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100W MV Vibrosonic/Twin: Ersatz für 80uF Filter Caps

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smid:
Guten Morgen Jochen,

der Vorschlag, den Sockel der 2. Röhre auf ausreichenden mechanischen Kontakt zu prüfen, macht Sinn. Wenn die die elektrischen Werte oben an den Lötpins identisch mit der Nachbarröhre sind, und das Symptom mit dem niedrigen Bias unabhängig von der Röhre ist, die untern drinsteckt, ist es ziemlich wahrscheinlich, dass das Problem dazwischen liegt.

Was sind Hirschmann-Pins?

460V am B+ und 430V an den Anoden in Ruhe - das wären ca 30V Abfall an der Primärwicklung des Übertragers

Diesen Zusammenhang muss ich gleich mal am Schaltplan nachvollziehen. Ich bin ja gerade erst am Anfang, was das Verständnis des "Gesamtsystems" angeht.

Falls es Dir möglich wäre, mal auf das verlinkte PDF mit dem kommentierten Schaltplan zu schauen bzgl. des abweichenden Anschlusspunktes der "weissen" Leitung am Gehäuse des Bias-Balance Potis, wäre ich Dir für einen Kommentar dankbar.
Das Kabel kommt über 1MegOhm und 2,2 MegOhm von einem Massepunkt und sollte wieder an einem Massepunkt enden. Es endet aber  über 3,3kOhm an den -63V von der Gleichrichterdiode. Das kommt mir reichlich komisch vor.

schönen Ostermontagmorgen,
Andreas

cca88:

--- Zitat von: smid am  6.04.2015 08:59 ---Guten Morgen Jochen,

der Vorschlag, den Sockel der 2. Röhre auf ausreichenden mechanischen Kontakt zu prüfen, macht Sinn. Wenn die die elektrischen Werte oben an den Lötpins identisch mit der Nachbarröhre sind, und das Symptom mit dem niedrigen Bias unabhängig von der Röhre ist, die untern drinsteckt, ist es ziemlich wahrscheinlich, dass das Problem dazwischen liegt.

Was sind Hirschmann-Pins?

460V am B+ und 430V an den Anoden in Ruhe - das wären ca 30V Abfall an der Primärwicklung des Übertragers

Diesen Zusammenhang muss ich gleich mal am Schaltplan nachvollziehen. Ich bin ja gerade erst am Anfang, was das Verständnis des "Gesamtsystems" angeht.

Falls es Dir möglich wäre, mal auf das verlinkte PDF mit dem kommentierten Schaltplan zu schauen bzgl. des abweichenden Anschlusspunktes der "weissen" Leitung am Gehäuse des Bias-Balance Potis, wäre ich Dir für einen Kommentar dankbar.
Das Kabel kommt über 1MegOhm und 2,2 MegOhm von einem Massepunkt und sollte wieder an einem Massepunkt enden. Es endet aber  über 3,3kOhm an den -63V von der Gleichrichterdiode. Das kommt mir reichlich komisch vor.

schönen Ostermontagmorgen,
Andreas

--- Ende Zitat ---

Morgen,

mir ist kein besserer Ausdruck dafür:

Sicherheitsprüfspitze ø 4 mm schwarz 1000 V, 1 A, CAT II, PRUEF 2610 FT

eingefallen.

Mit den Schaltungsdetails: Bitte mach von dem Amp ein Foto - die die Stellen mit einigermassen guter  Auflösung zeigen.

Fender hat zwar akkurate Schaltpläne, aber die Jungs und Mädels haben auch mal ab und an Fehler gemacht...
JA auch die


Grüße

Jochen

PS: Warum das Gedöns mit dem Spannungsabfall - bei sauberem Ruhezustand hast Du ausschließlich Gleichstrom. Das heißt der Übertrager kommt nur mit seinem ohmschen Widerstand ins SPiel. Die Primärwicklung hat aber nur ca 70 Ohm nominell....


smid:
Hallo Jochen,

Ok, etwas Hirschmannspitzen-ähnliches habe ich gefunden und die Kontakte etwas enger gestellt. Hat sich aber erstmal nichts verändert. In der Folge habe ich mal alle Röhren in der überarbeiteten Fassung gemessen, et voila, langsam kommt Licht ins Dunkel:
Röhre A: 16mA
Röhre B: 19mA
Röhre C: 22mA
Röhre D: 35mA

Das nenn ich mal ein gematchtes Quartett >:D
Ich war beim meinem gestrigen, ersten Einstellversuch nicht systematisch genug um alle Röhren mal im selben Sockel zu messen und das Matching zu prüfen.

