Röhre69

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#30
Habe mal eine Überschlagsrechnung angestellt.

50 Watt sollen rauskommen. Gesprächslautstärke habe ich mit 0,1 Watt angenommen. Mit U=Wurzel(P*R) komme ich zu dem Ergebnis, dass die Ausgangsspannung am OT um den Faktor 22 zu klein ist.

Nur so ein Schnellschuss: Statt Kathoden-Basis-Schaltung versehentlich einen Kathodenfolger aufgebaut (Spannungen sollten eigentlich passen)? Oder eine 1/2 Doppeltriode ist defekt???? Oder einen viiiel zu kleinen oder defekten Koppelkondensator erwischt?

@frizzy: Hättest Du noch den gesamten Schaltplan? Evtl. kann man an anderer Stelle ein Gitarrensignal ein- oder ausspeisen und so den Fehler eingrenzen.

Grüße

_peter

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YaBB God
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Hallo,

wurden den insgesamt die Signal-Pegel im Amp mal untersucht? Geht ausreichend Signal in die Endstufe / in den PI usw.?

Gruß, Peter
vintagevalveamps
Der Imperativ von "messen" lautet: miss!

Röhre69

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YaBB God
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Threadsteller hat kein Oszi.
man müsste also 50 Hz am Eingang anlegen und Pi mal Daumen mit DMM durchmessen - so ähnlich hat´s Helmholtz auch schon empfohlen.

frizzy

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Eben, also ich glaub irgendwie nicht, dass der AÜ defekt ist (ich werde den Test mit der Heizspannung aber am WE machen können).

Kann es sein, dass die EL34 etwas haben? Sind neu von TT gekauft (JJ). Werde die evtl. mal gegen ein Paar aus dem Amp eines Freundes tauschen.

Ich habe leider keinen Oszi, also das Signal tracken geht nur bedingt. Warum gerade 50 Hz?

Ich werde aber nochmal checken, ob in der Vorstufe alles passt. Ich habe einen 18W Amp mit ähnlicher Vorstufe. Beide Amps haben den TT-FX-Loop. Werde also vom Preamp-Out jeweils ein Testsignal rausnehmen und übers Interface mit gleichem Gain am Interface recorden. Das Signal sollte ja dann jeweils praktisch gleich (stark) sein.

Ich gehe schon jetzt davon aus, dass der Fehler irgendwo nach dem Mastervolume ist (oder?)



Röhre69

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ZitatWarum gerade 50 Hz?
Die gibt´s quasi geschenkt (Netzfrequenz), z.B. Netztrafo 6 V und dann herunterteilen auf z.B. 0,5 V. Da du kein Oszi hast gehe ich davon aus, dass auch ein Sinus/Funktionsgenerator fehlt.

ZitatWerde also vom Preamp-Out jeweils ein Testsignal rausnehmen und übers Interface mit gleichem Gain am Interface recorden. Das Signal sollte ja dann jeweils praktisch gleich (stark) sein.

so war´s auch gemeint:
ZitatEvtl. kann man an anderer Stelle ein Gitarrensignal ein- oder ausspeisen und so den Fehler eingrenzen.

frizzy

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Achso ich hätte einfach aus Reaper ein Testsignal aus dem Interface geschickt und mittels Reampbox auf Gitarrenlevel gepegelt.

Alles klar danke dir!

frizzy

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Zitat von: Röhre69 am Sep 04, 2026, 10:21
Habe mal eine Überschlagsrechnung angestellt.

50 Watt sollen rauskommen. Gesprächslautstärke habe ich mit 0,1 Watt angenommen. Mit U=Wurzel(P*R) komme ich zu dem Ergebnis, dass die Ausgangsspannung am OT um den Faktor 22 zu klein ist.

Nur so ein Schnellschuss: Statt Kathoden-Basis-Schaltung versehentlich einen Kathodenfolger aufgebaut (Spannungen sollten eigentlich passen)? Oder eine 1/2 Doppeltriode ist defekt???? Oder einen viiiel zu kleinen oder defekten Koppelkondensator erwischt?

