4xKT88 High End

Begonnen von tubeampgrufti, Mär 10, 2013, 11:01

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raphrav

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#15
Zitat von: tubeampgrufti am Mär 10, 2013, 07:37Uebrigens an der Treiberstufe studiere ich schon noch herum. Ob die ECC99 wirklich das gelbe vom Ei ist muss ich noch etwas überdenken. Wer auch dazu Tipps und Erfahrungen weitergeben kann und will ist willkommen. Was zB. spricht gegen eine 12BH7A? oder ev. eine 6SN7? anstelle der ECC99.

Hi,

die 12BH7A ist eher von der Größenordnung ECC82/12AU7. Denke ich auch schon ein bisschen zu schwach.
Ich bin momentan ein bisschen auf der Schiene, russische NOS-Röhren zu verwenden. Neben meinem neuesten Projekt, wo in einem 5E3 problemlos 6P1P-EV anstatt 6V6GT laufen, habe ich auch schon eine TT-Emma mit einer 6N6P anstatt der ECC99 in der Endstufe erfolgreich zum Laufen gebracht. :)
Die würde ich unbedingt auch in Betracht ziehen!

Grüße,
Raph

Hardcorebastler

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YaBB God
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Hallo Bruno,
soll das ein Hifie Verstärker oder ein Gitarrenverstärker werden  ???,
als Anhaltspunkt : Audio Research baut mit 4 x 6550 Endröhren in PP Anordung 100 Watt Verstärker, die  Gitarrenfraktion
setzt andere Schwerpunkte ,zb. 200 Watt aus 4 x KT88,
zu deiner Treiberröhrenauswahl :die Treiberröhre wird hauptsächlich von den Gitterableitwiderständen
der 4 KT88 belastet, wenn du die mit FixBias laufen lässt anstatt mit autobias sind die G-Widerstände wesentlich kleiner und die Treiberröhre
sollte dann entprechend  niederohmig sein .
Gruß Jörg

tubeampgrufti

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Auch hier wieder erst mal danke für euer Mitdenken!

@ Jörg: wie der Titel schon sagt "High End". Ich habe mir den entsprechenden Trafosatz dazu beim R...E... besorgt. Sie selber haben in der Bausatz-Treiberstufe Irrtum vorbehalten "nur" ECC82 drin. Steht jedenfalls irgendwo bei der Bausatzbestückung drin.

daher

@ Raph: ich denke schon, dass die 12BH7 ein wenig mehr Reserve im Vergleich zu ECC82 hat. Schliesslich gibts ja einen fast legendären "Mini-HIFI-Amp" mit dieser Doppel-Triode in PP als Endstufe! (der Name ist mir gerade entfallen, hatte das Teil mal zum Test auf meiner Werkbank)

Und wie schon geschrieben: ich werde natürlich den "Prototyp" mit verschiedenen Schaltungsvarianten und Bestückungen testen und dann die beste Variante wählen. Sicher ist, dass ich "Fixbias" wähle, einstellbar mit einem Trimmer je KT88. Also muss die Treiberröhre schon etwa 100 kOhm treiben können.
Zeit zum "Experimentieren" gebe ich mir bis zum Sommer. Bis dann sollte hoffentlich alles klar sein für die "Endmontage"!

@ All: Weitere Tipps und Beiträge willkommen!

Danke und Gruss
Bruno

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Hi,
wie kommst du auf 100 k ?

Gruß Jörg

silverface

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#19
Wie liefert man den Endröhren genug Strom? Z.B mit Kathodenfolgern wie im SVT. Aber wie Jörg schon bemerkte, müssen die Treiber möglichst gleiche Kennlinien haben.
Man könnte doch auch mit einer EL84 oder 6V6 eine Kathodynstufe bauen und damit die KT88 versorgen. Kathodyn hat zwar unterschiedliche Ausgangsimpedanzen an Anode und Kathode, aber es ist doch alles niederohmiger. (?) Vielleicht wäre das ein Ansatz, oder übersehe ich dabei was?

Gruß, Gernot

Hardcorebastler

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#20
Hi Gernot,
bei der Ansteuerung der Endröhren geht es darum, dass die im Gegentakt arbeitenden Endröhren ein  möglichst präzises Signal bekommen.
Die Treiberröhre sieht erstmal die Gitterableitwiderstände,bei der KT88 sind das pro Röhre 100 K, (bei der Einstelung, fixbias), also jede Triodenhälfte der Treiberröhre wird mit 50 k belastet .
Eine Röhre arbeitet um so sauberer je höher der Lastwiderstand zum Innenwiderstand ist .
In  PP wirkt sich jede klitze kleine Abweichung der symetrischen Steuerrspannung für die Endröhrenaussteuerrung aus, soll heißen dass der Fehler
in der Ansteuerung der  KT88 noch mal um den Verstärkungsfaktor, hier ca. 8 der Endröhren verstärkt wird .
Nun kann man sagen, das bügelt die GK aus, hat man früher auch hemmungslos eingesetzt, heutzutage versucht man mit möglichst wenig GK
aus zu kommen .
Du kannst auch einen Impedanzwandler vor die KT88 schalten, bloß benötigst du  mehr Koppelstufen was die Sache nicht gerade präziser macht .
Mit einer leichten Asymetrie der Steuerspannung zu den KT88 kannst du wunderbar den Sound beinflussen .

Gruß Jörg

silverface

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Hi Jörg!

