Geronimo

PS: Alles nur wiederholt gemachte persönliche Erfahrung, jeder kann und wird das anders empfinden.
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Der Mustang hat einen Teil der Röhren DC-geregelt beheizt, der Rest in AC ist schon immer hochgelegt auf ca. 50V.
Bisher hatte ich hier nie Probleme mit dem CF gehabt. Spannend, dass Peter das genauso gemacht hat.
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Servus,

wenn man den neuesten Infos durch KI  :facepalm: glauben darf "ECC83 tungsol cathode follower" ist das Problem also noch existent.

Hallo Michael,

dazu eine kleine Anekdote in der Hoffnung, dass ich den Thread nicht entführe. Ich war bei Peter Diezel mit meinem VH2 und habe eine Weile mit ihm geredet. Seine Frau hat derweil eine Modifikation im VH2 vorgenommen -> Heizung hochgelegt. Peter meinte, dass der Grund dafür im CF liegt weil die Röhren dort sonst am Limit sind. Und Peter hatte zu der Zeit ausschließlich TungSol Vorstufenröhren verbaut. Das passt also gut zu deinen Infos.

Allerdings lief der Verstärker auch ohne diesen Mod problemlos.

Grüße, René
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Haben uns jetzt für EH in der Endstufe entscheiden.

In der Vorstufe werden es bei den V1 für Kanal 1 und 2 Mullards, die anderen werden Tungsol.

Hoffe das ist ein guter Kompromiss.
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Servus,

wenn man den neuesten Infos durch KI  :facepalm: glauben darf "ECC83 tungsol cathode follower" ist das Problem also noch existent. Und tatsächlich hab ich "damals" dann auch auf JJ / Teslovak oder Chinesen zurückgegriffen. Aber das ist lange her. Sehr lange. Ansonsten sind TungSol für V1 und PI immer noch erste Wahl bei mir wenn ich welche für Marshall und deren Derivate brauche (auch Vox). Einfach ein cooler "old-school" Sound. Ich habe immer noch Bestände bei mir zu Hause, damals gut eingedeckt ... . Wie das mit den neueren Produktionen, gerade auch hinsichtlich der Sanktionen / Rohstoffbeschaffung aussieht - keine Ahnung. Ich bin damals für meine Marhalls auf NOS geswitched, drei verschiedene Röhrenhersteller in den Einbaupositionen, und dabei geblieben. Die Amps werden ab und zu mal mangels Band zu Hause angeschaltet ... und verschwinden dann wieder im Case.

Zitat
Über die Statistiken hier habe ich gestaunt. Viel mehr Zugriffe und dafür viel weniger Beiträge
Das wundert mich "eigentlich" nicht. Wir sind im wahrsten Sinne des Wortes eine aussterbende Spezie. So ein Haufen wie wir früher waren, den gibt es nimmer, iwo auch ein Spiegelbild der Gesellschaft. Oft genug werden Infos abgesogen, nichts beigetragen, und dann verschwindet man wieder in der Anonymität des Netzes. Und Jungs und Mädels die noch Bock auf Musik haben, die sind auch rar. Von daher, sei stolz ! Die Zeiten haben sich halt geändert. Und alles hat seine Zeit !

Ein Hinterbliebenen Treff - da wäre ich bestimmt - wenn es zeitlich passt - dabei.

Grüße

Michael
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