@frizzy: Hättest Du noch den gesamten Schaltplan? Evtl. kann man an anderer Stelle ein Gitarrensignal ein- oder ausspeisen und so den Fehler eingrenzen.

Grüße


Sorry ich habe diesen Post komplett übersehen! Ich schicke den ganzen Schaltplan rein, sobald ich daheim bin!

Die ersten beiden Röhren (jeweils 1. und 2. Gainstage der beiden Kanäle) hat eine ganz klassische Marshall Beschaltung

Channel 1: 100k/2k7+.68 und dann 100k/10k (mit schaltbaren 100nF parallel bzw. 3k9+.68)
Channel 2: zuschaltbare "BE" Stage (220k/2k7+.68) und danach 100k/2k7+.68

Der Kanalschalter liegt dann vor dem 470k/500p // 470k Spannungsteiler der in den Kathodenfolger fürs Tonestack geht.

(Schaltplan folgt jedenfalls)



Koenigpop

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Also mein Geld setze ich auf eine zentrale Ursache nach dem Send des Loop, also inkl. "Rest vom Loop", Volumepoti und PI.
Denn aus dem Loop kam ja anscheinend ein normal starkes Signal. Da die Spannungen soweit passen und das Signal anscheinend auch ok klingt und nur viel zu leise ist, klingt das für mich eher nicht nach Ausfall einer der Trioden. Das würde ja vor allem furchtbar klingen, aber nicht unbedingt sooo viel leiser.

Also würde ich als erstes den Loop rauswerfen. Mit Loops kenne ich mich nicht so aus, aber da passiert ja in der Regel das Meiste nach dem Send. Da könnte durchaus eine kalte Lötstelle oder so sein. Wenn das nichts ändert, mal an mit einem Austausch des Mastervolumpoti denken, wenn noch eines herumliegt. Oder überbrücken. Dann den 0.022 uF Koppler tauschen.

Wenn du das mit den 50 Hz Messungen hinbekommst, kannst du das Signal natürlich auch verfolgen, ohne alles auszubauen.

frizzy

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Ich habe folgenden Versuch gemacht:

DI Riff aus dem Interface über eine Reamp Box
- in meinen TT Pink Taco 20 Watt
- in den BE Channel des aktuellen 50 W Projekts
- in den 800er Channel des aktuellen Amps

Jeweils einmal das Signal aus dem Send über eine DI Box und jeweils das Signal aus der Loadbox recordet. Inputgain am Interface jeweils ident.

Ergebnis: Pink Taco is Referenz und funktioniert. Beim 50 W sind die Aufnahmen beider Channels aus dem Send ebenfalls in Ordnung, das Signal ist quasi ident mit dem aus dem Pink Taco (der JCM Kanal natürlich soundmäßig anders...)
Beim 50 W sind bei beiden Channels die Aufnahmen über die Loadbox sehr leise (aber soundmäßig eig ok...Presence macht eben nichts weil das NFB nichts macht). Aber der Pegel ist sehr niedrig. Mit Master auf 10 ist das Signal schwächer als beim Pink Taco mit Master auf 4. Für die Recordings über die Loadbox war der FX Loop immer im Bypass. Es macht keinen Unterschied, ob der Loop im Signalweg ist oder nicht (danke an die neue Loop Version mit "fat" Kondensatoren...).

Das Problem muss also irgendwo zwischen Master und Speakerausgang liegen. Der Loop ist offensichtlich in Ordnung und die Vorstufe bis zum Loop auch. Der Ausgangsübertrager scheint ja auch in Ordnung zu sein.