Die Frage mit dem Anschlusspunkt des "weissen Kabels" hat sich geklärt. Es gibt da eine Abweichung zwischen dem mir vorliegenden Layout-Plan und dem mir vorliegenden Schaltplan. Nach Schaltplan ist alles richtig verdrahtet. Ich nehme an der Layout-Plan stimmt da nicht.
Ich hätte schon vorher darauf kommen sollen, das mal zu vergleichen, bevor ich es hier poste.
Asche auf mein Haupt.

Ich denke es ist das sinnvollste, erstmal 4 halbwegs zueinander passende 6L6-Röhren zu besorgen. Ich versuche es heute Nachmittag mal mit Röhre A und B zusammen oben und C und D zusammen unten, aber auch wenn ich einen halbwegs vernünftigen Mittelweg finde, wird immer irgendwer deutlich heisser oder kälter als der Rest laufen. Mal sehen,

Das mit den Fotos habe ich versucht, immer ist irgendein Kabel im Weg....
Ich versuche es später nochmal.

Vielen Dank und viele Grüße,
Andreas

bea:
Du solltest neben einem Satz neuer Röhren auf jeden Fall auch die Schirmgitterwiderstände tauschen. Der eine Wert, der aus dem Rahmen fällt, könnte ein Hinweis darauf sein, dass der Gitterstrom einmal kräftig aus dem Ruder gelaufen ist. Es passiert ganz gerne, dass Widerstände danach "zu groß" erscheinen.

Der JBL K140 ist übrigens ein Basslautsprecher, der ziemlich tief hinunter reicht und  daher im Wirkungsgrad etwas schlechter ist als bei Gitarrenlaustsprechern gewohnt. 5 dB weniger als z.B. beim K130: http://www.lansingheritage.org/images/jbl/specs/pro-comp/k-series/page4.jpg

Das kann eine wesentliche Ursache dafür sein, dass der Verstärker vergleichsweise leise ist.

Ach so: laut Wiki ist der Verstärker original mit einem JBL D-130-F bestückt. Der dürfte deutlich lauter sein als der K-140.

smid:
Hallo Bea,

den Tausch der Schirmgitterwiderstände hat mir ja auch schon blues empfohlen. Das werde ich auf jeden Fall machen, ebenso den Tausch der Endstufenröhren.
Ich habe noch eine weile rumprobiert, aber es lässt sich kein tragbarer Mittelweg mit den vorhandenen Röhren realisieren. Hier zwei Testeinstellungen mit folgender Bestückung:
Sockel 1: Röhre C
Sockel 2: Röhre D
Sockel 3: Röhre B
Sockel 4: Röhre A

1: 20V  2: 43V   3: 44V   4: 41V
1: 24V  2: 47V   3: 35V   4: 33V

Also alles unbefriedigend.

Ich überlege gerade, mal die Röhren C und D wegzulassen und nur A und B in Sockel 1 und 4 auszuprobieren. Dann hab ich zwei halbwegs homogene Röhren und Sockel mit passablen Schirmgitterwiderständen, solang bis die Ersatzteile da sind. Bias wird dann wohl höher, oder? Wäre ja kein Schaden, ist ja aktuell eher niedrig.
Probier ich gleich mal.....

Der JBL K 140 wird nach Werksbeschreibung ja auch für Orgel empfohlen. Das kommt mir entgegen, weil ich über einen Kanal Gitarre und über den anderen eine kleine Transistororgel spiele.
Die üppige Bassrange tut auch meinem Gitarrenton gut, da ich meist Palm-mute Pickings mit viel Reverb auf den tiefen Saiten spiele (wir nennen das in der Band "Pluckern", ist so ein Surf-Klischee-Sound).
Der Gesamtsound des Amps ist, trotz der aktuellen teschnischen Makel, wie schon gesagt ganz und gar wundervoll.

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