Danke für die ausführlich Erklärung, aber das war mir schon bewusst. Vielleicht hab ich die Idee nicht klar genug dargestellt.
Mein Ansatz war, eine Kathodynschaltung zu verwenden, weil die die beste Symmetrie der beiden Halbwellen garantiert. Dann aber keine Treiber mehr, um unnötige Verstärkungsdifferenzen zu vermeiden. Stattdessen eine Kathodynstufe mit geringerer Quellimpedanz. Mit einer mittelgroßen Endpentode - z.B. der 6V6 - müsste das doch funktionieren. Oder doch nicht?

Gruß, Gernot

Hardcorebastler

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Hi Gernot,
ich denke du meinst die typische Phasendreherschaltung (PI) wo Anoden R und Kathoden R gleich sind,
das ganze Ding hat eine Verstärkung knapp unter 1,
sicherlich hast du recht wenn ich die nachfolgende Treiberstufe weg lasse,  der Verstärkungsfehler fällt hier weg,
aber der Pi arbeitet nun gegen die 50k an (+ ein wenig Gitterstrom), schaltest du eine Treiberröhre dazwischen, dann machst du den Gitterableitwiderstand
der Treiberröhre möglichst groß, z.B. 330k, nun sieht der PI anstatt 50 k 330k und arbeitet wesentlich symetrischer,genauer im Hinblick auf die oberen Frequenzlagen,
6V6 als PI, geht natürlich auch, aber wenn ich das richtig in Erinnerung habe ist für die Quellimpedanz des PI auch die Röhrensteilheit verantwortlich,

Gruß Jörg

tubeampgrufti

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Zitat von: Hardcorebastler am Mär 12, 2013, 08:31
Hi,
wie kommst du auf 100 k ?

Gruß Jörg

Hi Jörg

bin von 220 kOhm an den einzelnen Gittern ausgegangen, bei 100 k an den Gittern bekommt man natürlich dann die von Dir angegebenen 50 k. Ist denn 220 k an den Gittern bei Fixed Bias nicht mehr zu empfeheln. Ich meine, dass es solche Beispiele "kommerziell" gibt.


@ Gernot: Du glaubst es kaum, aber die 6V6-Variante für PI/Treiber habe ich tatsächlich schon mal überlegt, aber zwischenzeitlich wieder verworfen. Vermutlich müsste man dabei die 6V6 als Trode beschalten (g2 an A).

Gruss
bruno

jacob

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Rote Amps klingen besser!
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Hi Bruno,

das hängt vom Datenblatt des Herstellers ab und der Leistung, die man mit der Schaltung erzielen kann / möchte.
Deshalb sind da (fast immer) auch zwei Werte bei "Rg max. fixed bias" angegebenangegeben.
M.E. sollte man den Wert des Rg generell so niedrig als möglich wählen, damit die Röhre nicht "wegläuft", wenn sie richtig gut warm wird  :P
Deshalb ist es auch ratsam, sowohl den Abstand der Röhren zueinander als den Ratschlag des Herstellers "Pin 4 & 8 in line" zu befolgen (Genalex MOV, Original- Datenblatt)

Gruß

Jacob
Der Unterschied zwischen Theorie und Praxis ist grundsätzlich in der Praxis größer als in der Theorie. (Unbekannt)

Ein Mensch, der spürt, wenn auch verschwommen, er müsste sich, genau genommen, im Grunde seines Herzens schämen, zieht vor, es nicht genau zu nehmen. (Eugen Roth)

Hardcorebastler

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Hallo Bruno,
GENALEX Datenblatt KT88,
die 220k gelten nur wenn die Anoden-Gitter Verlustleistung deiner KT88 unter 35 Watt liegt,
und wie Jacob schon sagt, die Röhrenruhestrom fängt früher an weg zu laufen,
Da du mit Treiberröhren nach dem PI arbeitest kannst du auch die Ableitwiderstände entsprechend auslegen,
auch wenn du unter 35 Watt bleibst, 150 k wäre ein guter Wert, die KT88 mit jeweils 10 Ohm ( die 4 R gematched) an der Kathode .

Gruß Jörg

tubeampgrufti

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Danke Jacob und Jörg

Das ist wohl noch ein Thema, das ich etwas mehr und genauer anschauen muss. Wird wohl bei mir wieder mal ein "Theorieabend" fällig!

Danke für diese wichtigen Hinweise! :danke: :topjob:

Guats Nächtle
bruno

tubeampgrufti

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Zitat von: Hardcorebastler am Mär 12, 2013, 03:11
... die KT88 mit jeweils 10 Ohm ( die 4 R gematched) an der Kathode .

Gruß Jörg

Hi Jörg

Genügt da nicht einfach 1 Prozenter bei den 4 x 10 Ohm zu nehmen?

Gruss
bruno

kugelblitz

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be seeing you...
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Hallo Bruno,

Zitat von: tubeampgrufti am Mär 13, 2013, 12:04
Genügt da nicht einfach 1 Prozenter bei den 4 x 10 Ohm zu nehmen?

Eigentlich ja, aber kontrollieren solltest Du sie trotzdem.

Gruß,
Sepp

Hardcorebastler

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#29
Hallo Bruno,
Du misst den Ruhestrom über den Spannungsabfall am R,sind die R unterschiedlich ist der Ruhestrom aufgrund des Messfehlers
schon unterschiedlich .
1% reicht, du kannst aber auch 20 normale 2%  kaufen und die eben durchmessen und zu ordnen ,
aber selbst  0,1% zu beschaffen sind kein Problem,

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Gruß Jörg