Anbei wie versprochen der Schaltplan.

frizzy

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Zitat von: Koenigpop am Sep 05, 2026, 06:34

Also würde ich als erstes den Loop rauswerfen. Mit Loops kenne ich mich nicht so aus, aber da passiert ja in der Regel das Meiste nach dem Send. Da könnte durchaus eine kalte Lötstelle oder so sein. Wenn das nichts ändert, mal an mit einem Austausch des Mastervolumpoti denken, wenn noch eines herumliegt. Oder überbrücken. Dann den 0.022 uF Koppler tauschen.


Loop hat Bypass - kein Einfluss
Mastervolume Poti misst ausgelötet 1M, eingebaut 480 k
Koppel C danach 23 nF

frizzy

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Hab mit einem anderen paar EL34 getestet. Bis auf die Erkenntnis, dass die Marshall-gebrandeten TAD EL34 nicht so gut gematchet sind wie die JJs von TT hat es nichts gebracht, es ist immer noch das selbe Verhalten.

Es liegt also nicht an den Röhren, dem Trafo, der Vorstufe oder dem Loop. Wie komme ich da auf den Fehler, ohne alles (Matser-PI-Endstufe) komplett auseinanderzunehmen?

Wie kann dieses Verhalten erklärt werden?

Helmholtz

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Für mich ist der AÜ immer noch ein Hauptverdächtiger.
Die Widerstandsmessung kann z.B. einen partiellen Windungsschluss i.d.R. nicht nachweisen.
Bin gespannt auf die Ergebnisse mit Wechselspannung.
Hast Du eigentlich auch auf Kurzschluss zwischen Primär- und Sekundärseite und zum Kern geprüft?
Hat der Trafo noch Garantie?

Mit Oszi wär' alles viel einfacher.

frizzy

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Danke für den Hinweis, dann werde ich mir das wirklich besser anschauen, auch den Kurzschlusstest zwischen Primär und Sekundär.

Der Trafo ist frisch von TT -  würde mich wundern wenn der defekt ist und wenn er es ist, gehe ich davon aus, dass ein Austausch kein Problem ist.

frizzy

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Zitat von: Helmholtz am Sep 02, 2026, 10:52
Ich würde jetzt mal den AÜ mit Wechselspannung prüfen.
Dazu alle Drähte ablöten, separieren und Heizspannung an eine Primärhälfte anlegen.
Dann diese Eingangsspannung und die Sekundärspannungen (zum 0 Ohm Draht) messen.
Danach mit der anderen Primärhälfte wiederholen.
Ergebnisse posten.

Sorry, bin erst jetzt wieder dazu gekommen weiterzumachen...

Ich hab, wie von dir geschrieben, die Heizspannung an die jeweiligen primärseitigen Hälften angelegt und den Ausgang (8 Ohm zu 0 Ohm) gemessen. Die Spannungen haben sich beim Messen erst eingependelt, untenstehend die Messergebnisse, nachdem sich die Werte nicht mehr geändert haben.

Messergebnisse wie folgt:

Rot (CT) - Blau 6.45 VAC primär -> 0.623 VAC sek (8 Ohm tap)
Rot (CT) - Braun 6.44 VAC primär -> 0.622 VAC sek (8 Ohm tap)

Was sagt uns das jetzt?  :help:

Danke und LG!

Helmholtz

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Zitat von: frizzy am Sep 23, 2026, 08:45
Was sagt uns das jetzt?  :help:

Na, das sagt uns, dass:
1. beide Primärhälften sich gleich verhalten,
2. das Spannungs- und Windungsverhältnis jeder Primärhälfte zum 8 Ohm - Ausgang 10,35 beträgt,
3. folglich die Primärimpedanz Zaa = 4 * (10,35)² * 8 Ohm = 3430 Ohm ist.

Alles völlig normal für einen 50W Marshall OT.
Keine Anzeichen für ein OT Problem.
Wenn der Trafo außerdem keinen Schluss zwischen Primär- und Sekundärseite oder zum Kern (oder den Hauben) aufweist, gehe ich davon aus, dass er OK ist.